Frage von alegna818181, 139

In der Wohlverhaltensphase einen "kleinen" Kredit aufnehmen?

Bitte nur antworten, wenn Ihr euch ganz sicher seid oder euch auskennt oder eine ähnliche Erfahrung gemacht hat. Danke.
Bin in der Wohlverhaltensphase u. würde mir gerne eine relativ kleinen Kredit von ca. 3.000,- nehmen. Ich könnte diese Summe ohne Probleme von meinem Unpfändbaren Einkommen abzahlen. Kredite ohne Schufaeinsicht erhält man auch.
Nun meine Frage: Muss der Insolvenzverwalter was davon erfahren? Soweit ich weiß, muss ich mich nur an die Regeln halten, welche die Wohlverthaltensphase angeht, und da steht nichts von neuen Krediten.
Geld was extra reinkommt, muss ich nur angeben, wenn es sich um eine Erbschaft handelt.
Danke für eure Antworten!
Bitte nicht solche Antworten, wie "Spar doch!" Das weiß ich(-:

Antwort
von Artus01, 96

Die InSO verbietet nicht die Aufnahme eines neuen Kredits während der WVP, sofern man denn einen erhält.

Vorsicht ist aber geoten wenn man den neuen Kredit nicht zurückzahlen kann. Nicht nur daß dieser Kredit nicht von der RSB erfaßt wird, ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugs ist dann sehr aussichtsreich.

Antwort
von franneck1989, 101

Ich könnte diese Summe ohne Probleme von meinem Unpfändbaren Einkommen abzahlen.

Die Glaskugel, die du benutzt, möchte ich auch haben

Kredite ohne Schufaeinsicht erhält man auch.

Wo genau? Ich verfolge diese Branche schon länger. Ich habe noch niemanden erlebt, der solche Kredite bekommen hat. Alles nur Abzocke, um Vermittlungsgebühren einzustreichen.

Zur Frage: http://www.frag-einen-anwalt.de/Kreditaufnahme-in-WVP--f40031.html

Antwort
von akkurat01, 79

Prinzipiell könntest du einen Kredit aufnehmen.

Aber kein solides Kreditinstitut wird dir einen geben.

Ich würde auch so die Finger davon lassen. Wenn du in der Lage bist von dein jetzigem Einkommen einen Kredit zurückzuzahlen bist du auch in der Lage etwas anzusparen.

Gib immer nur so viel Geld aus wie du zur Verfügung hast. Damit kommst du am weitesten.

Und nicht vergessen, am Ende des Verfahrens kommen noch einmal Kosten auf dich zu.

Wenn du trotzdem unbedingt einen Kredit benötigst solltest du immer den Insolvenzverwalter dazu befragen. Nicht das das Gericht am Ende des Verfahrens einer Entschuldung nicht zustimmt. Dieses Risiko würde ich an deiner Stelle nicht eingehen.

Antwort
von meisterstroee, 64

Bei der Sigma Bank in Lichtenstein kann man 3500 oder 5000€ beantragen mann muss als einzelperson 1600€? verdienen.

Keine Meldung am Schufa aber eine Abretung des Lohnes

Antwort
von Samika68, 93

Du benötigst die Zustimmung des Insolvenzverwalters, wenn Du während der Wohlverhaltensphase einen Kredit beantragen möchtest.

Aufgrund der negativen Schufa-Eintragung wird Dir eine Bank ohne Bürgen und/oder entsprechender Sicherheit den Kredit bestimmt ablehnen.

Kommentar von Artus01 ,

Du benötigst die Zustimmung des Insolvenzverwalters, wenn Du während der Wohlverhaltensphase einen Kredit beantragen möchtest.

Das ist Unsinn.

Kommentar von Samika68 ,

Ist es nicht - informiere Dich bitte, bevor Du solche Aussagen triffst.

Kommentar von Artus01 ,

Das habe ich.

Wo steht in § 290 InsO daß eine neue Kreditaufnahme zu Versagung der RSB führen muß?

Kommentar von Artus01 ,

Und wo steht in der gesamten InsO daß der Treuhänder Vormund des Insolventen ist?

Kommentar von Samika68 ,

Ich hab' doch gar nichts bezgl. einer RSB geschrieben - meine Äusserung war, dass der Insolvenzverwalter die zentrale Figur eines Insolvenzverfahrens ist.

Er ist derjenige, der handelt und auf den die Verfügungsbefungnis übergeht und der Insolvenzverwalter ist auch derjenige, der rechtsverbindliche Entscheidungen bezüglich des Vermögens- und der Vermögensverwaltung des Schuldners zu treffen hat.

Dazu gehört auch die Beantragung eines Kredits durch den Schuldner.

Kommentar von franneck1989 ,

Ich hab' doch gar nichts bezgl. einer RSB geschrieben - meine Äusserung
war, dass der Insolvenzverwalter die zentrale Figur eines
Insolvenzverfahrens ist. 

Nein, deine Äußerung war, dass bei Kreditaufnahme die Zustimmung des Insolvenzverwalters nötig ist. Und das ist schlichtweg falsch.

Die Obliegenheiten des Schuldners während der WVP regelt §295 InsO.

Kommentar von Samika68 ,

Wenn Du dich so gut auskennst, kennst Du sicher auch §277 Abs. 1 InsO...

"...daß bestimmte Rechtsgeschäfte des Schuldners nur wirksam sind, wenn der Sachwalter ihnen zustimmt..."

Kommentar von DwarfEnt ,

Wenn Du das nächste Mal die Insolvenzordnung zitierst, dann bitte komplett, weil hier sonst ein falscher Sachverhalt entsteht.

