In wie weit ist eine Redaktion wichtig für eine ordentliche Berichterstattung?

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2 Antworten

vollkommen falscher denkansatz: professioneller redaktioneller journalismus ist nicht "wertvoller" als das was irgendwelche engagierten blogger veröffentlichen. im gegenteil: bei den bloggern weiss man wo sie politisch/gesellschaftlich stehen und unter welchem blickwinkel sie berichten. dies sehe ich als grossen vorteil und dürfte auch die ursache für deren erfolg sein. ausserdem befassen sie sich konzentriert und engagiert mit einem ganz bestimmten themenbereich, von dem sie ahnung haben und der ihnen am herzen liegt. sie müssen sich nicht gedanken machen wie sie zu irgendeiner story, möglichst mit guter vermarktungschance, kommen, um dem medium und sich weiteres geld zu generieren.

im professionellen journalismus haben wir schon immer eine extreme abhängigkeit von geld und macht (wie gewinne ich werbekunden? wie sorge ich dafür, dass reiche und mächtige mit mir sprechen damit ich überhaupt geld verdienen kann?). inzwischen sehe ich in weiten bereichen des professionellen journalismus einen verkommenen zustand, bei dem es nur noch darum geht einnahmen zu generieren. ich führe hier auf:

- journalismus, der sich mit videospielen auseinandersetzt und damit geld verdient. diese medien dienen sich gnadenlos der spieleindustrie an und bewerten jedes müllspiel mit 1000%, nur um nicht von der spieleindustrie übergangen zu werden. die leser werden dabei als deppen behandelt, denen man jederzeit ein x als u vormachen kann.

- journalsmus, der sich mit tests von technischem gerät beschäftigt, z.b. fahrzeugen oder hifi-ausrüstung. das ist reiner jubeljournalismus, kritikfähigkeit ist da nicht vorzufinden.

- politische journalisten, die nichts anderes sind, als willfährige fragesteller, damit sich die politiker schön präsentieren können. für mich ist ernst dieter lueg ein frühes exemplar dieser sorte journalisten.

- viele lokale tageszeitungen oder radiosender, die nichts anderes sind als hofberichterstatter der stadtverwaltung oder sonstiger obrigkeit.

unabhängig davon ist es immer nötig jede information, egal woher, zu hinterfragen. aber gerade das internet hat es möglich gemacht eine info durch mehrere quellen zu bewerten, eben nicht nur professionelle.

journalisten sehen sich immer als elite-kaste der besonderen art. ihre besondere stellung (und dadurch ihr früheres relativ gutes einkommen) basierte jedoch im wesentlichen auf der früher teueren exklusiven infrastruktur, die nötig war um nachrichten zu verbreiten. wer nicht in der medienindustrie verankert war, konnte keine nachrichten verbreiten.

dies hat sich mit dem internet verändert. heute kann jeder sein wissen, seine gedanken weltweit ohne besondere kosten und aufwand innerhalb kürzester zeit veröffentlichen. natürlich kann diese möglichkeit auch missbräuchlich oder stark beeinflussend genutzt werden. aber das gibt es im professionellen redaktionellen journalismus genauso. die bildzeitung der 70er, 80er jahre, sowie viele sendungen der öffentlichrechtlichen sender sind da eindringliche beispiele.

annokrat

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Kommentar von Oldtimertreffen
07.11.2015, 12:59

Musste gleich im Ersten Absatz aufhören zu lesen. 

Einerseits sagst Du das ich falsch liege und dann schreibst du das was ich geschrieben habe.

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wie vielleicht Einige erkannt haben 

Haben wir das?

Und ich denke wir sind uns alle Einig,

Sind wir das?

Zwar sind die vielen Kleinen authentischer 

Sind sie das?

 Versteht kaum einer so, wie es dort steht.

Nicht?

da nur mal auch mal etwas enthält gehört und dafür viel Arbeit nötig ist. 

?

Ehrlich gestanden, versteh ich deine Frage gar nicht. Was genau möchtest du jetzt wissen?

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