Frage von Xen1828, 90

In einen Fond Geld anlegen?

Hallo,

wir hatten vor kurzem einen Berater bei uns zu Hause, der uns vorgeschlagen hat einen etwas größeren Betrag in ein Fond zu investieren, bei Fond sollte man die Sicherheit haben, dass man Risiko sehr weit streut und das wenn eine Firma in dem Fond abschmiert, es immer noch andere Firmen gibt, die die Verluste auffangen würden, habt ihr schon mal Geld in einen Fond investiert und ist das wirklich so?

Antwort
von DinoSauriA1984, 45

Zum Berater - wie kommt der zu Euch nach hause? Habt Ihr ihn bestellt oder stand der vertretermäßig plötzlich auf der Matte? Kennt Ihr den?

Es wurde schon gesagt - Berater sind auch Verkäufer (genau wie die kriminelle Brötchenverkäuferin, die ihren Reibach damit macht, dass sie mir Brötchen verscherbelt - und dann ganz dreist fragt, ob ich nicht auch Kuchen kaufen will ;-) - Holzauge, sei Wachsam!).

Aber: die Aussagen des Beraters, so wie Du sie in Deiner Frage formuliert hast stimmen grundsätzlich.

In einem Fonds sind viele Anleger zusammengeschlossen, die gemeinsam Geld investieren wollen. Diese Gemeinschaft beauftragt den Fondsverwalter, nach den Vorgaben der Anleger bestimmte Werte zu kaufen (je nach Fonds: Aktien, nur deutsche oder internationale, Aktien einer bestimmten Branche oder Region, oder auch festverzinsliche Wertpapiere, Immobilien oder Rohstoffe, etc.) und zu verwalten. Der Anlagebetrag ist vom Vermögen der Fondsgesellschaft getrennt, d. h., auch wenn die Fondsgesellschaft pleite geht, wird das Anlegerkapital nicht angerührt (sog. Fondssondervermögen). Jeder Fondsanleger trägt natürlich alle Risiken, die ein Direktanleger auch hat: Er kann Verluste machen und mal mehr oder mal weniger Ertrag erzielen. Einige Vorteile: Alleine könnte er es sich vermutlich nicht leisten, selbst soviele Unterschiedliche Wertpapiere zu kaufen und damit das Risiko auf verschiedene Bereiche zu verteilen. Der Fonds tritt als Großanleger auf und kann somit Wertpapiere zu Konditionen kaufen, die der Privatanleger nie bekommen würde - und man hat sich in Expertenwissen mit eingekauft.

Diese Leistungen sind nicht kostenlos. Jeder Fonds berechnet eine Verwaltungsvergütung, die in den jeweiliegn Anteilspreis bereits eingerechnet ist. Viele Fonds berechnen einen prozentualen Ausgabeaufschlag, einige nehmen noch eine "performance-fee" (eine Art Erfolgsbonus). Aus diesen Kosten erhält unter anderem auch der Berater oder seine Gesellschaft ihre Provision (darüber muss er auch von selbst aufklären!). Wenn man diese Beratung braucht, weil man sich selbst nicht intensiv mit der Thematik beschäftigen will oder kann ist das auch in Ordnung! (Ich möchte auch, dass die Brötchenverkäuferin für ihre Arbeit ein Gehalt bekommt!). Aus Sicherheitsgründen sollte man aber bei "neuen" Fonds vorsichtig sein und lieber Fonds kaufen, die es schon viele Jahre gibt und die auch ein großes Vermögen verwalten. Hier kann man nämlich an der Wertentwicklung sehen, ob das Konzept funktioniert.

Antwort
von MartinGunt, 15

Hallo,

ich würde dir empfehlen dich zunächst über die einzelenen Fonds weiter zu informieren, es gibt eine Menge Seiten, wo man viele Informationen zu einzelnen Fonds bekommt.
Ich selbst habe auch Geld in Fonds angelegt und viele meiner Freunde auch, es müssen halt nur die richtigen Fonds ausgewählt werden.
Es stimmt, dass man bei Fonds weniger Risiko hat, da meistens viele unterschiedliche Unternehmen in einem Fonds zusammengefasst werden und man so weniger Risiko hat, allerdings kann es auch sein, dass ein Unternehmen mehrere Tochterunternehmen in einen Fond zusammenfasst.
Zunächst einmal , solltest du dich genauer über Fonds informieren: https://www.zinsen.com/fondssparplan/ , da wird dir zum Beispiel auch erklärt, in welche Fonds und wie Geld angelegt werden kann.

Antwort
von Habenwill, 31

Wenn du mit dem Berater bislang zufrieden bist, du ein gutes Gefühl hast und dir der empfohlene Fonds zusagt, spricht doch nichts dagegen, ihm zunächst einen Teil deines Geldes anzuvertrauen. Auch kannst du ja mit einem Sparplan und kleineren Beträgen beginnen und dich, dem für dich offensichtlich neuen Thema nähern.

Wenn du den Sparplan ins Spiel bringst, kannst du auch ganz gut erkennen, wie sehr der Berater auf seinen Verdienst erpicht ist. Denn bis zu 5% des Anlagebetrages werden in der Regel als Provision fällig. Drängt er dich also zur sofortigen Anlage des gesamten Betrages, will er Geld verdienen. Wenn er allerdings Verständnis dafür aufbringt, dass du dich mit kleineren Beträgen bzw. mit einem Sparplan dem Thema nähern möchtest, dann spricht dies für einen ordentlichen Berater, der dich langfristig betreuen möchte.

