Kittymogul am 07.07.2009 um 18:06 Uhr
quälen und schlechte Noten haben. Warum ist es so schwer für die Eltern die kinder zeitig genug auf eine andere Schule zu schicken? Lieber gute Noten auf dem ASbschlusszeugnis einer Hauptschule als sitzengeblieben oder Grottenschlecht auf dem Gyn. Woran liegt das? Klar jeder wünscht sich sein Kind ist das beste, doch so blind kann man doch nicht sein...

da gebe ich dir, kittymogul, im prinzip völlig recht. das gymnasium war bis vor kurzem auch wirklich ein ziemlich sicherer weg, den kindern eine gute zukunft zu sichern. ist es aber momentan sooo eben nicht mehr. hat sich alles sehr ausdifferenziert. und eines davon hast du schon geschrieben. ein sehr guter hauptschulabschluß KANN ein bessere empfehlung sein momentan als ein grottenschlechtes abitur oder eben ein abgebrochenes abitur. da kommt es aber auf so viel an. was willst du werden? welches zeugnis ist dafür die beste vorrausstezung? was will "die wirtschaft" als vorraussetzung haben? und das ist so unterschiedlich.
das schlimme ist, daß man momentan keine echte orientierung mehr hat. im sinne. mache ich abitur, habe ich die und die chancen, mache ich realschulabschluß, msa, kann ich damit das und das amchen. etcpp. darüber sind eben auch nicht nur die schüler verwirrt (die wuseln sich da in der regel noch am besten durch, weil sie da mitten drin stecken und damit aufwachsen), sondern auch die eltern (die sind in einer ganz anderen zeit aufgewachsen, wo es eben im prinzip noch grundsätzliche orientierungen gab), die lehrer, und auch die verantwortlichen in den entsprechenden behörden (jugendamt, schulbehörde etc.) haben keinen echten durchblick mehr.
ausdifferenzierung ist gut. muß aber auch gebündelt werden und nicht in verwirrung ausarten so wie sich das gegenwärtig abzeichnet.

Ein Abitur mit schlechten Noten berechtigt dennoch zu einem Studium in sehr vielen Studienfächern. Ein guter Hauptschulabschluss nicht.
Kittymogul am 7. Juli 2009 18:08 Nicht unbedingt auch wenn ,man ne Ausbildung gemacht hat kann man ohne Abbi studieren
kaesbrot am 7. Juli 2009 18:11 Wo hast du das denn her, Kitty?! Es gibt einige Berufsausbildungen, wie die der PTA - da bekommt man mit dem Abschluß auch das Fachabi, aber das sind eher die Einzelfälle.
SecondAttempt am 7. Juli 2009 18:11 Aber leider nur berufsbegleitend und nur einige Fächer (Fernuni Hagen z.B.). Es sei denn, man geht nach der Ausbildung auf eine weiterführende Schule.
Meines Wissens ist man dann aber auf Fächer beschränkt,die inhaltlich dem erlernten Beruf ähneln.

Zum Glück waren meine Eltern nicht so blöd. Ich hatte meine Erfolge mit meinem guten Realschulabschluss. Für das Gym war ich ehrlich gesagt zu faul. Aber früher gab es auch mehr Ausbildungsplätze.

Was ist wohl peinlicher?! Ein Kind auf dem Gymnasium mit schlechten Noten zu haben oder eins auf der Hauptschule mit guten Noten?? Später im Lebenslauf fragt auch keiner mehr, wie die Noten auf dem Gymnasium waren, aber sobald Hauptschule da steht, hat man seine Vorurteile.
goodboy21 am 7. Juli 2009 18:09 richtig, genau davon rede ich auch ;-)
kaesbrot am 7. Juli 2009 18:12 Ist doch wahr! Ich habe selbst nie wirklich gute Noten gehabt, aber ich profitiere bis heute davon, wenn ich erwähne, daß ich Abitur habe. Arbeitgeber haben definitiv ein anderes Bild, wenn man im Lebenslauf Gymnasium steht.
selina789 am 1. August 2009 12:40 Ich frage mich nur was da wirklich Peinlicher ist wenn ich nur fetzen oder Vierer schreib als 1 er in einer Hauptschule bin nicht deiner Meinung ,kenne viele die Gym hatten und jetzt im Verkauf stehn für das brauch ich das dann auch ned lg

