Ist ist nur der Lohn oder der Arbeitsplatz? Wie kann man sich wehren? Warum wird der Mann in bestimmten Situationen bevorzugt?Welche persönlichen Erlebnisse habt ihr erfahren müssen?

Ich finde, es hat Vor- und Nachteile. Als Frau in einem Männerberuf ernte ich oft Skepsis bezüglich Kompetenz/ Eignung. Wenn Auftraggeber/ Kollegen dann feststellen, daß das unbegründet ist, ist die Anerkennung aber sicherlich höher als die, die einem Mann für die gleiche Leistung entgegengebracht wird.

Ich denke, dass bei uns eher die Männer benachteiligt werden (auch wenn ich jetzt Haue bekomme), denn:
Jungen werden von der Mutter, der Kindergärtnerin und der Grundschullehrerin erzogen und bekommen kaum einmal ein männliches Vorbild zu sehen
Jungen haben mit unserem Schulsystem und seinen Anforderungen (brav sein, lernen, keine Prügeleien) eher Schwierigkeiten und dann werden ihnen noch ständig Mädchen als leuchtende Beispiele vorgehalten
per Gesetz gibt es heute überall Gleichstellungsbeauftragte, die nach meinem Eindruck ausschliesslich Frauen sind und die sich ausschliesslich um Frauen kümmern
als ich mich mal bei der Uni Bremen für ein Seminar über Mobbing anmelden wollte, wurde das nicht akzeptiert mit der Begründung, die Frauenbeauftragte der Uni lehnte die Teilnahme von Männern ab
in der heutigen Berufswelt sind die eher weiblichen Softskills besonders wichtig, die eher männlichen Eigenschaften nur noch in extrem wenigen Berufen
den Männern wird seit Jahren eingeimpft, dass die Frauen (durch sie natürlich) extrem benachteiligt würden, sodass viele allmählich nur noch mit schlechtem Gewissen durch die Gegend laufen
das klassische Rollenbild des "Ernährers und Familienvorstands" gibt es nicht mehr, sodass Männer praktisch keine "unersetzliche" Funktion mehr haben in der Familie
bei uns in der Fabrik war es für angehende Ingenieurinnen IMMER erheblich leichter, einen Praktikumsplatz oder Job zu bekommen als für ihre männlichen Pendants

Hat zwar mit Deiner Frage nicht sooo viel zu tun, aber ich fühle mich in Autohäusern benachteiligt. Man spricht dort grundsätzlich nur mit meinem Mann (wenn er dabei ist) und geht davon aus, dass ein kleines Auto automatisch für mich sein muss. Als Studentin, so mit 23, ist es mir sogar schon mal passiert, dass man mich komplett ignoriert hat, obwohl ich ernsthafte Absichten hatte, ein nagelneues Auto zu kaufen. Auf Nachfrage hat sich ein Verkäufer mit meinem Anliegen beschäftigt, aber mir nie ein Angebot geschickt. Das war bei Opel und ich habe mir damals geschworen, mir NIE einen Opel zu kaufen.

Bei technischen Fragen wird man oft als wenig kompetent eingestuft. Bei wirtschaftlichen Sachen (Einkauf, Büro, Geld ...) wird im Gegenzug erwartet, dass man sehr gut Bescheid weiß
Knowledge am 1. November 2007 17:16 Und wo ist das das Problem? Bei Männern ist es dann ja genau umgekehrt (was mag man wohl von einem Wirtschafts-Ingenieur wie mir erwarten?)...Hmmm...

Diese Erfahrung habe ich noch überhaupt nicht gemacht... ich wurde schon Gemobbt und Fertiggemacht, auch Ausgelacht, aber nie aufgrund meines Geschlechts. Ich habe bisher eher die Erfahrung gemacht, das einem als Frau vieles leichter gemacht wird. Man bekommt viel eher Hilfe und Unterstützung als ein Mann. Und auch in dem Gewerbe in dem ich arbeite ist es eher ungewöhnlich, das ein Mann da besser bezahlt wird, als die Frauen... Obwohl ich weiss, das es in anderen Betrieben, in anderen Branchen so ist.
beim urulogen kriegt man nie einen termin...
spass beiseite. ich finde frauen haben sich weitgehend in allen berufsfeldern etabliert.