Frage von Vi83D, 53

In einem pädagogischen Beruf arbeiten, obwohl man früher mal (schwer) krank war?

Bei der Erkrankung handelt es sich um eine Psychose. Ich finde so eine Diagnose schon sehr schwer wiegend, aber das ist nicht zu vergleichen mit Krebs, ich weiß.

Auf jeden Fall ist mir aufgefallen, dass Ärzte einem dann empfehlen, aufgrund der psychotischen Erkrankung nicht in einem pädagogischen Beruf zu arbeiten. Heißt das nun, nie mehr? Oder nur eine bestimmte zeitlang nicht?

Und außerdem ist es ja ein Unterschied, ob es sich dabei um eine Empfehlung eines Arztes handelt oder ob man selbst richtig Ärger (rechtlich etc.) bekommen könnte, wenn man trotzdem im pädagogischen Bereich arbeitet. Ist das eine Empfehlung oder ein (lebenslanges) Verbot, dass rechtlich gesehen richtige Folgen haben könnte?

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Antwort
von Patchouli, 49

Da spricht generell nichts dagegen. Warum auch? Solltest du im Schichtdienst tätig sein, würde ich dir allerdings empfehlen, dass du dich vom Nachtdienst durch deinen Facharzt befreien lässt. Ein sehr unregelmässiger Lebensrhythmus kann sich auf die Psychose ungünstig auswirken

Kommentar von Vi83D ,

Hallo Patchouli, dass ich nicht nachts arbeiten sollte, wurde mir auch gesagt. Das sehe ich auch so. 

Das ist aber schon etwas anderes, als eine Empfehlung/Verbot?, dass man dann nicht im gesamten pädagogischen/pflegerischen Bereich arbeiten darf. 

Kommentar von Patchouli ,

Eine Empfehlung ist definitiv kein Verbot, mach dir keine Sorgen.

Antwort
von Kerstin96, 53

So einen Blödsinn habe ich selten gehört - und ich kenne mich auf dem Gebiet (leider) gut aus.

Wieso solltest du denn aufgrund einer Psychose nicht im Pädagogischen Bereich arbeiten? Ich kenne sehr viele Leute, die psychisch erkrankt sind/waren und im Psychologischen/ Pädagogischen Bereich tätig sind. Solche Personen können sich meist noch mehr in die Gefühlslage von Leuten bzw. Betroffenen selbst hineinfühlen - was ja ein Vorteil ist.

Mündlich kann dir so etwas sowieso gar kein Arzt verbieten - hierfür müsste es ja einen schwerliegenden Grund (zum Beispiel Pädophilie) geben, und dies müsste dann wahrscheinlich rechtlich abgeklärt werden.

Kommentar von Menuett ,

Mit einer Psychose im pädagogischen Bereich?

Weißt Du, was eine Psychose ist?

Kommentar von Kerstin96 ,

Ja, ich weiß was eine Psychose ist. Aber wenn diese behandelt wird, sehe ich keinen Grund, warum dies nicht möglich sein sollte. Bei einer unbehandelten Psychose o. generell psychischen Krankheit kann es in jedem Job Probleme geben.

Antwort
von Menuett, 12

Was bedeutet "früher mal"?

War das eine einmalige Situation vor zig Jahren, die sich nicht wiederholte?

Oder ist das ein paar Monate her und war nicht das erste Mal?

Kannst Du problemlos verantwortlich handeln?

Ja, es kann rechtliche Folgen haben, wenn jemandem auf Grund Deiner Erkrankung etwas zustößt.

Antwort
von mia68, 31

Ich denke, so eine Aussage kann lediglich eine Empfehlung (oder auch: Appell an die ganz eigene Verantwortung für sich und sein Tun) darstellen.

Niemand wird dir, wie du andererseits vermutest: "verbieten" (können oder wollen), für welche berufliche Richtung du dich entscheidest.

Wie hier ja auch anderweitig schon steht: In gewissen Bereichen auch ganz persönlich vorgeprägt zu sein, kann ja tatsächlich erst einmal alles andere als ungünstig oder schlecht sein.

Wiederum geht es in meinen Augen aber schon auch darum, sich selbst so gut zu kennen / einschätzen zu können, dass man auch die eigenen Grenzen (!) innerhalb dessen zu berücksichtigen weiß. Wo auch immer die liegen, und wie auch immer die aussehen mögen.  

Soll heißen: Möglicherweise ist wirklich nicht jeder pädagogische Fachbereich nun unbedingt geeignet, bei dieser oder jener Vorerkrankung.

Insofern erwähnte ich auch den Begriff des Appells, hier vorab - schlussendlich liegt es nur in deiner Hand, was du tust. Entsprechend individuell, wie ebenso umsichtig und bedacht sollte man sich mit dieser Fragestellung befassen. Das kann und sollte dir kein Arzt der Welt abnehmen... 


(was nicht heißen soll, dass man sich mit anderen nicht austauschen und/oder beraten kann - ganz im Gegenteil! Nur ist das vermutlich bei jenen besser aufgehoben, die um dich und deine ganz persönliche Situation um einiges besser wissen als jeder hier bei GF)       

Antwort
von nowka20, 36

wer selbst ne macke hatte, kann die von anderen menschen besser verstehen

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