... die erstens gesellschaftliche Anerkennung suchen und zweitens in ihre Kinder hineininterpretieren, was die vielleicht gar nicht sind und auch niemals sein wollen. Der Satz "du sollst es einmal besser haben als wir" spricht für sich. Letztendlich plagen sich die minderbegabten Kinder am Gymnasium ab, sind restlos überfordert und frustriert, ebenso ihre Lehrer. Psychologen, Schülerhilfen und Internisten sind gefragt, und das ADHS-Syndrom lässt grüßen.

als meine Eltern gemerkt haben dass ich zu dumm fürs Gym bin war es schon zu spät zum wechseln.
Klar es ist sicher besser ein gutes Hauptschulzeugnis zu zeigen als ein schlechtes vom Gymnasium oder der Realschule.
Leider!!!
ist es so das von Anfang an gesagt wird "Der/die von der Hauptschule taugt nichst"
Und das wo in Deutschland für den Einstand in einen normalen Ausbildungsberuf nicht mal der Hauptschulabschluß erforderlich ist!!!!
Man sollte ja mal bedenken das eine/r vieleicht mit Englisch,Mathe und Co nicht klar kommt, aber dennoch so geschickt ist z.B. Schreiner zu lernen.
Das Ausbildungsbetriebe Hauptschülern keine Chance gegeben, ist ein Sache die Angela und Co viel mehr beachten sollten, denn im europäischen Ausland sind die besser drauf und überholen Deutschland. Es will hier nur keiner sehen, weil ohne Abi bist du ja nichts.
Und was sagt uns das?? Die meisten Taxifahrer (kein Ausbildungsberuf) haben Abi ;-)

Viele wollen den höchsten Schulabschluss anstreben, jedoch gibt es viele, die mit dem Gymnasium überfordert sind. Sie sagen "Lieber schlechtes Abitur -wenigstens Abitur- als guter Haupt- oder Realschulabschluss. Das Abitur ist gesellschaftlich am höchsten angesehen. Ich bin der Meinung, jeder sollte den Abschluss machen, den er am besten erzielen kann (sehr guter oder guter Hauptschul- oder Realschulabschluss). Ich kenne einige, die vom Gymnasium auf die Realschule wechselten.
...und die Realschule ist auchl nicht schlecht!!! Ich habe Freunde und Bekannte die es mit Hauptabschluss zu mehr gebracht haben, als solche mit Abi!!
goodboy21 am 7. Juli 2009 18:12 ich würde auch nicht behaupten, dass alle hauptschüler dumm sind oder alle gymnasiasten schlau sind. nur gibt es in dieser hinsicht leider viele voruteile. und die meisten idioten halten an diese vorurteile fest.
kaesbrot am 7. Juli 2009 18:19 Ich kann dir von meiner persönlichen Erfahrung erzählen. Wir haben eine Azubi gesucht und sowohl Gymnasiasten, Realschüler und Hauptschüler eingeladen. Das Bild war immer dasselbe - Hauptschüler zu 99% uninformiert, die Brüste sprangen aus den T-Shirts raus, Ausdrucksweise katastrophal, usw. Gymnasiasten und Realschüler waren meist zielstrebig, haben erst nachgedacht, dann geantwortet, hatten sich über den Betrieb informiert, etc. So bauen sich vielleicht "Vorurteile" auf!
Das Hauptschüler nicht informiert sind liegt am Unvermögen der Schule. Das gleich sehe ich in der Motivation. Früher haben die Lehrer in der Hauptschule ihre Schüler auf die Berufswelt vorbereitet. Das geht nicht mehr weil es Lehrer sind die Ihr Abi gerade mal mit 4 bestanden haben

Sehe das genauso wie SecondAttemp Außerdem sind für einige Ausbildungsberufe die Voraussetzung, dass man überhaupt Abitur gemacht hat..
Dann nenne mal einen. Die Forderung kommt vom Ausbildungsbetrieb nicht von der Ausbildungsordnung und die ist Gesetz
Saphara am 16. Juli 2009 07:48 Ich bin gelernte Fachinformatikerin und wenn ich kein Abi hätte, hätte ich den Job nicht bekommen. Es ist nicht direkt eine Voraussetzung gewesen, aber mit Abi wirst du eher genommen. Bei uns in der Berufsschule hatten von 19 Schülern nur 3 kein Abi. Wie du schon sagtest kommt die Forderung vom Arbeitgeber, d.h. ja wohl trotzdem, dass du mit Abi eher was bekommst..

ich hatte auch viele schlechte noten... aber nun bin ich bald fertig mit meinem studium. dafür hätte mir ein top realschulabschluss wenig gehofen!

