In welchem Fall ist Zwingerhaltung von Nutzen?

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11 Antworten

Hallo,

pauschalisieren kann man das nicht - meiner Meinung nach. In Ländern wie Deutschland sehe ich da kaum einen Nutzen drin. Ausnahmen mögen Tierheime sein, da ansosnten eine Aufnahme einer derart großen Hundeanzahl nicht möglich ist.

Eine kurzzeitige Verbringung im Zwinger kann bei Diensthunden von Nutzen sein, da es dort durchaus Vertreter gibt, welche auf Besuch o.ä. doch leicht unentspannt reagieren. Wenn Hunderudle gehalten werden (und wer macht das hier schon), finde ich eine Haltung auserhalb der Menschenfamilie nicht so tragisch, vorausgesetzt die Anlage ist groß genug.

Viele Jäger oder "Hundesportler" halten ihre Tiere leider immer noch im Zwinger, und zwar in denen die man gerade den Mindestvorausetzungen entsprechen. Aber das sind dann ja auch "richtige" Hunde und "richtige" Hundeführer^^ Habe mich letztens mit so einer Gruppe auf dem HuPla unterhalten. Schäferhunde können nicht in der Wohnung gehalten werden, üden muss man trennen sonst zerbeißen die sich und und und. Ich bin dann mit meinen Rüden eine Stunde mitgelaufen und dann wieder nach Hause gefahren. Ich wurde mehrmals drauf angesprochen, was mein Hund doch schön laufen würde und wie gut er auf mich achten würde. Der würde bestimmt eine "strenge Hand" brauchen. He, he, nicht ohne Grund nennt mein Pa den einen "Mädchenhund", der pennt neben mir und war in seinem gesamten Leben noch nie in einem Zwinger untergebracht.

Privatleute die ihren Hund asu bequemlichkeit oder veraltetem Wissen immer im Zwinger halten, kann ich nicht nachvollziehen. Aus Sicherheitsaspekten (Diensthund, Quarantäne) eine kurzfristige Unterbringung, bei anderen Gegebenheiten (Schlittenhunderudel) oder aus Tierschutzgründen (Tiereheim), ist es aus meiner Sicht legitim

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ich kenne einige Hofhunde, die tagsüber im Zwinger leben. Diese sind meist scharf und haben einen starken Verteidigungsdrang gegenüber ihrem Territorium (was bei einem Hofhund ja auch Sinn der Sache ist). Diese Hunde haben meist nur eine oder zwei Bezugspersonen, auf die sie hören. Tagsüber zeigen sie durch Bellen an wer kommt, nachts dürfen sie dann meist raus aus dem Zwinger. 

Ein Bekannter von mir hat seine zwei Hunde im Zwinger am Tag, weil viele Kinder auf seinem Hof sind und es zu gefährlich wäre die Hunde da rumrennen zu lassen. Sie würden schlichtweg jeden stellen, der auf den Hof kommt und nicht zur Familie gehört. Die Hunde sind in ihrem Zwinger glücklich, denn sie bekommen mit was so passiert, wer kommt und geht usw., im Haus waren sie immer unruhig weil sie nicht mitbekommen haben was vor sich geht. Nachts hüten sie Haus, Hof und Vieh. Nachdem sich ein Pferderipper an zwei der Pferde vergriffen und sie schwer verletzt hat passen die Hunde auf und seitdem ist auch Ruhe. Der klassische Hofhund eben. Sind übrigens zwei Bullterrier, nette Hunde aber wachsam und zu allem bereit. 

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Kommentar von Berni74
09.07.2016, 12:46

Wie Du schon schreibst - sie sind zu zweit. Dann haben sie also immer einen Sozialpartner. Find ich gut.

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Zwingerhaltung ist in gar keinem Fall von Nutzen, da sie nicht artgerecht ist.

Hunde sind hochsoziale Wesen, die zwingend Sozialpartner brauchen. Das sind wir Menschen, andere Hunde oder bei Herdenschutzhunden andere Tiere (Schafe zum Beispiel).

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Kommentar von skydram
09.07.2016, 11:35

Wenn Ein Rudel in einem Zwinger gehalten sind ist es artgerechter als das Haus...
Mal abgesehen ist zb. Getreide nicht umbedingt artgerecht

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Kommentar von friesennarr
09.07.2016, 12:54

Zwingerhaltung kann durchaus von Nutzen sein - kommt wirklich auf die Situation an, wobei ich dir zustimme, das man einen Hund alleine nie in einen Zwinger sperren sollte.

Alle Zwingerhaltungen die ich kenne ob Bauernhof, Suchhunde usw. sind niemals nur ein Hund. Das sind immer mehrere Einzelzwinger oder Gruppenzwinger zusammen. Somit ist diese Haltung durchaus auch Artgerecht, solange die Arbeit und die Auslaufzeiten ca. 6 bis 8 Stunden am Tag ausmachen.

Wir Menschen sind nur annähernd ein Ersatz für andere Hunde, ein echter Sozialpartner können auch wir nicht sein

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Meiner Meinung nach bringen Zwinger nicht viel. Wir hatten mal vor langer Zeit eine Art Zwinger ABER, der war aus Stoff und glich mehr einer großen Box für Hunde. Außerdem, haben wir diesen nie geschlossen, sondern stets offen gelassen. War an Silvester für die Hunde sehr praktisch, weil sie sich dort drin wohl gefühlt haben.

Einer meiner Hunde wurde, bevor wir ihn bekommen haben, 8 Jahre lang (!!!) nur im Zwinger gehalten. Es war natürlich ein riesiger Zwinger, aber ihr könnt euch ja gar nicht vorstellen, wie verstört der Hund bei uns angekommen ist. Selbst jetzt, nach dem wir ihn bereits zwei Jahre haben, hat er oft noch Angst vor uns. Zwinger sind in meinen Augen mittlerweile also Tierquälerei. Unser Hund hat sehr daran gelitten. Natürlich kann man Zwinger auch anders verwenden, aber ich habe einen Hass gegen sie entwickelt.

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Kommentar von netflixanddyl
09.07.2016, 11:30

Er hat Angst vor euch? Wie geht ihr damit um?

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Kommentar von Berni74
09.07.2016, 11:52

Wir hatten mal vor langer Zeit eine Art Zwinger ABER, der war aus Stoff
und glich mehr einer großen Box für Hunde. Außerdem, haben wir diesen
nie geschlossen, sondern stets offen gelassen.

Das ist kein Zwinger, sondern eine Hundebox. Das ist ein himmelweiter Unterschied. ;-)

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Ich persönlich halte nichts von Zwingern, da die Hunde häufig auf kleinem Raum eingesperrt sind, auch wenn sie ihren Auslauf bekommen. Häufig werden Hunde dann aggressiv. Kommt aber auch auf die Rasse an, bei Familienhunden würde ich das nicht machen.

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Kommentar von netflixanddyl
09.07.2016, 11:29

Welche Rassen werden/könnten denn dann aggressiv werden?

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Kommentar von Berni74
09.07.2016, 11:50

Die Hunde werden nicht aufgrund des kleinen Raumes aggressiv, sondern weil viele Zwingerhunde schlecht sozialisiert sind.

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Es kommt auf die Rasse drauf an! Wir halten in Norwegen Husky's die leben in Zwingeranlagen, bzw. nur wenn sie Krank sind, sonst leben sie in einem Gehege welches über 4 Hektaren gross ist, und werden Täglich mit Schlitten bewegt.
Die Huskys fühlen sich im Haus gar nicht wohl weil sie für draussen gemacht sind, und wenn man sie jetzt nach drinnen holt, können sie bei langen Touren krank werden, wenn sie dann draussen schlafen müssen.
Für mich ist Zwinger nur gut, wenn die Hunde einen grossen Zwinger haben, mindestens zu zweit gehalten sind, und ihre Aufgaben haben. Zb. Diensthunde oder sowas.

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Kommentar von Berni74
09.07.2016, 11:46

sonst leben sie in einem Gehege welches über 4 Hektaren gross ist,

Genau das meinte ich. :-) Allerdings ist auch das nicht das, was ich unter "Zwingerhaltung" verstehe.

Zwingerhaltung ist für mich ein max 6 qm großer Hundezwinger, in dem ein Hund alleine leben muß und das nicht nur mal paar Stunden, sondern immer - Tag und Nacht (von Spaziergängen abgesehen). Das wäre in meinen Augen nicht artgerecht.

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Kommentar von skydram
09.07.2016, 13:25

Achso, das find ich auch nicht artgerecht!
Unsere Leben einen Tag in der Woche in kleineren Zwingern aber auch die sind grösser viel grösser als 6 quadrat meter.
Das ist auch nur wenn wir das ganze Gehege reinigen, und schauen ob alles in ordnung ist, und das braucht seine Zeit.
Sie sind aber auch im Zwinger wenn eine Hündin trächtig ist, oder einer zb. Eine Muskelzerrung hat!
Aber 6 quadrat meter ist meiner Meinung nach ein No go,

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Viele arbeitenden Hunde werden so untergebracht - manche Rettungshunde und Polizeihunde.

Auf manchen landwirtschaftlichen Betrieben sind Hunde teilweise in Zwingern.

Allerdings sind die lang nicht mehr so verbreitet, wie es früher war.

Besonders bei Hundestaffeln, kommen einzelne Hunde in den Zwinger, wärend man mit den anderen arbeitet.

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Kommentar von Berni74
09.07.2016, 10:35

Besonders bei Hundestaffeln, kommen einzelne Hunde in den Zwinger, wärend man mit den anderen arbeitet.

Das ist dann aber ja keine Zwingerhaltung im Sinne der Frage. Zumindest verstehe ich dies nicht darunter.

"Zwingerhaltung" bedeutet, daß der Hund sein gesamtes Leben im Zwinger verbringt.

Ihn nur mal da unterzubringen, während mit anderen Hunden gearbeitet wird, ist ja völlig ok. Andere haben ihre Hunde in der Zeit im Auto, in Boxen, in Biwaks oder angebunden im Wald (Rettungshundetraining).

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Kommentar von netflixanddyl
09.07.2016, 11:28

Nehmen viele Polizisten ihre Hunde nicht abends mit nach Hause? Oder lieg ich da falsch?

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Kommentar von HalloRossi
09.07.2016, 12:05

Natürlich geht ein Polizeihund abends mit zum Hundeführer nach Hause. Denn rein über den Gehorsam, ohne Bindung, würde keine Polizeihund mit vollsten Herzen arbeiten. Ein vorübergehendes unterbringen in einen Zwinger macht Hunden gar nichts.  

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Die Leute, die Zwingerhaltung so verschreien lassen ihre Hunde wahrscheinlich auch aufs Sofa 😂
Jetzt mal ehrlich... Hunde sind keine Menschen! Meine beiden (dt. Schäferhunde 7 und 2 Jahre alt) leben schon ihr ganzes Leben im Zwinger. Sie haben jeden Tag mehrere Stunden Auslauf und sind glücklich! Vor allem im Winter ist es ihnen im Haus sogar zu warm!
Es sind Tiere, man muss sie nicht vermenschlichen!
Unsere sind auch im Hundesport aktiv und ganz sicher nicht traumatisiert.
Außerdem ist es sehr viel entspannter, da sie viel zu groß sind, als dass man sie im Haus lassen könnte.
Es sind auch zwei Rüden, d.h. dass sie auch mal getrennt werden müssen und wir sie nicht alleine lassen wollen. Und das geht nur im Zwinger.
Also macht euch mal nicht ins Hemd, Hunde werden nicht "gestört" weil sie im Zwinger gehalten werden.

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Kommentar von netflixanddyl
09.07.2016, 12:37

Also leben sie zusammen in einem großen Zwinger oder getrennt?

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Kommentar von BrightSunrise
09.07.2016, 12:44

Ja, mein Hund kommt mit auf das Sofa, sogar mit ins Bett. Für mich ist das nicht vermenschlichen. Wenn sie gerne aufs Bett möchte, dann darf sie, da hab ich nichts dagegen.

