Frage von Hauptdarsteller, 248

In Deutschland werden jährlich ca. 300 Menschen ermordet, warum sucht sich die Zeitung immer wieder einzelne Fälle heraus und tut so als wäre es das schlimmste?

In Deutschland werden jährlich ca. 300 Menschen ermordet, warum sucht sich die Zeitung immer wieder einzelne Fälle heraus und tut so als wäre es das schlimmste der letzten 10 Jahre?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Schnoofy, 48

Weil Die (den Begriff "Zeitung" verkneife ich mir in diesem Zusammenhang) sehr frühzeitig, dass man durch reisserische Schlagzeilen Käufer und Leser gewinnen kann.

Und das ist nun einmal das, was die Existenz eines Presseprodukts sichert.

Das diese Leser häufig Menschen sind, die aus verschiedensten Gründen nicht selbständig denken können oder wollen erleichtert natürlich die Produktion von Schwachsinn ungemein.

Antwort
von Nomex64, 35

Weil die Presse davon lebt das möglichst viele Zeitungen verkauft werden.

Es gibt im Jahr 3000 Verkehrstote, interessiert bis auf ein paar spektakuläre Fälle auch nicht wirklich jemanden.

Antwort
von ponter, 69

Schlagzeilen wecken das Interesse des jeweiligen Users, egal ob Zeitung, TV usw, besonders, wenn es im eigenen Land und hier womöglich noch in nächster Nähe geschieht. Das steigert u.U. somit letztlich den Umsatz des Medienunternehmens. 

Ein Baustein der Marktwirtschaft.

Antwort
von FragaAntworta, 115

Weil es eine Zeitung ist und von Auflagen lebt, und ohne Übertreibung, Lüge und Verleumdung meinen die Journalisten nicht mehr lange existieren zu können. Leider sind die Ausnahmen sehr gering und überschaubar, man spricht in diesem Zusammenhang auch von Mietmäulern.

Kommentar von earnest ,

Wer ist "man"? Wer sind DIE Journalisten?

Meinst du hier den Sprachgebrauch von Pegida & Co.?

Die "Mietmäuler" der "Lügenpresse"?

Aber auch "Mainstream-Mietmäuler" wäre ein interessanter Ausdruck ...

Ich bin übrigens sicher, dass du aus deinem Blickwinkel die "Ausnahmen" in der Tat nicht überschauen kannst.

Kommentar von FragaAntworta ,

Ah ja, das ist schon ok, aber in einem Topf mit PEGIDA & Co ist ungerecht. Ich sprach nicht von Lügenpresse sondern mahne nur die Übertreibungen an, und auch die Schreiberlinge die der Politik inzwischen sehr nahe stehen, dass Du mich damit in die Rechte Ecke drängen willst ist ungerecht und das Du mir meine Meinung absprichst und diese an meinem "Blickwinkel" binden willst, ist auch typisch für Dich, dachte aber über dieses Thema wären wir schon hinweg.

Es ist wohl einigermaßen klar inzwischen, und vielleicht auf bei Dir angekommen, dass viele sog. Journalisten ihren Auftrag nicht sehr ernst mehr nehmen, und mit gezielten Kampagnen, z. B. die Hezte gegen nicht NATO Ländern einen sehr einseitigen Journalismus abgeben, und viele Themen nur unnötig aufgepauscht werden.

Der unabhängige Journalismis ist kaum noch in einer Zeitung zu finden. Aber danke, dass Du mich damit sofort in die rechte Ecke stellst, mal was anderes nachdem ich hier mehr als Gutmensch und Links bezeichnet werde,

Antwort
von DODOsBACK, 89

Weil es meistens tatsächlich mit das Schlimmste ist, was in den letzten 10 Jahren IN DIESEM ORT passiert ist...

Kommentar von Kitharea ,

der war gut xD

Antwort
von meliglbc2, 14

Ich denke, dass ein schweres einzel Schicksal viel mehr bei den Menschen auslöst als eine Zahl. So verkaufen Zeitschriften viel mehr und es geht immer um Gewinn.

