Frage von Claapz, 53

In meine Berufsschulklasse ist ein Gehörloser und dieser braucht einen Gebärdendolmetscher, welche zusammen Betrügen in Arbeiten?

Des Öfteren ist mir aufgefallen, dass der Dolmetscher in Klausuren auf Blätter anderer Mitschüler schaut und dem o.g. Gehörlosen die Lösungen vorsagt. Spricht man den Dolmetscher darauf an, dann argumentiert er, dass andere Schüler ja auch tuscheln und der Gehörlose dazu keine Chance hat. Für mich ist das kein Grund, dass er ihm die Lösungen vorsagen darf. Vor allem so offensichtlich! Wenn der Gehörlose schummelt mit einem Spicker ist das sein Ding, aber es so offensichtlich mit dem Dolmetscher zu tun, halte ich persönlich für absolut intolerant gegenüber den anderen. Außerdem war es nicht nur während Klausuren so, sondern auch während der Zwischenprüfung. Meine Frage ist, ob es eine Rechtsnorm gibt, die dem Dolmetscher es verbietet dem Gehörlosen Lösungen vorzusagen oder allgemein den Betrug zu unterstützen? Das ganze hier hat nichts mit Intoleranz gegenüber Behinderten zu tun. Die Dolmetscher wechseln sich ab und es ist nur bei einem der Fall. Vielen Dank im Voraus für die Hilfe.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Schwimmakademie, 21

ich kann mir nicht vorstellen, dass dies der Fall ist. dolmetscher unterliegen einer besonders strengen Berufsethik.

Wenn dies euch Schülern auffällt, sollte es auch der Lehrkraft auffallen. Diese ist in einem solchen Fall angehalten zu hinterfragen, welcher Art die Kommunikation die da statt findet ist.

Der Dolmetscher muss dann Auiskunft hierüber erteilen. Die einzig legitime Art der Kommunikation sind in so einem Fall, Verständnisfragen zu der Aufgabe.

Hier würde ich den Lehrer mit ins Boot holen und beurteilen lassen, was wirklich "passiert".

Wichtig dabei ist, dass ihr euch da mehr oder weniger raushaltet, denn wenn die Sache "rechtens" war steht ihr am Ende als die "Bösen" dar. Deshalb wäre mein Rat "Legt es in die Hände der Lehrer".

LG

Expertenantwort
von goali356, Community-Experte für Schule, 36

Hast du denn klare Bewiese dafür dass er wirklich die Lösungen vorgesagt bekommt.

Du kannst doch nicht wissen was er deinem gehörlosen Mitschüler in Gebärdensprache "sagt". Oder kannst du selbst Gebärdensprache?

Vieleicht "sagt" er ihm ja nur was der Lehrer während der Klausur zu den Aufgaben sagt. Oftmals erläutern Lehrer bei Klausuren ja noch etwas zu den Aufgaben.

Wenn es aber wirklich so sein sollte, dass er es vorgesagt bekommt, geht es natürlich garnicht. Dann könntest du Zeugen sammeln und dich bei der Schulleitung beschweren.

Kommentar von Claapz ,

Das fällt nicht nur mir auf, sondern auch anderen Mitschülern. Der Dolmetscher zeigte im Fach Buchführung auf eine Leere Spalte in einer Tabelle und Dolmetschte Zahlen, dass konnte ich auch ohne Gebärdensprache erkennen. Zu einer leeren Spalte braucht man nichts erklären und im Fach Buchführung wird gerechnet, da stehen wenige Worte sondern eher Zahlen.

Außerdem hat er trotzdem keinen Grund auf die Blätter anderer Mitschüler zu schauen. Des Weiteren könnten Begriffe die der Gehörlose nicht versteht im voraus geklärt werden und dann kann der Dolmetscher die Klasse verlassen oder sich wegdrehen.

Insbesondere wollte ich eine Rechtsnorm die ihm die Hilfe beim Betrug untersagt.

Kommentar von goali356 ,

Ok, dann sollte man vlt. mal ein klärendes Gespräch führen, was genau der Dolmetscher ihm dort erklärt.

Ihr könnte euren Verdacht ja mal bei der Klassenleitung/Schulleitung ansprechen, um anzuregen dass sich der Dolmetscher erklärt.

Vieleicht ist es aber auch so, dass der Schüler entsprechnde Nachteilsausgleiche benatragt hat. Dies würde in der Regel aber nicht so aussehen, dass ihm einfach die Lösungen vorgesagt werden. Taubheit allein wäre auch klein Grund für einen derartigen Nachteilsausgleich.

Wennn euch der Lehrer während der Klausur irgendetwas sagt, hat der Gehörlose natürlich dass Recht dasgleiche vom Dolmetscher "gesagt" zubekommen.

Des Weiteren könnten Begriffe die der Gehörlose nicht versteht im
voraus geklärt werden und dann kann der Dolmetscher die Klasse verlassen
oder sich wegdrehen.

Müsst ihr hörenden den eure Fragen auch im vorhinein stellen? Falls ihr die ganze Zeit fragen stellen dürft, wieso sollte der Gehölose es dann nicht dürfen?

Insbesondere wollte ich eine Rechtsnorm die ihm die Hilfe beim Betrug untersagt.

Solange er keine entsprechenden Nachteilsausgleiche genehmigt bekommen hat, darf er es nicht. Jeder Schüler muss seine Leistung selbst erbringen. Einen genauen Paragraphen kenne ich nicht, ist aber eigentlich logisch.

Antwort
von kordely, 15

Wenn der Gebärdendolmetscher zu viel hilft, dann werden die schriftliche Arbeiten oder Praktikum nachweisbar schlechter.

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