Antwort
von kevin1905, 63

Ca. 80% meiner Vermögenswerte sind in passiven Indexfonds (ETFs), einem aktiven Aktienfonds und Einzelaktien investiert.

Der Sinn eines Fonds, egal ob passiv, oder aktiv ist es Risiko zu streuen gegenüber dem Investment in einzelne Aktien oder Anleihen. Ein Fonds besteht aus mind. 15 Einzeltiteln.

Ob der Fonds für dich sinnvoll ist, vermag hier keiner zu sagen, dazu fehlen zu viele Informationen zu dir, dem Fonds selbst.

Antwort
von BTyker99, 35

Ich würde mich an deiner Stelle erst einmal möglichst neutral informieren und z.B. ein Buch über Börse, Aktien, ect lesen. Dann kanns du die Situation sicherlich besser einschätzen.

Es ist bestimmt nicht verkehrt, in einen Fond zu investieren, aber man sollte schon darauf achten, den richtigen zu erwischen. Meine Eltern haben auch durch ihren Berater in mehrere Fonds investiert, und nicht alle bringen einen Gewinn. Ich persönlich habe aktuell mehr Spaß daran, in einzel-Aktien zu investiern, aber dazu muss man auch ein Interesse an der Thematik entwicklen und am "Ball" bleiben, während man sich bei einem Fond nicht unbedingt um viel kümmern muss.

Antwort
von ChrisdasSchwein, 76

Ich persönlich würde in Immobilien investieren und nicht in Fonds. Ich vertraue keinem (Bank-) Berater

Kommentar von Ursusmaritimus ,

....und wenn du nicht das Geld für eigene Immobilien hast liegst du bei einem Immobilienfonds und das Spiel begint von Vorne.....

Kommentar von kevin1905 ,

Es gibt nicht eine ultimative Geldanlage und nicht jeder Mensch hat das gleiche Investmentprofil, die gleiche Risikotoleranz das gleiche Einkommen und Vermögen.

Fonds sind wie Immobilien Sachwerte (Sondervermögen). Sie haben gegenüber Immobilien Vor- und Nachteile.

Bei einer Immobilie steht und fällt alles mit der Lage und der Prognose der Standortentwicklung der nächsten 25 bis 30 Jahre.

Bei guter Lage lassen sich Mietrenditen und Wertsteigerungen erzielen, die die meisten Fonds übertreffen. Aber eine Immobilie ist nicht liquide. Eine Schrotthütte (falsche Lage) werde ich schwerer wieder los, als Hundekot am Schuh.

Wem das Fachwissen fehlt, der muss sich eben an einen Berater wenden. Dieser sollte möglichst unabhängig sein.

Kommentar von ChrisdasSchwein ,

so läuft das

Antwort
von MonikaDodo, 41

Finger weg von Fonds! Der einzige der verdient ist die Bank!

Kommentar von Ursusmaritimus ,

Das ist zu einfach, viel zu einfach!

Kommentar von MonikaDodo ,

Ist es auch! Ganz einfach!

Antwort
von Ursusmaritimus, 65

Ja, es ist eine gute Möglichkeit sein Geld gestreut anzulegen.

Aber! mit den "Fonds" und den "Beratern" gilt es absolut vorsichtig zu sein, da gibt es überwiegend Bauernfänger die dein Geld so anlegen das es Ihnen Gewinn bringt.

Mein Tipp:

Lies dich in "Stiftung Warentest Finanztest" ein und schau dort nach Pantoffelfonds (das sind Fonds welche für längere Laufzeiten gedacht sind ohne tägliche Betrachtung). Kaufe die Fonds nicht auf einmal ein sondern maximal die Hälfte deines Anlagevermögens und dann jeden Monat noch 10% des Restanlagevermögens um den Cost Average Effekt einzupreisen.

Als Depot empfiehlt sich eine Internetbank wie DKB, INGDIBA, oder Cortal Consors.

Kommentar von DinoSauriA1984 ,

Mir ist aufgefallen, dass "Stiftung Warentest Finanztest" immer mehr Produkte und Firmen empfiehlt, die - mit Sternchen markiert - zu ihren Sponsoren gehören. Sie erklären zwar, dass das nichts mit der Bewertung zu tun hat, aber wie sagt der Volksmund: "Wes' Brot ich ess, dess' Lied ich sing..." Natürlich kann ich mich auch irren und die Journalisten des Finanztest arbeiten alle ehrenamtlich...

Kommentar von Ursusmaritimus ,

Seit wann hat Stiftung Warentest Sponsoren? Seit wann gibt es in/für Stiftung Warentest bezahlte Werbung?

Das würde absolut dem Selbstanspruch widersprechen. Die Tester und Journalistren werden bezahlt von den Einnahmen und einem staatlichen Zuschuß.

Aber du hast bestimmt ein paar absolut unabhängige Beratungsquellen,. oder?

Kommentar von Ursusmaritimus ,

Da wird aber kein Siegel verkauft sondern es wird eine Lizenzgebühr dafür verlangt wenn der Produktinhaber das Siegel zur Werbung verwendet. Dieser kleine/feine Unterschied dürfte dir möglicherweise entgangen sein.

Wenn ich bedenke was in der Vergangenheit schon für Schindluder mit total veralteten oder teilbewerteten Siegeln gemacht wurde finde ich das Lizenzieren sogar besser.

Antwort
von Mignon4, 34

Es kommt auf den Fonds an. Was für einen Fonds hat er euch empfohlen? Es gibt viele verschiedene Arten. Ohne weitere Hintergrundinformationen kann man deine Frage nicht beantworten.

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