Frage von jovetodimama, 453

In welchem Alter würdet Ihr Euren Töchtern bzw. Euren Söhnen, erlauben, eine sexuelle Beziehung zu haben?

Und nach welchen Gesichtspunkten würdet Ihr Eure Entscheidung ausrichten? Wie wichtig sind für Euch als Eltern bei dieser Frage die körperliche und psychische Reife Eurer Kinder oder die Vorgaben der Religion, an die Ihr glaubt, oder das, was allgemein üblich zu sein scheint, oder das, was Eure Teenager wollen? Glaubt Ihr überhaupt, einen Einfluss darauf zu haben, wann Eure Kinder das "1. Mal" haben? Haltet Ihr es für denkbar, dass manche Jugendlichen dazu ermuntert werden müssen, "es" einmal zu probieren, und würdet Ihr Eure Kinder dann dazu ermuntern oder nicht? Wofür glaubt Ihr, muss man sich heutezutage als Eltern eher rechtfertigen: Dafür, dass die Kinder im Teenager-Alter noch keine sexuelle Erfahrungen haben (sollen), oder dafür, dass sie schon sehr früh welche haben (sollen)? Haltet Ihr die Aufklärung, die in den Schulden stattfindet, für gut bzw. für ausreichend für Eure Kinder?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Tasha, 208

Zunächst mal sollte man das Kind selbst aufklären, weil man nie weiß, ob und wann das in der Schule gemacht wird (es gibt auch Grundschulen, in denen so etwas versäumt wird).

Dann sollte man intensiv über Verhütung sprechen, auch wenn die Religion eigentlich frühen Sex verbietet, denn sicher ist sicher!

Rechtfertigen sollte man sich gar nicht! 

Wenn jemand nun gar keinen Sex möchte oder einfach keine Gelegenheit dazu bekommt, weil er keinen Partner findet, muss sich auf keinen Fall irgendjemand - weder derjenige, noch seine Eltern - dafür schämen oder gar rechtfertigen! Das geht auch keinen etwas an.

Wenn jemand früh Sex hatte, das aber wollte und auch als gut befunden hat, muss man sich ebenfalls nicht dafür schämen! Was "früh" ist, definiert sicher jeder anders. Für mich wäre 12 ein sehr frühes Alter, aber es kann trotzdem vorkommen und auch damit sollte man als Eltern rechnen. 

Ich würde meinen Kindern sagen, dass sie Sex haben dürfen, aber bitte in meinem Haus und in Ruhe (vs. irgendwo unter Stress, erwischt zu werden). Das würde ggf. die Möglichkeit eingrenzen, dass sie ausgenutzt werden oder schlechte Erfahrungen machen, die ihnen später zu schaffen machen. Auflage sollte immer Verhütung (Kondom!) sein. Ich würde einem Mädchen sagen, dass es jederzeit zu mir kommen kann, wenn es die Pille verschrieben haben möchte, denn wie gesagt, sicher ist sicher. Auch, wenn man als Eltern nicht möchte, dass "Kinder" so früh Sex haben, ist es doch besser, sie tun es sicher, verhüten, haben Zeit und Ruhe und man weiß, wo sie sind, als dass sie es heimlich, in Eile, irgendwo und ohne Verhütung machen!

In diesem Szenario sollte klar sein, dass im Falle des Falles das Kind auf seinem Zimmer mit dem Freund/ der Freundin in Ruhe gelassen wird, von Eltern und auch Geschwistern und das später nicht vor Geschwistern darüber geredet oder gar hergezogen wird (es sei denn, das betroffene Kind spricht das Thema selbst an).

Ich denke, der beste Einfluss, den man auf sein Kind haben kann, ist eine offene, vertrauensvolle Atmosphäre. Wenn das Kind weiß, dass es über Sex reden kann - auch über Zweifel, falsche Entscheidungen, Sorgen etc. - und dass es von den Eltern unterstützt wird, ist es viel zugänglicher, man kann als Eltern eher Bedenken äußern, die dann vom Kind oder Jugendlichen ernstgenommen werden. Sollte das Kind mal in den Brunnen gefallen sein, also früher ungeschützter Sex, möchte man als Eltern das doch schnellstmöglich erfahren, möchte nicht schimpfen, sondern der Tochter die Pille danach besorgen und sie emotional unterstützten (letzteres gilt auch für den Sohn).

Wenn man weiß, dass Kinder oder Jugendliche über Sex nachdenken, sollte man Tochter oder Sohn Kondome besorgen (und sicherstellen, dass sie wissen, wie man sie benutzt). Auch wenn man nicht möchte, dass sie Sex haben, möchte man doch viel weniger, dass sie ungeschützten Sex haben! Es geht ja nicht nur um Teenagerschwangerschaften sondern auch Ansteckungsgefahren! Man könnte auch ab einem gewissen Alter einen Punkt im Haus zum Stauraum für Kondome erklären, so dass das "Kind" sich im Notfall dort selbst bedienen kann.

Antwort
von MaraMiez, 162

Ich würde es meinen Kindern gar nicht erst verbieten...daher gibt es auch keinen Zeitpunkt, zu dem ich es erlauben müsste. Geht auch gar nicht. Man steht ja nicht 24/7 neben den Kind und hält die Hand dazwischen.

Ich würde meine Kinder rechtzeitig (also noch vor der Pubertät) entsprechend aufklären, mich dabei nicht auf die Schule verlassen, weil ich finde, dass das in erster Linie die Aufgabe der Eltern ist. Sobald ich merke, dass bei denen das Interesse am anderen (oder auch gleichen) Geschlecht besteht, würd ich ganz dezent nachforschen, ob wegen der Verhütung alles klar ist. Sex ist bei uns kein Tabuthema...wir reden da offen drüber, also hoff ich mal, dass meine Kids später wissen, dass sie, falls doch mal was unklar ist, zu mir oder meinem Mann kommen können und ich denen nicht den Kopf abreiße, mich über sie lustig mache oder ihnen erzählen würde, dass sie dazu noch zu jung wären.

Ich würd auch nicht hin gehen und z.B. zu meinem Sohn sagen "Na los, hol sie dir und dann rann an den Speck...das musst du mal probiert haben." Wieso auch...das müssen meine Kinder schon selbst wissen, wann sie das erste mal haben wollen.

Was meine Religion vorgibt (also wenn es das Regeln gäb, die das irgendwie einschränken), spielt dabei keine Rolle, weil ich die meinen Kindern nicht aufzwänge.

Meine Eltern haben das jedenfalls so bei mir gemacht und ich bin sehr selbstbewusst mit meiner Sexualität umgegangen. Soll heißen: ich hatte keinen Sex, als ich mich dazu nicht zu 100% bereit gefühlt habe und das war erst mit fast 19 der Fall. Es wäre auch vorher kein Problem gewesen und Möglichkeiten gabs auch, aber es war eben meine Entscheidung, damit zu warten.

Kommentar von Jaklyn ,

tolle Einstellung!

Antwort
von NotYourDarling, 82

Also ich denke beeinflussen kann man es nur, indem man sein kind aufklärt und vorallem offen und ehrlich IMMER die fragen der kinder altersgerecht beantwortet. So sind sie gefestigt und warten eventuell in der Jugend etwas länger ab, und sagen nicht zum erstbesten ja. Und mein kind ermutigen sexuelle Erfahrungen zu sammeln, finde ich grob fahrlässig. So drängt man kinder in eine Richtung, die ihnen im schlimmsten fall sogar unangenehm ist verspielt sich so das vertrauen. Das jugendliche ab einem gewissen Alter sexuell aktiv werden ist normal und auch richtig, aber ich denke ein kind, das offene eltern hat, die es in fragen und Entscheidungen offen (gerne auch kritisch) beraten, werden einen reifen jugendlichen erziehen, der im idealfall genau weis, wann er reif für die schönste nebensache der Welt ist.

Antwort
von Wuestenamazone, 119

Aufklärung ist Elternsache. Wann sie einen Freund oder Freundin haben sollen? Das erfahren die Eltern wenn es soweit ist da braucht man gar nichts tun.

Antwort
von ich313313, 124

Ich kann nur meine Ansicht zu dem Thema schreiben:

Ich denke, dass Kinder schon früh aufgeklärt werden sollten. Die Aufklärung der Schule reicht m.E. nicht aus. Gelernt wird da fast nichts. Meine Eltern haben mir schon früh erklärt, wie alles funktioniert, dadurch hatte ich nie Probleme und wusste Bescheid. Wenn ich mal Kinder habe, werde ich es auch so machen.

