Frage von lin4000, 109

In welchem Maß hat man die Sucht nach dem Rauchen im Griff?

Hey, ich bin 15 und würde gerne öfter mit Freunden ein paar Zigaretten rauchen und mache das auch öfter. Mir ist klar das es immer gefährlich ist süchtig zu werden und deshalb nehme ich mir oft vor mal 4 Tage oder 2 Wochen, immer unterschiedlich nicht zu rauchen. Ich wollte fragen in welchem Maß es relativ ungefährlich ist nicht stark abhängig zu werden, und ob die Entzugserscheinungen schwacher sind wenn man wenig raucht. Also was würdet ihr Vorschlagen in welchen Abständen und in welchem Maß ich die Sache noch im Griff hätte?

Antwort
von Suboptimierer, 38

Zigaretten werden nicht ohne Grund erst ab 16 verkauft. Gerade im pubertären Alter besteht ein enormes Suchtrisiko. Frag mal erwachsene Raucher, wann die das Rauchen angefangen haben.

Der Grund ist, dass dein Umfeld dich unter Druck setzt und du nicht aus eigenem Antrieb anfängst. Also ist es schwer, aus eigenem Antrieb aufzuhören, weil du den äußeren Antrieb nicht abstellen kannst. Das geht solange, bis die Sucht groß genug geworden ist, dass der äußere Einfluss keine Rolle mehr spielt

Das hört sich sehr idealistisch an, aber deine Freunde haben dich als Nichtraucher zu akzeptieren.

Fang damit nicht an. Gerade in jungen Jahren braucht man doch immer Geld, Geld, das man sinnvoller ausgeben könnte.

Antwort
von PeterKremsner, 48

Das kann man so nicht sagen, eine Sucht entwickelt sich schleichend und es gibt keine klare Grenze wo sie beginnt und wo nicht.

gerne öfter mit Freunden ein paar Zigaretten rauchen 

Man kann dieses gerne, also das implizite Verlangen nach mehr und dass man es gerne tut, bereits als Beginn einer Sucht werten. Natürlich hängt das stark von der Einzelperson ab.

Aber kurz gesagt, nein so etwas wie eine Mindestdosis mit der man nicht süchtig werden kann gibt es nicht.

Was die Entzugserscheinungen angeht sind die bei Nikotin, außer bei starken Rauchern, nicht körperlich sondern psychisch und die können sich bei geringen Dosen genau so ausbilden wie bei hohen.

Expertenantwort
von RayAnderson, Community-Experte für rauchen, 10

Hallo,

das Problem mit herkömmlichen Zigaretten ist, dass man anfangs nicht erwartet süchtig zu werden.

Auch wenn Du nicht zu dem Menschen gehören solltest, die für ein Suchtverhalten anfällig ist, ist es in der Regel nur eine Frage der Zeit, bis auch Dich die Sucht ereilt.

Sobald Du erstmalig darüber nachdenkst gerne eine Zigarette rauchen zu wollen, sind die ersten Symptome einer Sucht bereits vorhanden.

Von herkömmlichen Zigaretten geht ein extremes Suchtpotential aus. Das ist durchaus gewollt. Schließlich beschehrt es der Tabakindustrie dadurch oft jahrzehntelange, treue Kunden.

Sobald die ersten Symptome einer Sucht vorhanden sind, wird es auch nicht bei 1 oder 2 Zigaretten bleiben. Es wird dann auch nicht dabei bleiben nur alle paar Tage zu rauchen. Das ist leider so bei Zigaretten.

Kein Raucher fängt mit einer Schachtel pro Tag an. Gute Vorsätze sind schnell beiseite geschoben.

Denke nicht, weil Du aktuell keine Schädigungen verspürst, dass es nicht so schädlich sein kann. Die Gesundheitsschäden stellen sich erst später ein. Es ist ein schleichender Prozess.

Es liegt mir fern Dich zu belehren. Es sind Fakten und eigene Erfahrungswerte.

Meine Empfehlung: Höre auf und stelle das Rauchen komplett ein, solange Du noch kannst.

Gruß, RayAnderson  😏

Expertenantwort
von kami1a, Community-Experte für rauchen, 3

Hallo!

Ich wollte fragen in welchem Maß es relativ ungefährlich ist nicht stark abhängig zu werden, und ob die Entzugserscheinungen schwacher sind wenn man wenig raucht.

Das ist individuell und so nicht zu beantworten. Das Nikotin von Zigaretten sorgt bei Rauchern für einen kurzen Glücksrausch in Gehirn. Doch schnell führt der angenehme Rausch in die Abhängigkeit und der Körper verlangt regelmäßig nach dem Nervengift.  

Manche werden von der 1. Schachtel süchtig und andere nie. 

Ich wünsche Dir alles Gute.

