Frage von SmartOrange, 74

In welchem Falle braucht ein Patient die Einverständnis eines "Betreuers" für einen operativen Eingriff?

Hallo,
Eine wichtige Person lag seit längerer Zeit im künstlichen Koma (mit Propofol) . Da die Patientin älter ist, haben die Ärzte Angst sie eigenständig aus dem Koma zu lassen, da durch die Enzelopathie die Ärzte nicht den Ausmaß der Schäden aufs Gehirn einschätzten können.
Es besteht eine Gefahr des Erstickens.

Die Ärzte boten an, eine Tracheotomie durchzuführen.

Nun wurde unsere Familie gefragt, wer der Betreuer für die Person ist, da die Person im künstlichen Koma (selbstverständlich) nicht für sich selbst sprechen kann.

Wir wundern uns nun, warum die Ärzte gerade jetzt uns danach fragen?

Die Person hatte schon etliche Operationen und es wurde noch nie nach einem Betreuer gefragt.

Wir haben Angst, dass uns etwas verheimlicht wird. Wann braucht ein Patient einen Betreuer?

Antwort
von pilot350, 45

Ein Betreuer wird vom Betreuungsgericht bestellt wenn eine Person nicht mehr selbst in der Lage für sich selbst zu sorgen oder Entscheidungen zu treffen. Die Betreuung ist auch genau festgelegt, es können Teilbetreuungen sein oder eine Vollbetreuung. Ein Betreuer z.B. der nur über die finanzielle Situation die Betreuungsvollmacht erhalten hat, darf über gesundheitliche Angelegenheiten keine Entscheidungen treffen.

Antwort
von Qwento, 40

Die Ärzte brauchen eine Einverständniserklärung bevor sie einen Eingriff tätigen dürfen. Da die Patientin selber nicht dazu in der Lage ist und anscheinend keine Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügung hat, müssen die nächsten Verwanten (Ehemann, Kinder) diese Entscheidung treffen. Das hat nichts mit Verheimlichung zutun.

Ich hoffe ich konnte Helfen.

Antwort
von Carlystern, 27

Als Betreuer zählen in erster Instanz die Engsten Verwandten. Bei Kindern sind es die Eltern. Auch für Eltern deren Kinder. Sollte keine bezugsperson mehr vorhanden sein da verstorben somit stellt das zuständige Gericht einen Betreuer. Die Ärzte verschweigen nichts, jedoch brauch man für jeglichen Eingriff am Körper, dazu zählt auch der luftrohrenschnitt eine schriftliche Zustimmung. Sonst wäre es Körperverletzung. Daher auch die Frage.

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