Antwort
von atzef, 47

"Die Zeitung" steht i Konkurrenz zu weiteren Printmedien, dem TV, dem Radion und zunehmend dem Internet. Alle diese Medien müssen zusehen, dass sie Quote machen. Mit dem kalkulierten Grauen gelingt das neben Skandalen und Sex halt am besten.

Antwort
von Kitharea, 114

Es gibt Länder wo tausende Sterben oder verhungern. Interessiert halt keinen weil's weit weg ist. Wenn die Schlagzeile verspricht spannend zu sein kaufen die Leute die Zeitung und etwas wie "Arbeitsloser erschießt seine Frau" (sry für mutmaßliche Vorurteile) klingt doch auch für dich interessanter als "Statistik 300 Menschen/Jahr werden getötet". Menschen wollen halt persönliche Geschichten lieber als statistischen Schnickschnack der nur dann gut ist - wenn man sich mit Zahlen selbst oder Anderen was beweisen will.

Kommentar von elliieXxx ,

Es interessiert auch nicht, weil wir uns mit diesen Ländern nicht vergleichen. Die sind nicht in der EU. Damit haben Sie für uns direkt einen niedrigeren Standard. 

Kommentar von Kitharea ,

Weiß nicht ob ich grad lachen soll. Dass sie einen niedrigeren Standard haben trifft nur mehr für 20% der Länder zu wo wir das denken. Im Moment sind wir die blöden :)
Und von wegen wir vergleichen uns nicht - wird uns nicht ständig versucht zu sagen wir sollen bitte froh sein wie gut es uns geht weil in Timbuktu und Indien geht es den Menschen wesentlich schlechter als uns ? dehä ? Ich kann mich noch an Zeiten erinnern wo wir uns mit "besserem" verglichen haben und nicht mit schlechterem. Anders ist Denkfortschritt auch nicht möglich. Wir befinden uns derzeit an der Stelle wo wir zu überheblich sind um überhaupt zu merken dass wir die blöden sind. Und sind zu dumm um das zu akzeptieren. Wir vergleichen uns mit Schlechteren anstatt uns ein Beispiel an Besseren zu nehmen. Diese Art der deutsch/französischen Überheblichkeit wird uns noch viele Jahre begleiten. Und bis dahin geht es erst einmal nur bergab.

Kommentar von elliieXxx ,

Natürlich sollte man sich glücklich schätzen wenn man ein Leben hier führt. 

Ich habe auch nicht gesagt, dass die einen niedrigeren Standard haben. Nur, dass sie so angesehen werden. 

Wenn Jordanien (nur zum Beispiel) auf einmal fast insolvent wäre, würden wir denen 4Mia. geben? Ich glaube irgendwie nicht. Vielleicht würden wir denen das nötigste geben, aber erstmal würden wir sehen, wer denen denn nicht statt uns was geben kann. Bei Griechenland ist das anders, weil die in der EU sind. 

Kommentar von Kitharea ,

ich les schon wieder nur geldgeldgeldgeldgeldgeldgeldgeldgeldgeldgeldgeldgeldgeldgeld *schnarch*

Kommentar von elliieXxx ,

Weil Geld ja mittlerweile so unwichtig ist, damit eine Nation existieren kann? 

Kommentar von Kitharea ,

Ich würde mich eher fragen wieso Geld so wichtig geworden ist. Ist Geld wirklich wichtiger als ein Staat der Jahrhunderte lang an Dingen wie Kultur und Fortschritt nicht zu überbieten war NUR weil die Menschen dort angeblich nicht so sind wie wir sie gerne hätten? Ist Geld wirklich mehr wert?
Ich will dazu gar nicht wirklich viel sagen weil's ohnehin fast keiner versteht. EGAL was auf dieser Welt hier passiert - EGAL wie wo und wer - mit GELD löst man keine Probleme. Maximal kurzfristig. Maximal son bisschen. Aber NIEMALS löst Geld Probleme auf Dauer und für alle. Das ist ne Milchmädchenrechnung die niemals aufgehen wird.

Kommentar von elliieXxx ,

Super. Na dann würde ich mal sagen, nie wieder an NGOs, Hilfsorganisationen usw. spenden. Geld löst ja keine Probleme. 

