Frage von Sarah123456ms, 19

In der Probezeit fristlos kündigen.. den Tag noch arbeiten ?

Ich bin noch in der Probezeit und möchte fristlos kündigen. Auf meinen ausbildungsvertrag steht drauf dass ich in der Probezeit fristlos kündigen kann. Meine Frage ist jetzt wenn ich z.B. Morgen die Kündigung abgebe muss ich dann noch morgen arbeiten oder kann ich dann gehen? Jemand meinte zu mir dass ich dann noch den Tag da bleiben muss wegen der Versicherung ? Und was ist mit meinem Resturlaub?

Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Arbeitsrecht & Kündigung, 11

Eine fristlose Kündigung beendigt mit sofortiger Wirkung das Ausbildungsverhältnis. Du gibst die Kündigung ab, räumst Deine Sachen zusammen und das war's.

Urlaubsanspruch den Du noch nicht nehmen konntest, wird nach § 7 Abs. 4 Bundesurlaubsgesetz ausgezahlt. Du hast für jeden vollen Monat des Ausbildungsverhältnisses Anspruch auf 1/12 des vereinbarten Jahresurlaubs.

Antwort
von peterobm, 11

Ab Kündigung bist raus - du kannst nach Hause gehen. Welcher Resturlaub - wie lange bist da am Arbeiten - wieviel Urlaub steht dir zu

Antwort
von DocAusbildung, 19

Hallo Sarah, 

wenn Du selbst (fristlos) kündigst, wirst Du Sanktionen vom JobCenter erhalten, wenn Du oder Deine Eltern auf das Geld angewiesen sind. 

Wenn Du schon eine neue Ausbildung hast, ist das natürlich kein Problem. 

Urlaub steht Dir pro Monat, den Du dort warst zu. 

Warum möchtest Du unbedingt fristlos kündigen? Eine Kündigung ist doch auch fristgerecht möglich. Du kannst dann alle Dinge friedlich mit dem Unternehmen regeln.

Hast Du schon mit Deinem Ausbilder gesprochen? Was ist der Grund für Deinen Abbruch?

Liebe Grüße

Kommentar von Familiengerd ,

Warum möchtest Du unbedingt fristlos kündigen? Eine Kündigung ist doch auch fristgerecht möglich.

Weil das Berufsbildungsgesetz BBiG § 22 "Kündigung" Abs. 1 in der Probezeit die fristlose Kündigung als "normale" Form der Beendigung des Ausbildungsverhältnisses vorsieht.

Kommentar von DocAusbildung ,

Lieber Familiengerd, 

sicherlich ist das machbar. Manchmal ist Konfliktlösung besser als einfach abzubrechen und zu flüchten. Oft sind es Kleinigkeiten, die sich durch Gespräche ändern lassen. 

Liebe Grüße 

Kommentar von Familiengerd ,

Was heißt, das sei "sicherlich machbar"?

Deine Anmerkung zur Konfliktlösung und Gesprächsführung ist sicher und zweifellos richtig - aber das ist dann wieder eine ganz andere Frage, die hier jedoch nicht gestellt wurde.

Kommentar von DocAusbildung ,

Lieber Familiengerd, 

Du bist hier sehr aktiv und das finde ich gut. Ich hatte auch Deine Antwort positiv bewertet und Dir mitgeteilt, dass Du Recht hast. 

Wieso also die Belehrung bezüglich der Frage? 

Ich habe jährlich mit ca. 2.000 jungen Menschen zu tun und viele davon haben Ausbildungen abgebrochen ohne vorher einen Versuch zur Lösung unternommen zu haben. Oft sind es Kleinigkeiten, die hätten verändert werden können, um einen Abbruch zu verhindern. 

Aber das ist ja wieder nicht passend zu der Fragestellung.. :-)

Ich wünsche Dir einen schönen Abend.

Kommentar von Familiengerd ,

Ich will Dir - was diese Fragestellung betrifft (Gespräche, Klärung von Problemen, Lösungssuche) - überhaupt nicht widersprechen: das ist alles richtig.

Aber es ist - auch wenn ich mich wiederhole - eine andere Fragestellung.

Das ist wie so oft bei der Frage nach Rechten und Möglichkeiten von Arbeitnehmern: Wenn man darüber Informationen, Hinweise, Ratschläge gibt, kommt oft der Einwand (ein "Totschlagargument"), der Arbeitsplatz würde gefährdet, die Kündigung drohen, wenn der Arbeitnehmer auf seinem Recht bestehen würde.

Aber erst einmal muss man überhaupt wissen, welches Recht man hat, was man darf und kann - und was nicht. Ob es aber opportun ist, auf seinem Recht zu bestehen, ist dann noch eine ganz andere Frage.

So ist es auch hier: Es geht erst einmal darum, zu klären, was der Fragesteller darf; ob er sich dann entsprechend verhält ... ...

Aber offensichtlich hat er hier bereits die Ebene der Reflexion über seine Situation verlassen, und ihm geht es wohl nur noch um seine Möglichkeiten, die direkten Konsequenzen (fristlose Kündigung) aus seiner Situation zu ziehen.

Antwort
von ManuausD, 13

nicht kündigen, versaust dir dein Lebenslauf damit und kann sein du darfst im gleichen beruf nicht weiter machen aus firmen Schutz gründen wirst da gesperrt, aber auch nach Bundesland anderst. Ruf IHK an und erkläre dass du einen Aufhebungsvertrag brauchst bedeutet du und cheff entscheiden beide hier ende und fertig ohne folgen und sofort. Besser wenn ihk das für dich macht. Packe deine Sachen ruf ihk an sag du hast Angst sie sollen das machen und sei an dem Tag krank oder Urlaub und du musst da nie mehr hin.

Kommentar von Familiengerd ,

kann sein du darfst im gleichen beruf nicht weiter machen aus firmen Schutz gründen wirst da gesperrt

Das ist Unsinn!

Während der Probezeit einer Ausbildung kann von beiden Seiten fristlos gekündigt werden.

Deine Aussage kann zutreffen, wenn der Auszubildende nach der Probezeit ordentlich kündigt.

Hinweis:

Es ist - zum besseren Lesen - durchaus angebracht, wenigstens ein Minimum an Zeichensetzung zu beachten (das fordern übrigens auch die Regeln des Forums)!!

Antwort
von NightHorse, 15

Der Resturlaub steht dir zu. Zumindest, für die Zeit die du gearbeitet hast.

Zum thema Fristlose Kündigung, kommt es auf den Grund an, wenn es einfach nur ist, weil du keine Lust mehr hast, würde ich den restlichen Tag noch dableiben, um einen sauberen Abgang zu haben.

Ist es jedoch absolut nichtmehr zumutbar, z.B. wegen sexueller Belästigung oder Gewalt, kannst du einfach so deinen Hammer fallen lassen und gehen. Allerdings kann es passieren das du dann Schadensersatzpflichtig gegenüber deinem Arbeitgeber wirst, wenn es doch zumutbar gewesen wäre, den Tag noch zuende zu bringen.

Kommentar von Familiengerd ,

Zum thema Fristlose Kündigung, kommt es auf den Grund an

Nein!

Für die fristlose Kündigung in der Probezeit des Ausbildungsverhältnisses bedarf es keines Grundes.

Allerdings kann es passieren das du dann Schadensersatzpflichtig gegenüber deinem Arbeitgeber wirst, wenn es doch zumutbar gewesen wäre, den Tag noch zuende zu bringen.

Das ist Unsinn.

Kommentar von NightHorse ,

Das ist eben kein schwachsinn, da selbst eine fristlose Kündigung in der Probezeit gewisse Fristen bebunden ist.

Wenn man einfach nur kündigt weil man kein Bock mehr hat, kann es eben schon zugemutet werden, den Arbeitstag zuende zu bringen, oder zumindest die Arbeit. Ein Beispiel: Ausbildung als Zerspanungsmechaniker un es ist ein Werkstück in der Maschine vom Azubi, Azubi sagt von jetzt auf gleich hat kein bock mehr und kündigt, und lässt die Maschine mit Werkstück und allem einfach so stehen, und übergibt sie auch nicht einem Kollegen zur beendigung der Arbeit, kann dem Azubi die Kosten, welche dadurch entstanden sind auferlegt werden.

Und den Satz, "Es kommt auf den Grund an" hast du anscheinen nicht vollständig gelesen, sonst würdest du das nicht so aus dem zusammenhang gerissen Zitieren.

Kommentar von Familiengerd ,

Das ist eben kein schwachsinn, da selbst eine fristlose Kündigung in der Probezeit gewisse Fristen bebunden ist.

Ah ja ... "fristlos" heißt "fristlos", weil man an "gewisse Fristen gebunden" ist. Welche "gewisse Fristen" sollen das denn sein?!?! In keinem Gesetz, keiner Vorschrift zum Arbeitsrecht steht etwas von "gewissen Fristen", die bei einer fristlosen Kündigung einzuhalten wären. 

Diese "Logik" muss Du einmal genauer erklären - um nicht noch einmal "Unsinn" zu sagen!  😂

Im Übrigen habe ich in meinem Kommentar nicht von "Schwachsinn", sondern von "Unsinn" gesprochen.

Und den Satz, "Es kommt auf den Grund an" hast du anscheinen nicht vollständig gelesen, sonst würdest du das nicht so aus dem zusammenhang gerissen Zitieren.

Selbstverständlich habe ich das gelesen - es spielt nur überhaupt keine Rolle, aus welchem Grund in der Probezeit fristlos gekündigt wird; darum das "Nein!", weil es auch nichts aus dem Zusammenhang zu reißen gab.

Das von Dir genannte Beispiel ist völlig untauglich; der Auszubildende kann nicht einfach alles stehen und liegen lassen, sagen "Ich kündige!" und gehen; schließlich muss er die Kündigung schriftlich aussprechen und seinen Arbeitsplatz ordentlich übergeben.

Antwort
von fiwaldi, 9

Bezahlung incl. Versicherungen etc. weden nur für geleistete Arbeitseinheiten ausgezahlt/abgeführt.

Kündigst du morgens und haust dann ab (oder wirst "abgehauen") ist der Tag gelaufen und nix gibt es dafür -- logisch?

Ansonsten halte ich fristlose Kündigung eher für schwachsinnig, es sei denn du hast gravierende gesundheitlche Proble durch die Arbeit oder der Chef hat dich vergewaltigt.

Kommentar von Familiengerd ,

Ansonsten halte ich fristlose Kündigung eher für schwachsinnig

Aha!

Nur ist die fristlose Kündigung - auch wenn Du sie für "schwachsinnig" hältst (was soll daran denn "schwachsinnig" sein?) - die ordentliche, "normale" Form der Beendigung eines Ausbildungsverhältnisses in der Probezeit (Berufsbildungsgesetz BBiG § 22 "Kündigung" Abs. 1).

Kommentar von fiwaldi ,

In diesem Fall bezog es sich auf die Kündigung durch den Arbeitnehmer.

Tut mir leid, dass das aus den beiden letzten Absätzen nicht für jeden ersichtlich ist.

Kommentar von Familiengerd ,

Das ändert nichts; ich habe da auch nicht differenziert.

Auch bei der Kündigung durch den Auszubildenden ist die fristlose Kündigung die nach dem Berufsbildungsgesetz BBiG § 22 "Kündigung" Abs. 1 vorgesehene "normale" Form der Kündigung in der Probezeit.

Antwort
von Remi67, 7

Nimm deinen Urlaub und nach dem Urlaub kündigst du

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