Ich denke nicht, dass Eltern beeinflussen können, ob ihre Kinder eine Beziehung haben oder nicht. Es führt eher zum Vertrauensbruch, wenn Eltern ihren Kindern Beziehungen verbieten und die Kinder sich dann heimlich treffen. Wie schon geschrieben, sollte man mit ihnen darüber reden, ihnen alles erklären und sie unterstützen. Dann erzählen sie oft von selbst, weil sie die Eltern als Ansprechpartner sehen.

Ab einem bestimmten Alter sollte man den Kindern Freiheiten geben. Manche Dinge gehen die Eltern dann einfach nichts mehr an.


Antwort
von kaufi, 104

Man kann nicht mehr machen als aufzuklären und seine guten oder schlechten Erfahrungen dem Kind weitergeben. Wenn ich mit 14 meiner Tochter den Freund oder den Sex verbiete ( so wie es viele Eltern tun), dann macht sie es heimlich. Lieber ist mir Offenheit, dann hab ich sie auch besser im Auge. Es ist mir zudem wichtig, nicht nur Elternteil sondern auch Freund zu sein.....und sie soll wissen, das sie sich mir immer anvertrauen kann.

Antwort
von eostre, 65

Als Eltern hat man darauf keinerlei Einfluss, man kann nur für Aufklärung und freien Zugang zu verhütungsmitteln sorgen, den Rest entscheidet der Nachwuchs allein.

Antwort
von xo0ox, 77

haben sollen ist soweiso nie ein Thema und sie dazu drängen würde ich jetzt auch nie, einfach sobald der 1. Freund oder ähnliches da ist oder sobald du denkst sie /er ist bereit dazu ein Ordentliches Gespräch führen über Verhütung Krankheiten etc.

Antwort
von auchmama, 29

Ganz einfach gesagt; das geht Eltern schlichtweg nix, aber auch gar nix an!

Eltern sind eigentlich nur dazu da, ihre Kids auf dem Weg zu verantwortungsbewussten und selbstständigen Menschen zu "begleiten"! Selbst erziehen, halte ich für mein Verständnis, für das nicht korrekte Wort.

Sind Eltern dieser Pflicht ausreichend nachgekommen, dann haben sie ihren Anteil erfüllt und haben sich aus allem anderen ganz einfach rauszuhalten!

Falls Eltern wirklich der irrigen Meinung sind, dass sie in irgendeiner Form ein Mitspracherecht haben, dann sind es entweder Egoisten oder einfach nur etwas schief Gewickelte, die nicht wissen was sie tun ;-)

Kommentar von jovetodimama ,

Nein.

Es geht die Eltern etwas an. Eltern müssen mehr tun, als nur begleiten. (Welches Wort man dafür benutzt, ist vollkommen egal.) Aber nur zu begleiten reicht nicht immer, und enderletzt kann niemand beurteilen, ob Eltern ihrer Pflicht ausreichend nachgekommen sind - höchtens die Kinder selbst, 30 Jahre später. Eltern haben - vielleicht - kein Mitsprachrecht, aber sie haben eine sehr große Verantwortung, der sie nicht immer ohne jede "Mitsprache" gerecht werden könnten. Alle Eltern machen Fehler, aber grundsätzlich Eltern, die bei derlei Angelegenheiten "mitsprechen" wollen, als Egoisten oder schief Gewickelte abzuurteilen, ist eine Verallgemeinerung, die mich beim Lesen zornig machte! - Es mag Kinder geben, für die es am allerbesten ist, sie einfach machen zu lassen. Aber es gibt auch andere, die man nicht an der langen Leine laufen lassen kann, ohne dass sie in ihr Unglück rennen. Wenn nun Eltern, bloß um nicht als Egoisten dazustehen, ihren halbwüchsigen Sprösslingen alles erlauben, dann kann das für die unter Umständen böse ausgehen!

Das schreibe ich als Mutter, die ihren Kindern überdurchschnittlich viel erlaubt!

Kommentar von auchmama ,

Hallo @jovetodimama - was haben Deine Worte, mit der Frage und meiner Antwort zu tun? 

In welchem Alter würdet Ihr Euren Töchtern bzw. Euren Söhnen, erlauben, eine sexuelle Beziehung zu haben?

Ich glaube übrigens auch nicht, dass Du Deine Eltern und Dich Deine Kinder, um die Erlaubnis zum Sex (nur darum geht es hier) gefragt hast / fragen würden bzw. es getan hätten! Das wäre für mein Verständnis "überdurchschnittliches" Helikopterelternverhalten...

ob Eltern ihrer Pflicht ausreichend nachgekommen sind - höchtens die Kinder selbst, 30 Jahre später. 

