Frage von weiblichundso, 67

In Mathe sehr gut sein um Mathe zu studieren?

Hallöchen. Ich würde gerne Mathematik und ihre Vermittlung im Hauptfach (Realschule) studieren. So meine Frage aus neugier: Muss ich in Mathe immer sehr gut gewesen sein, um diesen Studiengang erfolgreich zu absolvieren? Was sind Grundvoraussetzungen? Tipp? Vielen dank im voraus.

Antwort
von Rubezahl2000, 28

Das ist nicht zwingend erforderlich, da das Mathe-Studium nicht wirklich auf der Schul-Mathematik aufbaut, sondern ganz von vorn mit den Grundlagen beginnt.
Und die Grundlagen des Mathe-Studiums, das hat nicht viel mit Schul-Mathematik zu tun. In der Schul-Mathematik wird hauptsächlich gerechnet, im Mathe-Studium geht's um Theorien und Beweise.
Zahlen braucht man im Mathe-Studium nur zum Nummerieren der Kapitel ;-)

Das Mathe-Studium (auch für Lehramt) ist sehr schwer und die Abbrecherquoten sind sehr hoch. Die hohen Anforderungen und der hohe Arbeitsaufwand, das halten nicht viele durch. Schau mal hier:
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/toerner-erklaert-warum-80-prozent-der-m...

Das ist bedauerlicherweise so. Viele hochmotivierte Mathe-Lehramt-Studenten, die sicherlich gute Mathelehrer werden könnten, scheitern an den (meiner Ansicht nach) viel zu hohen Anforderungen.
Und die, die durchkommen, das sind tendenziell eher die Theoretiker und ob die auch gute Mathe-Lehrer werden, die bei den Schülern Begeisterung für Mathe wecken können, statt Mathe-Frust zu produzieren, das ist fraglich ...

Jetzt zu deiner Frage nach den Voraussetzungen:
Jemand, der schon in der Schul-Mathematik nicht so erfolgreich war, da ist nicht sicher, ob die/der wirklich die erforderliche
Begeisterung für Mathe
● Bereitschaft, die erforderliche Zeit und Mühe (Fleiß) zu investieren
● Frust-Toleranz

mitbringt, um das Studium zu schaffen.

Aber trotzdem ist es einen Versuch wert!
Gute Mathe-Lehrer werden unbedingt gebraucht!!!

Viel Erfolg!

Antwort
von Roach5, 39

Nicht unbedingt, ich persönlich finde die Fähigkeit zum Reindenken besser. Dementsprechend kommt es darauf an, was für einen Matheunterricht ihr hattet.

Wenn im Matheunterricht gerechnet wurde (wie fast in jedem Matheunterricht), dann ist die Note fast komplett egal, da die Fähigkeit zu rechnen und Sachen in Formeln einzusetzen völlig irrelevant ist. Ihr fangt eh komplett von vorne an, also musst du keine Vorkenntnisse mitbringen.

Wenn euer Matheunterricht schon etwas theoretischer war, ihr vielleicht ab und zu einen Beweis gemacht hattet und euer Lehrer eher an der Neugierde und dem Interesse gearbeitet hat als an der Fähigkeit zu machen was auf dem Blatt steht, dann muss dir diese Art von Unterricht wenigstens Spaß gemacht haben. Im Studium lernst du komplett neue Konzepte kennen, die du noch nie vorher gesehen hast, das darf dich aber nicht abschrecken, denn wenn du mit Interesse rangehst und zu verstehen versuchst, ist schon 70% der Arbeit getan.

Fazit: Du brauchst keine Vorkenntnisse und die Mathenote ist eigentlich egal, viel wichtiger ist das Interesse und die Arbeitshaltung (diese könnte sich trotzalledem auch auf den Noten zeigen ;) ).

LG

Antwort
von RadioAktiv, 14

Du kannst deinen Taschenrechner wegschmeißen oder besser gegen gaaaaaanz viel Papier, Bleistifte und Radiergummis tauschen.

Vorraussetzungen für das Studium: Trenne dich von den Vorstellungen, die du in der Schule erworben hast. -Du musst nicht einmal zählen können. -Da kommt auch nicht mehr viel mit Zahlen vor...

Das Studium setzt nicht da an, wo man in der Schule aufhört-es ist eher so, dass man noch vor Grundschulniveau anfängt und alles nochmal richtig macht.

Wenn Du in der Sek1 unterrichten möchtest, dann ist das Studium, was Mathe angeht deutlich lockerer-da ist dann eher ein pädagogischer Schwerpunkt.

Wenn Du in der Sek2 unterrichten möchtest, dann unterscheidet sich das Grundstudium nicht wirklich von dem Studium der Diplom-Mathematiker.

Übrigens können auch Menschen mit Dyskalkulie erfolgreich Mathe studieren.

Antwort
von grubenschmalz, 27

Im Abitur solltest du schon im 1-2er Bereich liegen.

Antwort
von 2001Jasmin, 48

Nein ich denke nicht.
Man muss ja Spass am Fach haben und solange du das hast ist die Wahrscheinlichkeit auch grösser das du eine gute Note schreibst.

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