Antwort
von Azrael13, 25

Rauchst du denn wenn du auch alleine bist? Derzeit klingt es eher nach dem typischen Entwicklungsschritt etwas zu tun was eigentlich nur Erwachsene dürfen (ist im Teenage-alter normal).

Zur Suchtfrage: Alle Suchtmittel können schon beim ersten Konsum eine Sucht verursachen, ebenso wie schon die erste Zigarette Krebs auslösen könnte. Bei beidem gilt: Je mehr du Rauchst, desto wahrscheinlicher ist es, dass du eine Sucht entwickelst.

Eine Sucht nach Substanzen ist immer das Unwohlsein wenn diese Substanz nicht in genügender Masse vom Körper wahrgenommen wird. Fühlst du dich nach zwei Wochen Psychisch unwohl wenn du nicht geraucht hast? Gratuliere, dann bist du Süchtig (psychische Abhängigkeit). Fängst du vielleicht an zu zittern weil du eine Zeit lang nicht geraucht hast, oder kommst ins Schwitzen? Das ist dann die körperliche Abhängigkeit.

Eine Sucht ist immer etwas, dass man zwar Unterdrücken, aber nie komplett unter Kontrolle bekommen kann. Das Risiko einer Sucht hast du immer, wenn du ein Suchtmittel konsumierst, egal wie oft.

Ps: Ich persönlich bin Punk und seit einiger Zeit komplett suchtmittelfrei (sogenanntes "Straight Edge"). Rauchen finde ich persönlich extrem uncool und ist für mich auch ein Grund einem Mädchen einen Korb zu geben wenn diese auf mich steht. Nur falls du glaubst es lässt dich irgendwie cooler oder erwachsener wirken (was ich nicht hoffe)

Antwort
von Tastenheld, 25

Die Sucht fängt da an, wo eine geistige Abhängigkeit geschaffen wird. Wenn du sagst du hast Lust mit deinen Freunden zu rauchen, bist du schon bereits abhängig. Genauso wie du sagst, dass dir das Rauchen schmeckt.

Wenn du körperliche Entzugserscheinungen spürst, ist es schon zu spät um umzukehren. 

Antwort
von Rotrunner2, 12

Garnicht, die Seiten hier sind voll von Leuten die angeblich sich das Rauchen nicht abgewöhnen können und tausende von Gründen aufführen. Aber nicht einen benennen können, warum sie es tun können. Also komplett abhängig und willenlos.

"Es ist leichter der Begierde zu entsagen, als in ihr Maß zuhalten."                - Friedrich Nietzsche -

Antwort
von Lance3015, 15

viele rauchen ja mal hin und wieder ne kippe ohne dass sie wirklich als raucher bezeichnet werden können. ich könnte das gar nicht, da gibts entweder paar schachteln die woche oder gar nicht. es ist bei jedem anders. ob dus im griff hast solltest du selbst ehrlich zu dir selbst beurteilen können. du musst selbst merken, wenn es wirklich nötig ist, und wann du einfach aus "bock" und langweile halt eine rauchst, weils so das beste ausm moment macht.
wenn du mit freunden hin und wieder mal rauchst hastes ja eigtl im griff. wenn du ständig kippen bei dir haben musst, und jede gelegenheit ausnutzt um eine kippe zu genießen, so geil es auch scheinen mag, iwie isses ja gar ned so geil. ka.
selbst wenn dus nicht mehr im griff haben solltest, n paar jahre übertreibst mit dem rauchen und es dann endlich schaffst aufzuhören, selbst dann sind das erfahrungen aus denen du nur lernen kannst ^^

Antwort
von Dackodil, 17

Eine Sucht hat man nicht im Griff. Das ist ja das Wesen der Sucht.

Die Sucht hat dich im Griff und zwar grade bei Nikotin schneller als du denkst.
Das Suchtpotential wird mit dem von Heroin verglichen.

Antwort
von tachyonbaby, 17

Das kommt darauf an... Nach 6 Raucherjahren bin ich von knapp 2 Schachteln pro Tag von heute auf morgen auf Null runter. Ich hatte an keinem Tag körperliche Entzugserscheinungen; einzig: Ich wußte mit meinen Händen nicht wohin, bis ich mir angewöhnt hatte, meine Hände bewußt ruhig zu halten.

Bereits am 1. Tag meiner jetzt 35 Nichtraucherjahre wußte ich, daß ich nie wieder Gefahr laufe mit dem Rauchen anzufangen. Wenn mir heute Leutchen mal eine Zigarette aufnötigen, dann kann ich die rauchen und frage mich, was ich jemals daran gefunden habe.

Antwort
von shapre, 4

Du bist gerade dabei zu einem süchtigen Raucher zu werden. Mach ruhig weiter so. Herzlichen Glückwunsch.

Antwort
von Bockwurstboy, 26

Du bist bereits süchtig

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