Irgendein System braucht man um für Dienstleistungen "bezahlt" zu werden. Dafür haben wir Geld und ich glaube ohne wären wir mit dem Fortschritt heute nicht so weit. 

Kommentar von Kitharea ,

Siehst - wieder falsch verstanden. Bins eh gewöhnt. Ich plädiere nicht dafür Geld abzuschaffen. Da kann man sich jetzt polemisch immer wieder Argumente aus den Fingern saugen um mich zu widerlegen. Kann man dir auch nicht verbieten passt schon.
Mir geht es eher darum dass Geld und Menschlichkeit früher annähernd gleich wertvoll war. Geld war für den Menschen da - zur Zeit habe ich eher das Gefühl der Mensch ist für Geld da. Dieser kleine aber feine Unterschied sorgt für - wenn du mich fragst - viele Probleme die grade so aktuell sind. Wenn Geld mehr Wert hat als das Leben eines Menschen hakts irgendwo findest nicht ? Ich halte dich eh für einen guten Menschen letztendlich - aber auch du scheinst nicht zu verstehen dass eine bessere Welt nicht durch Geld erkauft werden kann. Eine bessere Welt gibt's nur durch Gleichstellung, Verständnis, Mitgefühl, klare Grenzen ect. Kein "vonobenherabaufandereguckenunddenensagenwiesielebensollen". Und genau das machen wir grade seit Jahren. Wir sind nicht das Ultimo der Welt.

Unsere Schulen sind inzwischen dermassen schlecht dass jeder Rumäne eine bessere Bildung hat bei gleichem Alter. Unser Sozialsystem baut ab. Unsere Integration tut nur so als würde sie existieren. Unsere Menschen können sich nicht mehr um die Kinder kümmern weil sie keine Zeit mehr für sich selbst haben. Unsere Politiker sind so geld- und machtgierig dass Alles andere egal ist. Unsere Wirtschaft sieht den Menschen nur mehr als eine Zahl. Unsere Kinder müssen alle gleich sein - gleich denken - gleich spielen - gleich brav sein - und wenn sie dann erwachsen sind sollen sie neue Ideen haben dehä. Unsere Familien sind zerstritten weil sie kein Gefühl mehr für den Anderen haben weil sie ohnehin nicht zusammen wohnen. Wir schaufeln uns das Grab schon selbst - da braucht es keine Amis, keine Russen, keine werauchimmerangeblichnurunserGeldwill. Aber ey - in Timbuktu geht es den Menschen noch schlechter. Passt schon.

Antwort
von XeZialTube, 106

Wahrscheinlich damit die bevölkerung sich nicht so viele sorgen machen meine meinung nach aber genau weiß ICH ES auch nicht

Antwort
von aprilseventh, 52

Es kommt auf die Schwere, die Umstände an..... Und 300 Morde in einem Jahr sind so gesehen nicht viel. Wenn in überregionalen Zeitungen theoretisch jeden Tag ein kleiner Bericht darüber wäre würde das nicht weiter auffallen.

Wenn Kinder, Babys oder Schwangere im Spiel sind, ist es für die Gesellschaft interessanter. Oder wenn es besonders grausam oder Rätselhaft ist...

Antwort
von emily2001, 58

Hallo,

die Zeitung muß die Neugier der Leser erwecken! Sensationslust, Einmaliges, Grausames, Abstoßendes, Skurriles, alles ist gut genug, wenn es nur die Neugierde der Leser erweckt!!!

Emmy

Antwort
von Yogh23, 73

Weil alle Regierungen der Welt in der Vergangenheit schon immer auf den Faktor Angst gesetzt haben um sein Volk zu unterdrücken.

Wenn dem Volke bewusst würde,dass diese Angst zwar nicht unberechtigt ,aber nur in Promille gemessen ist, würden sie Ihrer Meinung nach die Gewalt (was für ein schönes Wort für einen Angestellten, den wir alle bezahlen) verlieren.

