Frage von fragentukytroll, 46

In welche rechtlichen Beziehungen haben Menschen im mittelalterlichen Dorf gelebt?

Ich schreibe morgen eine Geschichtsarbeit und mächte wissen in welche rechtlichen Beziehungen haben Menschen im mittelalterlichen Dorf gelebt?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von DrSchmitt, 13

Viele (nicht alle, aber in der Schule verallgemeinert man sowieso meistens, also sagen wir fast alle) Menschen im Mittelalter waren Bauern: Das Mittelalter war eine agrarische Gesellschaft, die meisten Menschen lebten auf dem Land und bearbeiteten die Felder.

Die Bauern waren oft Leibeigene, d. h., sie waren ein Mittelding zwischen freien Bürgern und Sklaven. Sie waren einem Grundherren (Ritter, Baron, andere Adlige) Untertan, der sie "beschützte" und dem sie im Gegenzug Teile ihrer Ernte und Zwangsarbeit (Frondienste) leisten musste. Außerdem mussten die Bauern beim Grundherren um Erlaubnis bitten, wenn sie heiraten oder gar auswandern wollten.

Die Bauern konnte aus dieser Unfreiheit nur entfliehen indem sie das Land verließen (mit oder ohne Erlaubnis des Grundherren). So gab es zum Beispiel im Mittelalter eine große Auswanderwelle nach Polen und Rumänien (erfahren deutsche Bauern wurden von östlichen Königen angeworben, um ihr Land zu bewirtschaften).

Eine andere Möglichkeit war es in die Stadt zu fliehen. Wenn die Bauern ein Jahr und ein Tag in der Stadt lebten, waren sie zwar immer noch nicht Bürger der Stadt (dazu musste man nämlich einen gewissen Reichtum aufweisen), aber sie waren zumindest frei und ihr Grundherr durfte sie nicht mehr zwingen in ihr Dorf zurückzukommen.

Der Grundherr war ebenfalls nicht völlig frei, sondern er hatte sein Land (sein Lehen) mit allem was sich darauf befand (Menschen, Dörfer etc.) von einem höhren Adligen - er war der Lehnsmann einer höhergestellten Macht (Herzog, König, Kaiser), der sogenannte Lehnsherr. Der Lehnsmann hatte zwar Land, die Steuern auf dem Land und die Frondienste, aber er musste in den Krieg ziehen, wenn sein Lehnsherr im Streit mit einer anderen Macht lag.

Außerdem gab es noch die Kirche, an die die Bauern den Zehnten zahlen musste. Oft waren auch Klöster oder Bischöfe Lehnsmänner, sodass die Kirche eine große Macht ansammeln konnte.

Kommentar von fragentukytroll ,

danke das du dir so viel mühe mit dem text gegeben hast :D

Kommentar von DrSchmitt ,

Hoffentlich ist es richtig 

Antwort
von herakles3000, 19

Du brauchst einen etwariegen zeitraum zb vor der Magna Karta Konnte der adel mit dem volk alles machen da sie nur leibeigene Waren.Nach der magna karte sah es dan auch anders aus .

Kommentar von DrSchmitt ,

Nach der Magna Charta waren die Leibeigenen auch nicht besser dran, Rechte erhielten in der Magna Charta vor allem die Barone (die Adligen).

Antwort
von crunsch, 14

Hab hier einen schönen Artikel gefunden

http://www.regionalgeschichte.net/bibliothek/glossar/alphabet/r/recht-im-mittela...

Kommentar von fragentukytroll ,

danke :D

Antwort
von JuraErstie, 18

Statt hier zu fragen, solltest du dich lieber auf die Suche nach einem guten Rechtsgeschichte-Buch machen. Du redest hier von 500 Jahren Juristerei, das kann dir hier keiner detailliert beantworten.

Antwort
von Maimaier, 23

"Ich schreibe morgen eine Geschichtsarbeit"

Alles was du morgen für die Arbeit brauchst, sollte doch in den Schulbüchern oder Heften drinstehen.

Kommentar von fragentukytroll ,

die erklären das aber irgendwie voll komisch da drin

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