Und wenn ein Kind mit 30 noch keinen Sex hatte, dann geht das die Eltern auch nix an - da kann die Leine noch so lang oder noch so kurz gehalten sein! ^^

Wenn man eine Antwort, ausschließlich  im Zusammenhang mit der jeweiligen Frage liest, braucht man doch eigentlich gar nicht zornig werden - voraus gesetzt, man versteht den Zusammenhang ;-)

koppschüttel

Antwort
von Snowwhite1999, 157

Ich denke, Kinder wissen heute sehr früh über all das Bescheid. Früher als man es vermutet. Solange sich keiner strafbar macht, würde ich es meinem Kind nicht verbieten.

Vermutlich kommt es auch auf die Erziehung an. In meinem Umfeld seh ich keinen, der fahrlässig mit diesem Risiko umgehen würde, also haben die Eltern wohl alles richtig gemacht.

Antwort
von Mich32ny, 90

Vor wem  sollen Eltern  sich rechtfertigen  ob Jugendliche  sexuell  aktiv  sind oder  nicht?  Man kann es so wieso  nicht  wirklich  verhindern . 

Antwort
von YlvaZoraa, 81

Ich finde man sollte immer darüber nach denken ws ist dafür da um Kinder zu kriegen. Es gibt immer ein kleines Risiko (auch wenn man Kondome benutzt) und man sollte sich klar machen das es immer passieren kann. Man solle psychisch schon alt genug sein um ein Kind zubekommen. Klar passt es bei einer 14 jährigen dann nicht ins leben, aber trotzdem sollte man es ZUR NOT schaffen. Also für mich heißt Sex haben bereit für die folgen zu sein. Das kann mit 14 sein oder auch erst mit 20 es kommt auf die Person an. Wie schätzt du dein Kind ein.

Antwort
von KeinName2606, 91

Eltern haben da genau 0 Einfluss darauf. Mir wurde mein 1. Freund mit 15 verboten, obwohl ich immer brav war, nie auf Partys ging, weder Rauchen noch Alkohol probiert habe, immer erreichbar war und mich gemeldet habe. Ende der Geschichte: Ich hatte diesen Freund trotzdem und auch mein 1. Mal mit ihm ;-)

Antwort
von Jaklyn, 53

aufklären, besonders über Verhütung ist ganz wichtig.

Ansonsten...die werden das schon selbst regeln ;)

Antwort
von beangato, 97

Meine Kinder haben mich so ab 14 gar nicht mehr gefragt. Und ich finde das auch gut so - sie waren schließlich aufgeklärt. Und es ging mich nichts an.

Kommentar von Tasha ,

Okay, vielleicht fragen sie nicht mehr, aber die Atmosphäre sollte doch so vertrauensvoll sein, dass die Kinder zu den Eltern kommen würden, wenn etwas schief geht (Belästigung, ungewollte Schwangerschaft oder Zweifel diesbezüglich, im schlimmsten Fall Vergewaltigung, andere Zweifel bezüglich des Sex).

Kommentar von beangato ,

Na sicher.Und meine Kinder, die ich übrigens selbst aufgeklärthabe, kamen mit solche Fragen

Belästigung, ungewollte Schwangerschaft oder Zweifel diesbezüglich, im schlimmsten Fall Vergewaltigung, andere Zweifel bezüglich des Sex

immer zu mir.  Dafür sind doch Mütter da.

Antwort
von wanted98, 39

Ich würde das Kind gut aufklären als Eltern denn du kannst es eh nicht stoppen ob sie/er sex hat oder nicht.Wenn du es nicht erlaubst machen die es halt heimlich.Aber ich würde mit dem Sex auch nicht so leicht umgehen denn gibt viele die jede woche eine andere im Bett haben mit 14

Antwort
von Garibomiri, 112

Dann wenn er/sie auf mich den Eindruck macht nicht so dumm zu sein und Verhütung benutzt.

Antwort
von LariLatifa, 97

Mir wäre es egal denn wenn man es ihnen nicht erlaubt, machen sies heimlich

Antwort
von Cavo64, 49

Also verbieten kannst du es nicht
Deswegen kannst du es auch nicht erlauben

Er sollte seine Erfahrungen in seinem Tempo machen
Auf das Einzige auf was man schauen sollte :
Mit wem er diese Erfahrungen macht
Wenn meine 14 jährige Tochter mit nem 30 Jährigen kommt dann denke ich mit auch nur wtf...

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community