Frage von Ahristos, 57

In der Probezeit zu schnell gefahren (30 km/h der Vorwurf) aber eigentlich waren es nur 20?

Hallöchen, kurz vor Neujahr wurde ich auf der Autobahn geblitzt. Ich bin mit 120 gefahren, bis dann ein Schild 100 vorgeschrieben hat - habe selbstverständlich auf 100 runtergebremst. Dann kam eine Brückenanzeigen mit 70 und kurz danach ein Schild mit 80 km und etwa 300 Meter weiter ein Schild mit 60. Geblitzt wurde ich zwischen dem 80er und dem 60er Schild mit 100km/h. Der Vorwurf lautet nun 30 km/h zu schnell. Habe auch direkt einen Antwortbrief geschrieben, in welchem ich die beiden mobilen Schilder (80 und 60) ebenfalls erwähnt hatte. Im Bußgeldbescheid, welches auch auf meinen Stellungnahme eine Antwort gab, steht nur folgendes:

"Die von Ihnen erwähnte zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80km/h kann auf dem 'XY' Gebiet angezeigt worden sein. Ca. 500m danach wird dann aber eine Höchstgeschwindigkeit durch die Schilderbrücke vor der Messanlage geregelt. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt hier nie mehr als 70km/h und je nach Verkehrsaufkommen kann auch eine niedrigere Geschwindigkeit vorgeschrieben werden. Die Schilderbrücke zeigte nachweislich zur Tatzeit eine Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h für beide Fahrspuren an."

Auf die von mir erwähnten mobilen Schilder wurde nicht eingegangen. Ich hatte auch noch 2 Freunde dabei, die das ganze bezeugen könnten.

Ich mein es kann doch nicht sein, dass man jetzt schon auf der Autobahn anhalten muss und den gesamten Tatort fotografieren muss, um nachweisen zu können, welche Schilder sich auf der Straße befanden.

Meine Frage ist nun, ob jemand von euch weiß, wie ich jetzt weiter verfahren soll, da ich gerade mal das Strafmaß für mein Vergehen (30km/h zu schnell) nachgeschlagen habe und da ich noch in der Probezeit bin, kann ich mit einem Bußgeld von ~ 120€ und einem Aufbauseminar sowie 3 Punkten rechnen. Wenn ich allerdings das Strafmaß für die tatsächlichen 20 km/h bekäme, würde ich 35€ Bußgeld bekommen und das wars. Die 120€ würde ich auch unter Zwang bezahlen, allerdings sind die 3 Punkte und ein Aufbauseminar für ein Vergehen, das ich nicht begangen habe, dann doch etwas zu viel.

LG Ahristos

Antwort
von Parhalia, 22

Wenn Du die Möglichkeit hast ( es also nicht zu weit entfernt ist ), so fahre den betreffenden Streckenabschnitt der Autobahn nochmals ab und lasse einen Freund die Standorte der betreffenden Schilder filmen.

Aber wenn es ein Verkehrs-Leit- / Regulationssystem gibt, so gehen die angezeigten Tempolimits auf den "Signalbrücken" vor die Angaben der stationären Tempolimits an den Streckenrändern.

Und ab vorwerfbaren 21 bist Du leider tatsächlich "ausserorts" bereits im Bussgeld-Bereich, was dann auch als "A-Verstoss" gewertet wird.

Bezüglich "Punkte" hast Du vermutlich einen veralteten Tatbestandskatalog eingesehen. Denn zum 1 April oder Mai 2014 wurde das Punktesystem reformiert. Bis einschlieslich 30 zu viel gibt es demnach "nur" noch einen Punkt.

Aber das ist für Dein Problem ja ohnehin irrelevant.😕

Antwort
von JohannHilft, 34

Du kannst gegen jeden Bescheid gerichtlich vorgehen. Teile dem ordnungsamt/Polizei mit, dass du zeugen dafür hattest und wenn die darauf bestehen, dass du 120 bezahlen musst, fechte das an. Für eine Laien ist das aber ziemlich kompliziert. Ein Anwalt würde da sicher helfen. Du kannst ja einmal einen Anwalt aufsuchen und ihn um einen Rat fragen. Dafür müsstest du eigentlich auch nichts bezahlen

Kommentar von Messkreisfehler ,

 Du kannst ja einmal einen Anwalt aufsuchen und ihn um einen Rat fragen. Dafür müsstest du eigentlich auch nichts bezahlen

Ein Anwalt darf nicht kostenlos beraten.

Kommentar von wurzlsepp668 ,

den Anwalt zeig mir bitte, der eine Beratung erteilt ohne diese bezahlen zu müssen ....

ist in D verboten .....

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