Frage von Kaffeemann88, 15

In welchen Fällen kann der Arbeitgeber nach PZ hier kündigen?

(Betrieb hat mehr als 10 Arbeitnehmer)

Mich interessiert wann der AG kündigen kann nach der Probezeit.

Einmal Betriebsbedingt. Muss er das irgendwie nachweisen, oder kann jeder AG um es sich einfach zu machen nur "Betriebsbedingt" rein schreiben, obwohl dies nicht stimmt, und kommt im Endeffekt damit durch ?

Personenbedingt Heißt dies, wenn der AN einfach die angeforderten Arbeiten nicht verrichten kann weil seine geistigen und körperlichen Voraussetzungen zu niedrig sind ? Muss sich das der AG nicht vorher überlegen ? Wir sind immer noch nach der Probezeit. Wird da auch nachgehakt vom Arbeitsamt was die wirklichen Gründe dahinter sind, und muss in dem Fall auch detailliert beschrieben werden, warum man darauf kommt Personenbedingt zu kündigen ?

Verhaltensbedingt Fällt darunter vor allem Dinge wie Mist bauen, zu spät kommen, Beleidigen, oder noch was anderes ?

Ich frage, da Ich den Eindruck habe, dass schon heftige Vorfälle eintreten müssen an denen man zu 90% selbst Schuld ist, um tats. gekündigt zu werden. Wenn ich das richtig sehe, könnte man wenn man wollte für immer bei einem Arbeitnehmer bleiben wenn dieser nicht Pleite macht o.Ä..

Oder sind das alles nur Theorien und man kann i.d.R. sagen dass jeder AG einen AN wegbekommt wenn er nur wirklich will...

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Mikkey, 5

Eine betriebsbedingte Kündigung ist nur möglich, wenn es wirklich wirtschaftlich erforderlich ist, einen Teil der Arbeitnehmer zu entlassen. Davor stellt das Gesetz einige Hürden (z.B. Sozialplan Abstimmung mit der Arbeitsagentur...)

Eine personenbedingte Kündigung wird vor dem Arbeitsgericht in der Regel mit einer Abfindung enden (z.B. wegen der von Dir angeführten Argumente). Allenfalls bei sehr vielen krankheitsbedingten Fehlzeiten oder geistigem/körperlichem Abbau könnte das glatt durchlaufen.

Antwort
von RoCMu, 6

Ganz unjuristisch: Für einen Arbeitgeber gibt es durchaus Mittel und Wege. Gehen wir jetzt einmal von der Legalität aus, ist es dennoch kein einfacher weg. Lass es mich so sagen: Je größer das Unternehmen und desto einfacher gelagret die Arbeit, desto schwieriger wird es für den Arbeitgeber. Zu den einzelnen Kündigungsründen kann ich an dieser Stelle keine Stellung enhemne, die 1256 Seiten willst Du nicht lesen.

In der Praxis kommt am ehesten die betriebsbedingte Kündigung vor (ist kein Kündigungsgrund greifbar) und auch die ist schwierig zu begründen. Natürlich kann ein Arbeitnehmer sich auf den Punkt stellen, dass er immer da bleiben will. Lass es mich so sagen: Auch Arbeitszeit ist Lebenszeit und manchmal macht es einfach Sinn einen Schlußstrich zu ziehen und sei es mit einem golden handshake.

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