Sie (Die Herrschenden,man kann auch ruhigen Gewissens sagen : Die Herrscher) haben unglaubliche Angst davor, Ihre Privilegien und Ihren Status zu verliern,

daher versuchen sie uns in Angst und Schrecken zu versetzen, die grösstmögliche Katastrophe ständig vor Augen zu führen und unsere Lebensumstände so zu gestalten,dass wir uns immer und überall vor irgendetwas fürchten müssen.

Ist gerade nichts zum Fürchten parat,dann werden eben neue Ängste geschürt.

Dieses geschieht durch permanente Manipulation der Meinung und der Wahrnehmung, was den Grossteil der Bevölkerung in eine Art Schockstarre versetzt und den Herrschern  weiterhin Ihre Freiräume (also Ihre Ausbeuterstellung ) garantiert.


Ach ja, ich habe vergesen zu erwähnen,dass jedes Jahr Hunderttausende sterben,die durch Waffen welche unsere Regierenden herstellen sterben,das gehört mit zu Meinungsbildung !


Zeitgeist- Der Film sehen

Kommentar von DreiGegengifts ,

Krumme Verschwörungstheorien am Morgen vertreiben Kummer und Sorgen 👍

Kommentar von Yogh23 ,

Ja,nee is schon gut.

Verschwörertheorien ?

Mal das eine oder andere Geschichtsbuch und/oder Wirtschaftsfachbuch gelesen oder stammelt Du da nur das Zeug nach,was Dir aufoktruiert wurde und von Dir übernommen wurde,ohne mal das geringste zu hinterfragen?

Kommentar von Still ,

Ja nee is klar; in jeder Zeitungsredaktion sitzen Regierungsbeamte und schreiben vor, dass heute mal wieder "Angstmachen" Thema sein muß. Deine Antwort ist einfach nur peinlich!

Kommentar von Yogh23 ,

Versuche mal den Begriff " Realitätstunnel " zu verstehen

Antwort
von DreiGegengifts, 12

Weil die Zeitung aus Platzgründen und wegen des Kundeninteresses nur über einzelne Fälle berichten kann. Über alle 300 zu berichten wäre zu viel.

Kommentar von Hauptdarsteller ,

Ja :-D, aber sie lassen es immer so aussehen, als wäre es der einzigste   und grausamste Morde der letzten 100 Jahre.

Kommentar von DreiGegengifts ,

Meist wird eben über die grausamsten oder sonst wie außergewöhnlichsten Fälle berichtet.

Welche Zeitungen liest du denn? Die Art der Berichterstattung wählt der Kunde beim Kauf eines bestimmten Blattes.

Antwort
von Hoegaard, 68

Damit die Zeitung gekauft wird. Sowas lesen die Leute halt gern

Kommentar von TlGER ,

Sowas lesen die Leute halt gern

Wir Menschen sind schon ekelhaft, was das angeht.

Kommentar von Hoegaard ,

Gott ja, man kann auch etwas überempfindlich sein. Die Menschen freuen sich halt, dass das Unglück nicht sie getroffen hat. Anders ist der Erfolg von Kriminalromanen, Horrorfilmen, True-crime-Magazinen, "wahren Geschichten" wohl kaum zu erklären. Das ist eine harmlose Marotte und nicht "ekelhaft". Da gibt es ganz andere menschliche Verhaltensweisen, die ekelhaft sind.

Kommentar von Kitharea ,

JA - wenn einer zu laut kaut ist das derbe ekelhaft xD

Kommentar von Kitharea ,

Jein - es ist normal dass man sich mit anderen "vergleicht" um sich selbst besser zu fühlen. Jeder redet sich seine eigene Welt damit schön. Und das ist auch irgendwo notwendig weil wenn wir spüren würden was für herzlose Idioten wir mitunter sind - könnten wir damit wohl nicht so gut leben. Es geht nicht um gut/schlecht sondern darum wie man es schafft sein Leben zu leben ohne von dauerschlechtem Gewissen (was einen definitiv umbringen kann) gepeinigt zu werden. Selbsterhaltungstrieb wenn du so willst im entfernten.

Antwort
von mistergl, 48

Dann würde ich sagen, pack die Bildzeitung bei Seite und geh wieder an die Arbeit ;) Pause is um...

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