Ich lese immer Hauptschule....gibts da nicht noch die Realschule und das Fachgymnasium?
Wenn es ein Kind nicht packt, soll es beizeiten wechseln und anschl. aufs Fachgymnasium gehen. Braucht zwar ein Jahr länger, stresst aber Kind und Eltern nicht so wie ewig schlechte Noten mit der Option, das Abi nicht zu schaffen.
Kittymogul am 7. Juli 2009 18:15 Habe es halt nur mit Hauptschule geschrieben;)

Die Eltern sind in einem Alter in welchem sie sich bewusst werden, dass ihr eigenes Leben auch nicht mehr ewig dauern wird. Und deshalb versuchen viele, ihren Kindern (die ja später ihr Leben "weiterführen") möglichst viel auf den Weg zu geben. Und dass da viele über's Ziel hinausschiessen, ist nur menschlich.

Kittymogul am 8. Juli 2009 07:58 wenn ich ein Arbeitegeber bin und habe 2 Bewerbungen vor mir zu liegen eine Hauptschule mit 2 abgeschlossen, eine Gyn mit 4 was denkst du wen ich nehme?

das sind immer so viele voruteile mit verbunden
selina789 am 1. August 2009 12:47 nicht jedes Kind will Studieren oder ?

und ich stimme deimudda37 zu

aber es gibt halt immer Eltern, die ihr Kind forcieren, auch wenn es ihm gar nicht wirklich entspricht.

Die Schüler können sich ja selber aussuchen, auf welche SChule sie gehen möchten.
gartenfee am 21. Juli 2009 13:04 schüler können aufgrund geringer lebenserfahrung aber nicht gänzlich beurteilen,w as richtig für sie ist. so wäre eine gute beratung von denen, die mehr erfahrung haben, einen überblick, wenigstens grundsätzlich über die tendenzen am arbeitsmarkt etc., für die schüler wirklich angebracht. ist aber leider an jeder schule, schultypübergreifend, anders geregelt. chancengelicheit besteht hier nicht. ist abhängig von der jeweiligen schule und ihrem engagement in der berufs-/studienorientierung.

Manche hauptschulen sind in letzter zeit etwas misteriöös. Bei mir in der nähe wurde mal mit pfefferspray rumgesprüht
gartenfee am 21. Juli 2009 13:05 vorurteil. die hauptschulen sind, zumindest hier in berlin, von allen schultypen momentan am besten ausgestattet hinsichtlich berufsorientierung. praxisorientierung, diversen hilfen und projekten, übergangshilfen für den übergang schule-beruf etc.