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Kommentar von Berni74
09.07.2016, 12:50

Ich find es traurig, wenn man zwei Hunde hat und diese trennen muß. Aber wo soll auch ein vernünftiges Sozialverhalten herkommen, wenn die Hunde mehr oder weniger auf sich alleine gestellt leben...Ich habe seit vielen Jahren 2 Hündinnen und mußte sie noch nie trennen. Sie leben seit eh und je mit uns gemeinsam in der Wohnung und dürfen übrigens nicht aufs Sofa. :-)

Achja... die Hunde sind groß, aber man kann auch zwei große Hunde in einer kleinen Wohnung halten. Ihr wißt gar nicht, was Euch entgeht. Es macht so viel Freude, mit den Tieren (denn ich gebe Dir Recht, man sollte sie nicht vermenschlichen) gemeinsam zu leben.

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Kommentar von julchenmary1999
02.08.2016, 22:05

die beiden sind in zwei Zwingern, aber können sich sehen. Bei zwei Rüden ist das Dominanz verhalten noch mal stärker ausgeprägt als bei Hündinen, wir können sie schon aus Sicherheitsgründen nicht alleine lassen. Die beiden sind abends immer bei uns und auch über dem Tag verteilt im Garten und Haus, uns entgeht in der Hinsicht nichts, dennoch ist es entspannter als wenn sie keinen eigenen Platz hätten

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Zwinger haben für mich nur Nachteile.

Hunde sind Rudeltiere und wollen bei ihrer Familie sein. Können sie es nicht sein, kann das zu psychischen Schäden führen.

Niemand, der seinen Hund liebt, hält ihn im Zwinger.

Grüße

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Kommentar von skydram
09.07.2016, 11:38

Wir halten 2 "Haushunde", und 25 Husky's
Die Huskys leben in Norwegen und leben in einem grosser Freigehege, und für sie ist es artgerechter!
Und zudem lieben wir unsere Huskys über alles!

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Kommentar von friesennarr
09.07.2016, 12:43

Es gibt sehr viel Zwingerhaltung, wo mehrere Hunde zusammen sind - ist das deiner Meinung nach dann auch nicht artgerecht.

Ich kenne eine Zucht, wo die Hunde abends in die Zwinger kommen - das sind aber 4 Hunde und ich kenne einen Landwirt, wo die Hunde abends in die Zwinger kommen.

Ich finde das absolut nicht schlecht - die Hunde sind ja zusammen. Einzelhaltung gibt es bei den allerwenigsten Zwingern.

Es gibt auch Menschen, die ihre Hunde nachts ihre Hunde in Transportboxen stopfen - das halte ich für weit schlimmer, als einen großen Zwinger. (Wie gesagt, wenn es eh mehrere Hunde sind).

Jemand hat Schlittenhunde bemerkt - da ist es sogar äußterst sinnvoll, das die nicht im Haus gehalten werden, sonst würden die die Kälte nicht mehr so gut verarbeiten.

Ich trenne durchaus zwischen Arbeitshund und Familienhund.

Ein Familienhund hat nichts im Zwinger zu suchen, ein Arbeitshund muß teilweise so untergebracht werden.

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Es kommt überhaupt nicht auf die Aufgabe an! Es ist ein Irrglaube, den Hundesportler und Jäger oft haben, dass der Hund, wenn er in einer Familie lebt, nicht mehr so exakt auf die Arbeitskommandos achtet. Viele Studien haben aber belegt, dass der Hund unmittelbar zwischen Arbeit und Freizeit unterscheiden kann, so dass man auch Arbeitsrassen problemlos im Haus halten kann! Also : es gibt keinen Grund. Ich habe Arbeitshunde, einen Zwinger haben die nie gesehen.

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Kommentar von skydram
09.07.2016, 11:37

Es gibt einen Grund Hunde im Zwinger zu halten.
Wir halten zuhause 2 im Haus, das ist auch kein Thema, aber in Norwegen leben die Huskys in einem grosser zwinger welcher eher einem Wolfsgehege gleicht

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Das würde ich nicht machen... klar er bekommt Bewegung usw aber Hunde sind rudeltiere! Und Zwinger in 99,9999 % der Fälle klein und dreckig

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