Frage von rooksen, 40

In wie weit vereint die Stringtheorie Quantenmechanik und Relativitätstheorie?

hallo,

ich mächte gern wissen, in wie weit die stringtheorie die frage nach der 'weltformel' beantwortet? in welchem punkt vereint sie quantenmechanik mit der relativitätstheorie? ich möchte gern verstehen, ab wann die rechnungen und formeln, vor allem wann (bei welchen ereignissen) in die realität übergehen, sodass sie in der realität 'greifbar' sind und vlt. auch zu sehen. ich weis, dass das thema ungemein groß ist und im detail nur für studierte verständlich ist. mir reicht ein bezugsfeld (falls man das so nennen kann) aus.

schriebt mir gerne auch privat zur weiteren diskussion! :) danke im vorraus!

Antwort
von OlliBjoern, 15

Ich bin nun auch nur "Anfänger" in diesem Gebiet (bin "nur" Chemiker). Mein (ansatzweises) Verständnis bezüglich dieser Theorie beschränkt sich nur auf die starke WW. Klassisch rechnet man ja mit "Punkten" für Quarks und Gluonen, und erhält somit die Langrange Dichten für die entsprechenden Wechselwirkungen. Recht ähnlich rechnet man in der schwachen WW (auch da kriegt man Langrange Dichten, nur mit einem leicht anderen Formalismus).

Nun sagt die Stringtheorie salopp gesagt "warum nicht mit eindimensionalen Objekten rechnen?". Anscheinend ergeben sich dadurch mathematisch gesehen bessere Möglichkeiten für die Vereinheitlichung.

Es ergaben sich dann jedoch recht unhandliche mathematische Gebilde, die man zwar rechnen konnte, aber die physikalische Repräsentation der "Realität" (die 4 zugängliche Dimensionen hat, aus Raum und Zeit, Minkowski-Raum) ließ noch etwas zu wünschen übrig.

Also musste man schauen, wie man die Sache auf 4 Dimensionen "kleinrechnet". Dann kommt man auf diese "Calabi-Yau-Mannigfaltigkeiten", aber weiter bin ich da noch nicht gekommen.

Ich denke mal, dass Stringtheorie und auch die Schleifenquantengravitation erst einmal mathematische Modelle sind, um die 4 Grundkräfte zu "verheiraten", die Realität kriegt man ja schon "semi-klassisch" in der Quantenfeldtheorie recht gut gerechnet (nur eben schön getrennt). Die SQG hat noch den Charme, dass sie das Prinzip der "Quantelung" auch auf den Raum überträgt (der Raum besteht aus einer Art Wabenmuster, auf dem sich die Teilchen bewegen). Das sehe ich so bei der Stringtheorie auf den ersten Blick nicht.

Expertenantwort
von Hamburger02, Community-Experte für Physik, 3

Die Weltformel gibt es nicht und wird es auch nicht geben können. Das scheint inzwischen sogar Stephen Hawking begriffen zu haben und soweit ich weiß, arbeitet er auch nicht mehr daran sondern hat selber erkannt, dass der Determinismus, Voraussetzung für eine Weltformel, tot ist.

Antwort
von Rynak, 14

Ich weiß nicht viel über die Stringtheorie, aber ich denke in diesem Forum wirst du keine richtige Antwort darauf finden.

Außerdem ist die Stringtheorie ständig im Wandel (2. Superstringrevolution) und noch lange nicht fertig, sodass man wenig über DIE Stringtheorie sagen kann.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten