Einer meiner Freunde redet ständig vom Auswandern. Dabei hat er nicht mal eine abgeschlossene Ausbildung (KFZ-Mechaniker abgebrochen). Gibt es überhaupt ein Land, in das er so reinkommen würde?
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In Amerika zum Beispiel. Man gilt ja dort schon als "ausgebildet", wenn man einen Crash-Kurs bekommen hat. Da ist es aber auch üblich, dass man morgens Eis verkauft und nachmittags Raketenteile zusammenschraubt.

Vielleicht kann man in Osteuropa als Deutscher irgendwas bekommen.

Kann ich mir nicht vorstellen. Was will er dem Auswanderungsland denn bieten? Aber so wie Du die Frage stellst, habe ich den Eindruck, dass er das Schlaraffenland sucht. Das gibt es aber leider nur im Märchen.
in den meisten Ländern gibt es gar keine berufliche Ausbildung, sondern höchstens eine Firmenspezifische Ausbildung. Die Chancen sind also gar nicht so schlecht. Deutschland bildet in der Berufsausbildung eher eine Ausnahmestellung. Deshlab sind in Deutschland ausgebildete Kräfte weltweit gefragt
kann den freund schon verstehen, halte das deutsche ausbildungssystem auch fuer ueberaltert und rausgeschmissene zeit.
allerdings gibt es ohne irgendwelche ausbildung nirgends etwas.

In den USA sind die Menschen nicht so zettelgläubig wie bei uns.
Da dürfte er eine Chance haben, hat dann allerdings auch harte Konkurrenz durch die vielen anderen illegalen und unqualifizierten Einwanderer.
Dürfte schwierig werden, weil niemand - auch im Ausland nicht - ohne Geld, Wohnung, usw. auskommt.

Der Frage nach zu urteilen ist bereits die Motivationn zum Auswandern die falsche. Wer in Deutschland keinen Job findet, wird das ohne Berufsausbildung (und vermutlich auch ohne großartige Sprachkenntnisse) erst recht nicht woanders schaffen. In anderen Ländern stehen einem ganz andere Hürden bevor. Kaum ein anderes Land hat z.b. so ein "sicheres" Sozialsystem wie DE, die USA schon gleich mal gar nicht. Also bitte lieber 5 mal drüber nachdenken, warum und wohin man gehen will. Ein Plan ist immer besser als die spätere Planlosigkeit in einem anderen Land.
Naja..im Prinzip hast du Recht..in den USA gibts kein klassisches Ausbildungssystem,wie es das in D gibt. Dort gilt: Jemand,der sich den Job per Learning-by-Doing beigebracht hat,ist genausoviel wert wie jemand,der den Job in einer "richtigen" Ausbildung gelernt hat. Letztendlich zählt,was die Person praktisch beherrscht,nicht was er in Schriftform nachweisen kann. Soviel zur Theorie. Praktisch ist es in den USA aber so,daß man als Ausländer mit "Normalberufen" kaum Chancen hat,über ein Arbeitsvisum (ich spreche nicht von der Greencard!) einen Job zu kriegen. Denn dazu muss der Arbeitgeber nachweisen,daß kein Amerikaner den Job machen kann. Sprich:Der Chef muss nachweisen,daß er gewisse Eigenbemühungen erbracht hat,die keinen Erfolg hatten (Jobinserate, Probearbeit von Amerikanern usw). Auch bei seltenen Berufen ist es nicht unbedingt einfacher: Denn dann argumentieren die Behörden,daß sie ja einen Arbeitslosen mehr auf der Backe haben,wenn der Arbeitgeber Pleite geht. Oder zusammengefasst gesagt: Man muss möglichst einen normalen Beruf,aber mit speziellen Qualifikationen haben,die andere nicht haben. Klingt kompliziert,ist es auch.