In welcher Trauerphase befinde ich mich?

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3 Antworten

Ich Denke nicht dass es so genannte Trauerphasen gibt, du wirst immer wieder in diese Situation kommen, wo du dich fragst warum!.

Das gefühl das es so Unfair ist, und es nicht Akzeptieren kannst, es ist auch Normal das man den Schmerz loswerden möchte, weil er ein Erdrückt und fertig macht!.

Der eine Kann den druck durch Reden etwas mildern,der andere muss ihn rauslassen durch Lauffen-Rennen oder etwas zerstören, es geht nicht anders!.

Ich verstehe dich,wenn der druck in dir so schlimm ist geh nach darusssen, fang einfach an zu Laufen egal wohin, wenn du die möglichkeit hast ihrend wo allein zu sein, und dich keiner hören kann, dann Schrei den Schmerz aus dir raus!.

Es heißt immer die zeit heilt alle wunden, aber das tut sie nicht, sie machst sie nur Erträglicher!.

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Hallo jackjack1995,

in welcher Trauerphase Du Dich gerade befindest, vermag ich nicht zu beurteilen. Tatsache ist jedoch, dass jeder auf eine andere Weise trauert. Gefühle der Wut sind nach dem Tod eines geliebten Menschen nicht ungewöhnlich und es mögen im Laufe der Zeit auch andere Gefühle hinzukommen. Wichtig ist es aber in jedem Fall, überhaupt Gefühle zuzulassen und die Trauerarbeit nicht zu unterdrücken.

Es ist für Dich und für alle anderen Trauernden sehr schwer, mit dem inneren Sturm der Gefühle richtig umzugehen. Was könnte denn in Deiner jetzigen Lage helfen? Wenn Du mit jemandem, der geduldig und mitfühlend zuhört, über Deine Gefühle sprechen kannst, mag Dir das ein gewisses Maß an Erleichterung bringen. Vielleicht kennst Du ja jemanden, der Ähnliches wie Du durchgemacht hat und sich deswegen in Deine Lage hineinversetzen kann. Es könnte Dir allerdings auch schwerfallen über Deine Gefühle zu sprechen. Dann kannst Du versuchen, das, was Dich bewegt, niederzuschreiben oder später wieder zu lesen.

Was ebenfalls Erleichterung bringen kann, ist Weinen. Ja das Vergießen von Tränen der Trauer ist ein wichtiger und notwendiger Bestandteil des Heilungsprozesses. Du brauchst Dich daher nicht zu schämen, wenn Du auch mal weinen musst. Es kann allerdings auch sein, dass Du erst einmal gar nicht weinen kannst. Aber auch diese Zeit geht vorüber. Neben diesen praktischen Anregungen möchte ich Dir auch gern den Trost, den uns die Bibel gibt, vermitteln. Denn es ist nicht wirklich so, dass die Toten, wie Du schreibst, "nie mehr zurückkehren" werden.

Jesus Christus gab einmal folgende deutliche Erklärung ab: " Denn so, wie der Vater die Toten auferweckt und sie lebendig macht, so macht auch der Sohn die lebendig, welche er will. Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen werden, ..." (Johannes, Kapitel 5, Verse 21, 28 u. 29a).
Diese Verheißung beschreibt, das Millionen von Verstorbenen wieder auf der Erde leben werden, und zwar unter besseren Verhältnissen als heute. Die Bibel lässt erkennen, dass wir dann unter friedlichen, paradiesischen Verhältnissen leben werden. Dazu heißt es in der Bibel in Psalm, Kapitel 37, Vers 29: " Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, und sie werden immerdar darauf wohnen." Gemäß Matthäus, Kapitel 5, Vers 5 sagt Jesus:"Glücklich sind die Mildgesinnten, da sie die Erde erben werden."

Viele halten das für unglaublich. Dir geht es möglicherweise auch so. Als Jesus auf der Erde war, zeigte er an mehreren Beispielen, dass er die Macht hat, Tote wieder zum Leben zu bringen (siehe z. B. die Auferweckung seines Freundes Lazarus gemäß Johannes, Kapitel 11, Vers 30 bis 44). Insgesamt berichtet die Bibel von 9 Auferweckungen, bei denen größtenteils Zeugen anwesend waren. Dazu gehörten auch erbitterte Gegner, die Jesus deswegen umbringen wollten.

