Frage von Moelle48, 44

In unserem Garten soll der Wasseranschluß im nächsten Jahr neu verlegt werden, nun sollen wir die vollen Kosten von 2100 Euro als Pächter selber tragen?

Da wir nur Pächter des Grundstückes sind müssen wir wirklich die Kosten in vollem Umfang allein tragen nur weil die Stadt es so beschlossen hat? Unser bisheriger Wasseranschluß funktioniert noch tadellos. Allerdings ist durch eine Verbreiterung der Hauptstraße ( auch Idee der Stadt ) die Zufahrt auch für größere Fahrzeuge möglich und dieses Gewicht halten die alten Wasserleitungen nicht mehr aus und es gab schon mehrere Rohrbrüche. Nun wird doch die Belastung auf unserem Grundstück nicht größer. Warum müssen wir als Pächter die Kosten der Stadt tragen? Natürlich wurde uns Ratenzahlung und Pachterhöhung angeboten allerdings finde ich die Summe von 2100 für den Austausch eines noch funktionierenden Systems unverschämt! Wenn wir nicht mitziehen dürfen wir unser Wasser demnächst vom Brunnen holen. Ist das alles Rechtens und an wen könnte ich mich wenden?

Antwort
von baghera, 31

da du nicht schreibst, um was für ein pachtgrundstück es sich handelt, was inhalt des pachtvertrages ist und von wem das schreiben/ die mitteilung kam, kann man leider gar nichts dazu sagen; weder ob das rechtens ist noch an wen du dich wenden kannst :o((

Kommentar von Moelle48 ,

Es handelt sich um ein KGA Pachtgrundstück von 600qm mit den normalen Kleingartenregeln in Brandenburg. Unser Haus ( Bungalow mit zwei Zimmern, Küche und Bad ) auf dem Grundstück ist unser Eigentum. Wir und der größte Teil der Kleingärtner sind in keinem Verein und unsere Pacht wird von der Stadtverwaltung erhoben. Unsere Nachbarn haben z.B. ein reines Erholungsgrundstück und bezahlen daher höhere Pacht müssen aber genau wie wir den kompletten Preis des Anschlusses zahlen. Danke aber schon mal dass Sie sich mit meiner Frage beschäftigen. Helfen diese Fakten schon ein wenig weiter?

Kommentar von baghera ,

ja, diese angaben helfen unbedingt weiter! ich dachte erst, es handelt sich um einen ´normalen´ schrebergarten, aber da ihr bewohntes eigentum auf dem grundstück habt, sieht es etwas anders aus.

grundsätzlich können leitungsverlegungen/-erneuerungen bzw. deren kosten nur auf den pächter übertragen werden, wenn dies im pachtvertrag ausdrücklich vermerkt wurde (daher fragte ich nach dem inhalt des pachtvertrages). denn normalerweise hat der eigentümer diese kosten zu tragen, hier also die stadt.

aber: es wäre wichtig zu wissen, ob es sich um leitungen handelt, die nur das pachtgrundstück betreffen (=eigentum der stadt) oder ob sich die leitung (auch) auf euer haus bezieht. alles, was euer haus betrifft, kann auch auf euch bzw. den hauseigentümer umgelegt werden; dazu kann einen in der tat die stadt verdonnern.

wenn die leitung beides, also pachtgrundstück und eigentum, betrifft, müssten m.e. die kosten geteilt werden.

mein vater ist in derselben situation (auch ringsherum kleingärten); hier werden die kosten anteilig auf pacht und eigentum aufgeteilt. aber das ist niedersachsen, nicht brandenburg und der pachtvertrag ist auch eindeutig.

an wen du dich wenden kannst? an denjenigen, der das schreiben aufgesetzt hat. in solchen fällen steht in so einer mitteilung auch, dass man einen anhörungstermin wahrnehmen kann, das solltest du tun. studiere vorher unbedingt deinen pachtvertrag und welche nutzen bzw. lasten auf dich übertragbar sind. selbst, wenn du nur für dein haus zuständig bist, hast du schon einen teil gewonnen!

der umstand, dass auch deine nachbarn belastet werden sollen, heißt nicht, dass die maßnahme rechtens ist, solange man den vertragsinhalt nicht kennt.

du kannst dich auch an den grundeigentümerverein oder einen fachanwalt für pachtrecht wenden, aber auch dafür solltest du den pachtvertrag parat haben. viel glück!

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