Frage von xxShayminxx, 54

In wie weit werden die Erststimmen ausgewertet?

Hi, wir haben grade das Thema Bundestagswahl und verstehe dabei nicht wirklich, die Wirkung der Erststimmen. Bei der Zweitstimme ist es ja so, dass man die Partei wählt für die man ist und diese werden dann durch das Hare-Niemeyer Verfahren auf die ersten 299 Sitze verteilt, so wie ich es nun aufgenommen habe. Bei den Erstimmen bin ich mir da nicht mehr so sicher, meine These ist jetzt, dass man in einen der 299 orten (Wahlkreise) seine Erstimmte zu einem Abgeordneten/Direktmandat abgibt, so ist es nun so, dass es in diesen 299 verschiedenen Orten verschiedene Direktmandate zur Wahl gibt, die dann durch Mehrheit in diesem Ort gewinnen und somit nach Berlin gelangen, oder ist es so, dass man in den 299 Orten immer die gleichen Mandaten zur Wahl hat, die dann was auch immer sind/haben xD Könnt mir jemand das genauer erklären? ^^

Antwort
von zehnvorzwei, 32

Hei, xxShayminxx, du bist auf der richtigen Fährte: Die Erststimmen dienen dazu, dass jeder Wahlkreis durch einen gewählten Abgeordneten im Parlament, dem Bundestag, vertreten ist. Hier gibt es keine relative, sondern nur die direkte Wahl: Wer die meisten Stimmen kriegt, ist gewählt.

Die Zweitstimme; die Prozentanteile der Parteien auswertet, geht es dann um den Anteil der Sitze im Parlament. Wenn´s nicht auskommt, werden Überhangmandate dazugerechnet. Und so. Grüße!

Antwort
von Karl37, 21

Der Bundestag besteht zur Hälfte aus Direktmandate, die  pro Wahlkreis mit der Erststimme gewählt werden. Über die Zweitstimme wird das prozentuale Verhältnis berechnet und damit die Verteilung im Bundestag festgelegt. Hat nun eine Partei mehr Direktmandate als prozentuales Verhältnis, dann wird mit Ausgleichsmandaten diese Verhältnis wieder hergestellt. Damit steigt aber die Gesamtzahl der Abgeordneten.

Antwort
von lupoklick, 27

In jedem Wahlkreis können die Parteien EINEN Erststimmenbewerber (Direktkandidaten) aufstellen. Deren  Wähler-Stimmen zählen NUR für den Wahlkreis.

Der Bewerber mit der relativen Mehheit geht nach Berlin..... Die Unterlegenen können darauf hoffen, über die Zweitstimmenl-Landesliste ihrer Partei ein Mandat zu erhaschen....

Kommentar von xxShayminxx ,

Also wird pro Ort ein Mandat der Partei aufgestellt, der aber in anderen Orten auch beworben werden kann, damit dieser eine erhöhte Chance zum Sieg hat, oder?

Also war meine erste Vermutung am naheliegendsten?

Kommentar von lupoklick ,

F A L S C H    ::::Ein Bewerber kann nur in EINEM Wahlkreis antreten. Wenn er scheitert muß er hoffen, auf der Landesliste möglichst weit oben zu stehen...

Im Falle Landtag Schleswig-Holstein ging das daneben, als der "Spitzenkandidat" und Ministerpräsidentenanwärter trotz   Listenplatz 1 nicht in den Landtag kam, weil ALLE Mandate seiner Partei in den Wahlkreisen errungen wurden..

. Karriere:...  aus die Maus

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