In §277 Abs. 1 InsO steht nämlich ganz klar, dass das der Fall ist, wenn die Gläubigerversammlung zu Beginn des Verfahrens einen entsprechenden Antrag gestellt hat. Das passiert aber praktisch nie.

Kommentar von Ronox ,

Erstens ist das eigentliche Insolvenzverfahren hier schon lange aufgehoben (er befindet sich in der Wohlverhaltensperiode) und damit gibt es auch kein Insolvenzverwalter mehr, auf den die Verfügungsbefugnis übergehen könnte, zweitens würde sich die Verfügungsbefugnis ohnehin nur auf pfändbare Vermögensbestandteile erstrecken, der Verwalter ist nicht Vormund des Insolvenzschuldners und drittens geht es in der von dir zitierten Norm um den Sachwalter in der Eigenverwaltung, was eine besondere Form des Insolvenzverfahrens darstellt. Mal abgesehen davon, dass dort ein Zustimmungserfordernis auf Antrag der Gläubigerversammlung erst durch das Gericht angeordnet werden müsste.

Kommentar von Artus01 ,

Gerade wollte ich mich in dieser Form dazu äußern. Danke.

Kommentar von Samika68 ,

Der Schuldner hat Auskunfts- und Mitwirkungspflicht, d. h., er muss u. a. in jeder Phase des Verfahrens Änderungen mitteilen, die für das Verfahren von Belang sind - das sind v. a. auch Änderungen seiner wirtschaftlichen Verhältnisse, dazu gehört erst recht ein Neuerwerb!

(BGH, Beschl. v.11.2.2010 - IX ZB 126/08)

Es spielt auch keine Rolle, ob der Schuldner diesbezüglich von seinem Treuhänder befragt wird - der Schuldner muss bei Änderungen von sich aus Auskunft erteilen!

(BGH, Beschl. v. 13.1.2011 - IX ZB 163/10)

Eine Zuwiderhandlung kann die Versagung der Restschuldbefreiung nach sich ziehen.

Kommentar von Artus01 ,

Es ist schon recht dreist hier BGH-Urteile einzustellen die absolut nicht auf die Eingangsfrage passen!

Solange der Schuldner einen Kredit von dem Geld bezahlt das ihm nach der Abtretung verbleibt, muß er gar nichts mitteilen, denn seine finanziellen Verhältnisse ändern sich nicht.

Kommentar von Samika68 ,

Dreist, weil es der Argumentation auf Deine Kommentare diente? Es ging doch schon lange nicht mehr um die Frage! Die Urteile zeigen lediglich, dass Du falsch längst.

 Ach so, wenn der Schuldner durch einen Kredit plötzlich ein paar Tausend Euro mehr in der Tasche hat, hat sich nichts geändert...

Kommentar von Samika68 ,

....falsch lagst, nicht längst.

Autokorrektur, 'tschulgigung.

Kommentar von Artus01 ,

Es geht immer noch nur um die Eingangsfrage!

Der Argumentation auf meine Antworten dienen daher Antworten die nicht auf meine Argumentation und die Eingangsfrage passen eben nicht. Aber immerhin hast Du ja eingeräumt daß dem so ist. Letztlich beziehen sich die Urteile auf Schuldner die vor Beendigung des Insolvenzverfahrens falsche Angaben gemacht haben.

Die Fragestellerin hat jedoch gefragt ob sie nach Beendigung des Insolvenzverfahrens einen Kredit aufnehmen darf. Sie darf es, denn sie hat ein paar tausend € mehr in der Tasche die sie von ihrem Sebstbehalt abzuzahlen hat. Ihre Vermögenverhältnisse ändern sich insofern nur, daß sie über ein paar tausend € verfügt die ihr nicht gehören!

Anders sieht es vor dem Schlußtermin aus, aber das war nicht die Frage.

Antwort
von Joergi666, 81

Es fällt schon wirklich schwer, dieses Vorhaben nicht zu kritisieren, will aber versuchen sachlich zu antworten. Der von dir angeführte Paragraph ist noch umfassender, du musst über dein gesamtes Vermögen Auskünfte erteilen und speziell zum Kredit siehe: http://www.ratgeber-geld.de/kredit/kredit-trotz-privatinsolvenz.html

Kommentar von Artus01 ,

Auch was in dem Link steht ist Unfug.

Kommentar von Joergi666 ,

das solltest du aber schon begründen...

Kommentar von Artus01 ,

Lies § 290 InsO.

Antwort
von wilees, 90

Es ist nur bedauerlich, dass Du aus der Insolvenz noch immer nichts gelernt hast.

Obwohl Dir wohl diverse Schulden erlassen werden, möchtest Du sofort neue Schulden machen.

Antwort
von soissesPDF, 45

Dann platzt Dein Verfahren.

Von Angeboten wir "Kredite ohne Schufa" lass die Finger, diesen Kredit siehst Du nie.

Was stellst Dir denn unter Wohlverhalten genauer vor?
Mit neuen Krediten alte zu bedienen...mit neuen Krediten neue Schulden aufbauen...so ist die Sache nicht gedacht.

Antwort
von dresanne, 62

Na du bist gut, während der Insolvenz kannst Du dir keine "Wohlverhaltensphase" leisten. Das geht erst wieder, wenn Du aus dem ganzen Schlamassel raus bist und keine Schulden mehr hast.

Kommentar von Artus01 ,

Es ist offensichtlich daß Du keinen Schimmer hast wie ein Insolvenzverfahren abläuft, vermutlich weißt Du gar nicht was das ist.

Antwort
von lavre1, 73

wenn dus weisst, dann machs!

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