Da also die Toten nicht für immer im Grab bleiben werden, verglich Jesus den Tod mit einem Schlaf. Sowohl der Tod, als auch der Schlaf sind Zustände ohne Bewusstsein. So, wie es aus dem Schlaf ein Erwachen gibt, so gibt es auch aus dem Tod ein Erwachen durch die Auferstehung. Es ist vielleicht damit zu vergleichen, als ob der Tote auf eine lange Reise gegangen wäre, von der er eines Tages zurückkehrt. Ich finde, das ist ein sehr tröstlicher Gedanke! Wenn der Tod wirklich nur eine Unterbrechung des Lebens darstellt, dann verliert er enorm an Schrecken und ist viel leichter zu ertragen. Ich freue mich außerordentlich, dass der Tag naht, an dem man seine geliebten Freunde und Angehörigen wieder in die Arme schließen kann und dass dann nicht mehr die Gefahr besteht, dass sie je wieder sterben müssen. Eine bessere Hoffnung gibt es meiner Meinung nach nicht!

Ein Diener Gottes aus der alten Zeit, der treue Hiob, sagte einmal über die Bereitschaft Gottes, die Toten zum Leben zurückzubringen: "Wenn ein kräftiger Mann stirbt, kann er wieder leben? Alle Tage meiner Fronarbeit [der Zeit im Grab] werde ich warten, Bis meine Ablösung kommt.   Du wirst rufen, und ich, ich werde dir antworten. Nach dem Werk deiner Hände wirst du dich sehnen" (Hiob 14:15). Wenn sich schon Gott selbst nach der Auferstehung "sehnt", meinst Du dann nicht, dass wir ganz sicher sein können, dass diese auch tatsächlich stattfinden wird?

Mir hat die Hoffnung der Auferstehung schon oft geholfen, über den Tod von Angehörigen und lieben Freunden hinwegzukommen. Der Tod ist im Moment noch ein schlimmer Feind, doch nicht mehr lange. Bald schon wird sich das erfüllen, was in letzten Buch der Bibel, der Offenbarung, beschrieben wird: "Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen" (Offenbarung 21:3,4).

Bis es soweit ist, muss man noch mit Schmerz und Trauer leben. Doch je näher man Gott kommt und je enger man sich mit ihm verbunden fühlt, umso besser ist man in der Lage, mit allen möglichen Schicksalsschlägen und Problemen fertig zu werden. Denke auch immer daran, dass wir uns zu jeder Tages- und Nachtzeit an Gott im Gebet wenden können, denn in der Bibel steht: "Vertraut auf ihn zu allen Zeiten.Vor ihm schüttet euer Herz aus. Gott ist uns eine Zuflucht" (Psalm 62:8).

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Du es schaffst, mit Deiner großen Trauer zu leben und dass eines Tages der tiefe innere Schmerz nicht mehr so groß ist. Alles Gute!

LG Philipp

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Kommentar von Philipp59
31.10.2016, 06:53

Hallo jackjack1995,

ergänzend möchte ich noch anmerken, dass die Auferstehung nicht von allein vonstatten gehen kann. Wenn die Bibel den Tod mit einem "Schlaf" vergleicht, dann meint sie damit nicht, dass ein Toter irgendwann von selbst daraus "erwachen" könne. Das ist natürlich unmöglich, da der Körper des Toten entweder verwest ist oder zu Asche verbrannt wurde. Wenn ein Mensch stirbt, dann bleibt nichts von ihm übrig, auch keine Seele. In vielen Religionen wird zwar belehrt, der Mensch besitze eine unsterbliche Seele, doch dies ist im Widerspruch zu dem, was die Bibel über die "Seele" lehrt.

Das Wort "Seele" ist eine Übersetzung des hebräischen Wortes néphesch und des griechischen Wortes psyche und bezieht sich in der Bibel auf den Menschen, auf Tiere oder auf das Leben selbst. Niemals jedoch beschreibt die Bibel "Seele" als einen nicht stofflichen Teil des Menschen, der den Tod überdauert. In Bezug auf den ersten Menschen sagt die Bibel: "So steht auch geschrieben: ,Der erste Mensch, Adam, wurde eine lebendige Seele" ( 1. Korinther 15:45). Es heißt hier nicht, dass der Mensch eine Seele bekam, sondern dass er eine Seele wurde. Das ist ein großer Unterschied. Somit bezeichnet der Begriff "Seele " in der Bibel den ganzen Menschen, nicht einen Teil von ihm. Der Mensch ist also die Seele. Daher übersetzen viele Bibelübersetzer das hebräische Wort für Seele, néphesch, richtigerweise als "Lebewesen" oder "lebende Person".

Sogar die Tiere werden`, wie bereits erwähnt,  in der Bibel als "Seelen" bezeichnet, wie das aus folgenden Bibeltexten hervorgeht: "Gott sprach weiter: ,Die Wasser sollen ein Gewimmel lebender Seelen hervorwimmeln .  .  .‘ Und Gott ging daran, die großen Seeungetüme zu erschaffen und jede lebende Seele, die sich regt, die die Wasser hervorwimmelten, nach ihren Arten und jedes geflügelte fliegende Geschöpf nach seiner Art. .  .  . Und Gott sprach weiter: ,Die Erde bringe lebende Seelen nach ihren Arten hervor .  .  .‘ Und Gott ging daran, die wildlebenden Tiere der Erde zu machen nach ihrer Art und das Haustier nach seiner Art und jedes sich regende Tier des Erdbodens nach seiner Art" (1.  Mose. 1:20,  21,  24,  25).

Wenn der Mensch also keine unsterbliche Seele in sich trägt, dann kann er auch nicht als solche wiederkommen. Wer gestorben ist, kehrt zur Nichtexistenz zurück und nur Gott vermag ihn aufgrund seiner grenzenlosen Macht zum Leben zurückzubringen. Konkret heißt das, dass Gott dem Betreffenden in der Auferstehung einen neuen Körper geben wird, der jedoch im Aussehen demjenigen gleicht, den der Verstorbene vor seinem Tod hatte. Ja, Gott vermag sogar das gesamte Lebensmuster dem Auferweckten zurückzugeben. Er kann somit sein Leben nach seiner Auferstehung einfach fortsetzen, so als ob er nur schlafen gegangen wäre und nun erwacht ist.

Folgender Vergleich macht die Auferstehung etwas verständlicher: Angenommen, ein Haus brennt bis auf die Grundmauern ab und der gesamte Schutt wird weggeräumt. Das Haus existiert also nicht mehr. Wenn jedoch der Architekt dieses Hauses noch die Baupläne hat, dann ist er in der Lage, dieses Haus mit neuen Materialien wieder aufzubauen. Das neue Haus gleicht dann dem alten dann ganz genau, bis auf die Verfallserscheinungen, die das alte Haus bereits hatte. Genauso ist es bei der Auferstehung der Toten. Gott verfügt aufgrund seines grenzenlosen Gedächtnisses über die Möglichkeit, jeden Menschen, der irgendwann einmal gelebt hat, wieder neu zu erschaffen, mit all seinen Charaktermerkmalen, seinen Erinnerungen und natürlich seinem Aussehen. Daher kann die Auferstehung der Toten als das größte Wunder überhaupt bezeichnet werden.

Ich hoffe, damit ist klargeworden, was sich hinter dem Begriff "Auferstehung" in der Bibel verbirgt. Falls dazu noch weiter Fragen bestehen, so lass es mich wissen.

LG Philipp

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Hi jackjack1995,nach  E.Kübler-Ross ist das die Erste Ohase der Trauerarbeit,nämlich die Frage warum passiert es ausgerechnet mich,dass ein geliebter mensch von mir gehen muss,und ist das die Wut.Kübler-Ross meint eher,dass Menschen,die selbst wissen,dass sie sterben müssen.Weiter gefasst,ist die se Phasenbeschreibung auch auf Hinterbliebene anwendbar.Auch dieser wird den Weggang des geliebten Menschen akzeptieren.Das Leben geht ja trotzdem weiter.Leider ist es vorstellbar,dass manche diesen Schicksalsschlag nicht verwinden können,was letzlich professionelle Hilfe erfordert.LG Sto

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