moccajoghurt am 26.07.2009 um 19:09 Uhr
Ein Gegenstand kann in der Theorie ja unendlich klein sein. So klein, dass wir ihn selbst mit dem besten Mikroskop nicht sehen könnten. Ist es nicht möglich, dass es in diesen unendlichen kleinen Verhätlnissen auch ein Universum gibt, in dem ebenso viele unendlich kleine Existenzen sind?
Ist unser Universum vielleicht auch nur ein winziger Krümel in einer unendlich großen anderen Welt?

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Der Ansatz ist schon falsch. :-) Es gibt nichts unendlich Kleines. Die Quarks sind nach unserer Erkenntnis die kleinsten Teilchen.
Und auch wenn sie es nicht wären, ist der "Mikrokosmos" nicht mit dem "Makrokosmos" zu vergleichen. Diese vermaledeite Wortschöpfung führte zu dieser laienhaften Annahme, sie hätten etwas miteinander zu tun oder seien sich ähnlich.
Die Komplexität nimmt "nach innen hin" extrem ab. Haben wir in unserer sichtbaren Welt noch hunderte von Elementen, welche tausende von Verbindungen herstellen, so gibt es auf atomarer Ebene gerade noch eine Handvoll unterschiedlicher Teilchen, und diese sind gerade mal aus vier unterschiedlichen Quarks zusammengesetzt.
Ein Atom sieht auch nur "auf den ersten Blick" ähnlich aus wie eine Sonne mit Planeten. Denn die Elektronen umkreisen den Atomkern nicht auf einer festen Bahn, sondern schwirren recht ziellos darum herum. Die in alten Atommodellen gezeigte "Umlaufbahn" ist lediglich eine Vereinfachung und stellt die Gegend dar, in der die Elektronen am häufigsten "anzutreffen" sind.
Wer sich mit Physik und besonders Atomphysik ein wenig auskennt, der kommt im Leben nicht auf die Idee, es könnte wirklich "Mikrowelten" geben. :-)
Mein Tip: Lesen bildet.

Seitdem wir wissen, dass unsere Welt im Kleinen aus "Quanten" besteht, können wir den Begriff "unendlich" im Zusammenhang mit dem Aufbau der Materie streichen. Es reicht also, wenn wir uns nach Einstein mit der (sehr fraglichen) Unendlichkeit des Universums bzw. der (fraglichen?) Unendlichkeit menschlicher Dummheit beschäftigen.

Hab ich auch schon mal drüber nachgedacht ... theoretisch fällt ja auf, dass der Aufbau des "grossen" Universums" im Prinzip den klein(st)en Teilen (wie z.B. dem Atom, mit dem positronischen Kern und den zirkulierenden Elektronen) ähnelt ... ist wie ein Sonnesystem im Kleinen, aber rausfinden kann man das (noch) nicht ... vielleicht ist das wie in MIB 1, wo unser Weltall nachher nur Spielzeug in den Händen komischer Aliens ist? Witzige Vorstellung ...
Draschomat am 27. Juli 2009 12:06 lol, das Ende von MIB I ist genial gemacht und regt zum Nachdenken an. :-P

Ich liebe solche Spekulationen. :-P Im Grunde kann man alles behaupten, viel kann auch logisch und plausibel erscheinen, aber herausfinden werden wir es wohl nie. ;-)

1:1 oder nicht?
Gebruenn am 26. Juli 2009 19:11 zuviel MIB gesehen,he ?

Sehr oft diskutiert und immer spannend. Ich empfehle die Lektüre des Romans von Richard Matheson" Die unglaubliche Geschichte des Mr.C" ;im Original"The Shrinking Man",in dem es um ähnliche Fragen geht. Übrigens kann ja schon ein Wassertropfen unterm Mikroskop ein ganzes Universum sein...

Richtig. Unser Universum ist ein Mikrokosmos. In Wirklichkeit sind wir Mikroben, die in einem riesigen Meer voll Dreck unter dem Fingernagel einer anderen, noch viiiel größeren Kreatur, leben.
Es ist natürlich eine ganz interessante Frage. Je mehr ich darüber nachdenke umso kleiner fühle ich mich. Die Erklärung vom Atommodell hatte ich auch schon und wahrscheinlich die ganzen AstroPhysiker die es gibt. Alles bewegt sich von uns weg nur sind wir nicht das Zentrum des Urknalls (falls es einen solchen gegeben hat ) Wob aber dieser Zentrum ist kann auch nicht festgestellt werden. A Jedoch kommt auch bei mir immer eine Frage auf, wieso ist das Universum so gross oder wesshalb sind wir so klein, wo kommt die ganze Vielfalt von Energien im Universum her, was ist eigentich das Universum. Ist es nicht ein riesiges Atom und Teil irgendeines Stoffs von dessen Grösse wir keine Vorstellung haben. Ist es nicht wie wenn man inmitten 2er Spiegel steht und sich sozusagen unendlich mal sehen kann, wenn nicht eine Krümmung da wäre. Das Universum wird auf jeden Fall das grösste Rätsel de Menschen auf ewig bleiben. Schon alleine das für uns sichtbare am weitesten entfernte Licht was 13,5 Milliarden Jahre braucht um uns zu erreichen ist von der Entfernung her so weit weg dass, wenn der Mensch jemals soweit reisen könnte und das bei Lichtgeschwindigkeit (ca. 300000 km/s) und bei duerchnittlichem Alter von 100 Jahren, bräuchte es 135000000 Generationen von Menschen bis man dahin gelangen würde wo man heutzutage noch ein Lichtlein sehen kann. Unvorstellbar! Und das gibt es jeweils in alle Himmelsrichtungen. Schon komisch wenn wir eines Tages herausfinden würden dass wir versuchen aus einem einzigen Atom rauskukken zu wollen. Welch grosse Enttäuschung. Man würde sich plötzlich fragen, welche Halbwertszeit hat unser Universum? Kommt die Energie in unserem Universum zustande duerch die Kohäsionskräfte der viele Atome(inclusif unser Atom) die Bestandteil sind eines Stück Eisens, Stein, oder irgend ein anderes Material. Versuchen wir in die falsche Richtung zu kukken. Müsten wir nicht versuchen Atome oder deren Inhalte noch grösser darzustellen um zu sehen was sich wirklich im ganz kleinen abspielt. Vielleicht wären wir in der Richtung schneller am Ziel? Auf jeden Fall würde ich glücklich sterben wenn ich in meinem Minileben von vielleicht nur 100 Jahren eine Antwort auf diese Fragen bekäme, und mit der Meineung stehe ich wahrscheinlich nicht alleine da. Viel Spass noch bim Nachdenken
Anmerkung: Die allgemein bekannten Elementarteilchen sind sogar aus nur 2 Quarks zusammengesetzt, alle überhaupt bekannten Teilchen aus insgesamt 6 verschiedenen Quarks. Von Komplexität, wie sie zur Ausbildung eines "Kosmos" nötig ist, kann auf der Ebene also keine Rede sein.