habe ich selbst erlebt
Ich denke ich weiß zwar, was Du eigentlich hören willst, aber es ist tatsächlich leider so in unserem Bildungssystem, dass das Gymnasium und das Abi nunmal die Königsdisziplin ist. Zumindest noch.
Wenn man auf der Hauptschule nicht wenigstens die mittlere Reife erlangt hat, bleiben einem viele Bildungswege versperrt. Mit einem Hauptschulabschluss bleiben Dir nur die Berufe, die heute eigentlich Niemand mehr ausüben will, der beruflich weiterkommen will.
Aber genau aus diesem Grund wird in Zukunft das Abi immer weniger Wert sein, weil es einfach fast jeder haben wird und der Arbeitsmarkt bzw. die Unis die Kapazitäten nicht hergeben um all die Abiturienten aufzunehmen. Der Wert des Schulabschlusses wird sich also immer weiter relativieren.
Trotz allem ist es momentan noch so, dass auch ich der Meinung bin, dass man seine Kiddies mit all seiner Kraft motivieren sollte, damit sie zum Gymnasium gehen können bzw. das Abi machen. Denn nur ein sehr kleiner Teil von Kindern sind nicht in der Lage dies zu schaffen. Und es zahlt sich einfach aus, wenn man etwas ordentliches studieren kann. So traurig das auch ist, zumal die Welt nicht nur aus Akademikern bestehen kann.......
Kittymogul am 21. Juli 2009 01:36 Also zB schleifst du dein Kind durchs Gyn es schließt mit Durschnitt 4 ab um dann beim Abbi "erfolgreich nen Einser Zeugnis abzugeben"??? Oder nach einem Jahr Abbi sich dann mit nem Grottenschlechten Zeugnis bewerben muss? Und ne Ausbildung bekommt die ihm nicht zusagt? Ja? Ist das richtig? Oder eher auf die Hauptschule und mit 2 abschneiden und immer noch etwas vernünftiges anfangen zu können;-)
Es kommt doch auch darauf an, wo die Interessen des dann mittlerweile jungen Erwachsenen liegen. Wenn er Maler mit Leib und Seele werden möchte, macht ein Abi unter allen Umständen natürlich keinen Sinn, aber wenn es an eine Uni gehen soll, dann geht nunmal kein Weg dran vorbei.
Kittymogul am 21. Juli 2009 01:47 ob die Eltern das immer entscheiden sollten?;-) denn immer lese ich Gyn und 5en, und da denke ich die Eltern sollten mal den Kopf einschalten.
Warum ist hier eigentlich nur von Hauptschule-Gymnasium die Rede? Es gibt schließlich noch etwas dazwischen. Ich bin der Meinung, dass man auch heute noch ohne Abitur eine gute Ausbildung, Job usw. machen kann. Allerdings denke ich schon, dass man dafür mindestens die mittlere Reife haben sollte. Klar, bestimmte Dinge kann man sicher auch mit nem Hauptschulabschluss machen, aber im Großen und Ganzen siehts damit eben eher schlecht aus. Und es wäre ja wohl auch mehr als unverantwortlich von den Eltern einen schlechten Gymnasialschüler gleich auf die Hauptschule zu schicken. Realschule könnte schon Sinn machen oder eben ein Oberstufenzentrum, auf dem man dann Fachabitur macht. Und bevor man das macht, sollte man sich überlegen ob nicht einfach der Wechsel auf ein ANDERES GYMNASIUM auch schon von Vorteil wäre. Da gibts nämlich auch EXTREME Unterschiede im Niveau und Anforderungsbereich. Dazu gibts natürlich auch Gymnasien mit verschiedenen Schwerpunkten (Naturwissenschaften, alte Sprachen etc.), kann ja auch sein, dass man sich da einfach in die falsche Richtung orientiert hat. Und wenn jemand nun mal aufm Gymnasium partout nicht klarkommt, sollte er trotzdem meiner Meinung nach zumindest seinen Mittleren Schulabschluss machen. Und nochmal zu den Vorurteilen: Ich muss leider sagen, dass hier in Berlin meiner Erfahrung nach die Vorurteile gegenüber Hauptschülern in den meisten Fällen zu treffen, natürlich nicht immer. Die andere Frage ist natürlich, ob diese Jugendlichen selbst etwas dafür können, dass sie sich "so" den Vorurteilen entsprechend entwickelt haben. (Meiner Meinung nach können sich nichts dafür.)
ReicherAlsReich am 27. Juli 2009 11:49 Ich habe in Physik einmal eine Klausur bekommen von der vorherigen Klasse. Die aktuelle Lehrerin sagte, das sei zu schwer und fast Universitätsniveau, sie würde es nicht fordern. Was sie auch nicht tat.


Es gibt bei uns im Österreich die Koperative Mittelschule, da gehts eingeteilt nach 3 Leistungsgruppen .Die erste ist gym,die zweite a zug und die dritte b zug also wenn man auch in dieser Schule die erste Leistungsgruppe schafft kann man danach studieren als wenn man gleich ins Gym ging.Uns schau ma mal hin was so alles unter den Profesorenstress der auf den Kindern ausgetragen wird,viele Amok laufen weil sie nur mehr Lernen müssen ohne etwas mit Gefühl die die meisten Profesoren nicht beherrschen warum auch immer .Verseh das selber nicht .Denn ich hab noch nie von einen Amoklauf in einer Hauptschule gehört.Und das hat mit Faulheit nichts mehr zutun sondern der Druck vom Gym.lg
So mein Sohn ist ebenfalls so einer. Er bleibt obwohl ich es besser finde ,das er zu Realschule wechseln sollte. Wieoft ich mit ihm darüber geredet habe ,kann ich schon gar nicht mehr nach vollziehen,nur sofiel würde ich ihn ohne sein wollen runtertun, würde er mir schlicht und einfach ganz untergehen. Es liegt nicht immer an den Eltern. Ich hoffe ,das mein Sohn endlich aufwacht und mehr für die Schule tut,oder er es auch einsieht das ein Wechsel besser wäre.