In Deutschland muss der Mittelstand die Armen versorgen und den Reichen beim Sparen helfen?

... komplette Frage anzeigen

7 Antworten

"Mittelstand" ist eine unglückliche Kategorie, weil sie zu viel Verschiedenes
erfasst.

Es scheint mir eher so zu sein, dass die "aktive" (= erwerbstätige) Bevölkerung
zu viele nicht Erwerbstätige durchfüttern muss  und deshalb zu stark belastet ist. (Googel mal nach dem Buchtitel: "Wer arbeitet, ist der Dumme".)

Zu diesen nicht Erwerbstätigen gehören Personengruppen, die du wohl dem "Mittelstand" zuschlagen müsstest, z. B. Pensionäre, deren durchschnittlichen monatlichen Bezüge oberhalb von 3.000 € liegen.

Andere zahlen in ihrer Eigenschaft als Kapitaleigner (wie ich selbst z. B.) auf Kapitalerträge nur den Abgeltungssteuersatz von 25%, d. h. weniger an Steuern als ordentlich verdienende Berufstätige auf ihr Arbeitseinkommen.

Auch die Erbschaftssteuersätze (und es erben im Vermögenssinn zumeist Angehörige deines "Mittelstandes") sind angesichts dessen, dass es sich für den Erben um arbeitsloses Einkommen handelt, m. E. eher zu gering.

Ähnliches gilt für das andere Ende der Einkommensskala, wo nach meinem Dafürhalten das Abstandsgebot von Sozialleistungsempfängern zu Erwerbstätigen oft nicht gewahrt ist. 


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

"Mittelständler" sind Eigentümer mittlerer Unternehmen mit bis 500 Mitarbeiter. Sie  werden meist zur Oberschicht gezählt und lassen die Mittelschicht und die Unterschicht für sich arbeiten.

Dafür genießen sie eine reduzierte Kapitalertragssteuer von 25% und praktisch keine Erbschaftssteuer. Beteiligen sich also fast nicht an den Steuern und können meist ohne Leistung zu erbringen von ihrem Vermögen leben. Mein Mitleid hält sich in Grenzen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von CamelWolf
25.02.2016, 16:58

Du hast natürlich recht. Ich habe mich da wohl nicht ganz korrekt ausgedrückt. Meine Frage bezog sich nicht auf die Eigentümer von KuM, sondern auf den akad. gebildeten Durchschnittsverdiener. Trotzdem Danke für Deine Antwort.

0

Hört sich gut an. Fehlt nur der Nachsatz...damit die Reichen noch reicher werden :-)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Google mal "Mittelstandsbauch" bezüglich der Einkommenssteuer. Dann wirst Du feststellen, daß Deine Aussage korrekt ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was ist reich? Zu dem reichsten 1% in Deutschland gehört, wer ungefähr etwas mehr als 100.000 € verdient. Also nicht der Millionärserbe, Bankenchef, Immobilienhai, sondern Fachinformatiker bei SAP oder der selbstständige Zimmermann. Diese Menschen zahlen ca. 40 % Ihres Einkommens an Steuern. Die 1 % sind nicht das Problem, sondern die 0,001% an Superreichen, die ihr Vermögen so geschickt anlegen und weitervererben, dass Ihr Wohlstand immer weiter wachsen muss. Hier sollte meiner Meinung nach angesetzt werden

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo,

"den Reichen beim Sparen helfen": Die Vermögenssteuer wurde abgeschafft, mit der die Reichen besteuert wurden. Damit wurde die Steuerbelastunga uf den Mittelsatnd "abgewälzt".

"Den Armen helfen": Das sollten mal die Reichen tun (s.oben)

MfG

Steven Armstrong

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich finde diese Aussage ist Unfug. Reiche zahlen sogar mehr steuern..

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung