Frage von Ruhrpott01, 183

In der Kirche beten, fühle mich komisch?

Es ist wahrlich eine komische Frage für manche, dennoch versuche ich die zu stellen.

Ich bin auf Papier Moslem und gestehe dass ich nicht streng religiös aufgewachsen bin, ganz im Gegenteil: Ich glaube dass ich im Sinne des Islams ein schlechter Moslem bin, da ich weder 5 mal bete noch mich wirklich an die “Regeln“ halt.

Dennoch glaub ich fest am Gott und bin sehr offen für alle Religionen.

Ich gehe oft alleine in die Kirche und bete, ich bete was mir auf dem Herzen liegt. Ich liebe das Christentum und ja, ich glaub daran dass Jesus Sohn Gottes ist. Deswegen gehe ich auch lieber zur Kirche als in die Moschee. Ich bin aber ehrlich ich fühle mich sehr komisch, ich sitze da, bete zu Gott, bin aber weder richtiger Christ noch bin ich in irgendeinem Bezug (ob Islam, Christentum) ein richtiger Gläubiger. Ich denke mir ob das nicht falsch ist, und eventuell es so vor kommt als ob ich nur zu Gott bete wenn ich Probleme habe. Vielleicht sündige ich auch weil das nicht das Ermessen Gottes ist ?

Was meinst ihr, ist das der falsche Weg ? Oder meint ihr wenn es von Herzen kommt ist das egal welcher Religion man angehört, jeder ist Gottes Kind?

Ach ja, falls manche sagen, konvertiere doch zum Christentum, muss gesagt sein dass es sehr problematisch ist da in der Heimat der Galgen auf mich warten würde.

Antwort
von AaronMose3, 54

Ach Ja falls manche sagen , konvertiere doch zum Christentum muss gesagt sein das es sehr problematisch ist da in der Heimat der Galgen Auf mich warten würde

Wenn das hier mal ein paar Muslime lesen würden .. Hach.

Tu ganz einfach das, was du für dich als das Beste erachtest.

Gott wird auf diesem Weg immer mit dir sein. Es ist dabei egal, für welchen Weg du dich entscheidest. Selbst wenn man Atheistisch wird, unterstützt Gott diese Entscheidung. 

Da gab´s mal dieses Zitat:

Jesus steht schon seit Beginn an vor deiner Tür und klopft. Ob du sie öffnest, oder nicht, liegt bei dir. Keiner zwingt dich zu irgendetwas. Aber solltest du dich eines Tages dafür entscheiden, wird Jesus nach wie vor vor deiner Tür stehen und klopfen. Mache dann einfach die Tür auf, und lass ihn herein. 

Antwort
von Andracus, 86

Du musst nicht auf dem Papier konvertiert sein, um an Jesus Christus als Gottes Sohn glauben und ihn anbeten zu können. Die einzige Anforderung, die es gibt, ist, dass du glaubst - alles andere ist nicht unwichtig, aber Nebensache. Gott nimmt dich an wie du bist - wenn du aufrichtig betest, dann begegnet er dir auch. In der Kirche bist du auf jeden Fall willkommen. alle Stimmen, die dir etwas anderes einreden wollen, versuchen, dich vom Heil wegzuführen - beachte sie nicht! Gott sieht in dein Herz, und er weiß, dass du es ernst meinst mit ihm. Mach dir keine Sorgen! In seinem Haus bist du immer und überall erwünscht, er wartet geradezu auf dich, und du kannst alle Sorgen getrost fallen lassen - die Berechtigung, zu ihm zu kommen, hat Jesu Tod am Kreuz für uns alle längst geschaffen. Aus eigener Kraft heraus können und müssen wir nichts mehr tun. Gottes Segen für deinen weiteren Weg - ich wünsche dir noch viele ermutigende, bestätigende Erlebnisse für deinen Weg mit ihm.

Antwort
von michi57319, 62

Dein letzter Satz macht mich besonders traurig.

Wenn du betest, dann hältst du Zwiesprache mit dem Schöpfer. Welchen Namen dieser trägt, ist beliebig austauschbar, es gibt nur einen.

Mit dem Glauben kamen Regeln, welche jedoch allesamt von Menschen gemacht wurden. Es gibt gute Regeln und solche, die man wohl besser nur sinnbildlich verstehen sollte.

Glauben ist Liebe und diese kann keine Sünde sein. Jeder Mensch ist ein Kind des Schöpfers.

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 61

Ich bin der Meinung, alles was dem Menschen dabei hilft, ein glückliches, selbstbestimmtes und verantwortungsbewusstes Leben zu führen, ohne Anderen dabei zu schaden oder zu diskriminieren, ist richtig. 

Eine solche Einstellung braucht keinen Namen und keine Religion.

Anhänger vieler Religionen sprechen von "Sünde" oder fürchten sich vor der "Hölle" und hoffen auf die Belohnung im "Himmel", wenn sie nur brav alle religiösen Gebote befolgen und Regeln einhalten.

Ich bin Buddhist und daher sowohl religiös, als auch atheistisch - aber wenn man einmal rein hypothetisch annimmt, dass es Gott gibt, sehe ich das ganze so;

Wenn Gott barmherzig und allwissend ist und das Herz der Menschen kennt, dann wird er sich auch eines Atheisten, der sich immer darum bemüht hat, ein Leben zu führen, in dem er niemandem unnötig schadet, erbarmen und ihn ins Paradies holen.

Wenn Gott aber tatsächlich eher darauf achtet, dass man den richtigen Mitgliedsausweis in der Tasche hat und die eigenen Taten völlig ignoriert werden, nur weil man nicht der "wahren Religion" angehörte - dann gehe ich gerne in die Hölle, denn mit so einer fanatischen kleinkarierten Krämerseele will ich nicht im gleichen Himmel sitzen.

Mit dieser Einstellung kann ich sehr gut leben. :-)

Aus meiner Sicht ist dein Verhalten gegenüber dir selbst und deiner Umwelt wichtig und nicht, welchen Namen du Gott gibst, oder an welchen Propheten du glaubst. Handele nach deinem Gewissen und benutze deinen Verstand.

Alles Gute. :-)

Antwort
von nowka20, 26

Beten

Mt 6,6
6 Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten.

---das „kämmerlein“ ist die menschliche seele in deren herzenswärme.

Kommentar von NorwinSchneider ,

Was mit dem Kämmerlein gemeint ist:

Du gehst bspw. in dein Zimmer schließt die Tür zu und nimmst dir nur Zeit für Gott.

Wie kommst du auf die Idee mit der Herzenswärme? 

Kommentar von nowka20 ,

aus einsicht in die funktion des gebetes

Antwort
von lupoklick, 56

du bist in einem GOTTESHAUS . ob Kölner Dom oder Suleyman-Moschee und natürlich kannst Du dort beten, auch an jedem anderen Ort der Welt,,,, Laß dich nicht von religiösen Fanatikern, gleich welcher Richtung, herumzerren, 

Geh DEINEN Weg,,,

Da kommt mir ein Video in den Sinn:"Desiderata" mit Friedrich Schütter,,,,,

Antwort
von internetrambo, 85

Dann gehöre auf dem Papier keiner Religion an und kombiniere beide, also den Islam mit dem Christentum. Halte dich an die Regeln, von denen du auch überzeugt bist. Wenn du z.B Fasten sollst, damit du spürst, wie die Armen Menschen auf dieser Welt leben, aber du das nicht einsieht oder logisch findest, dann streiche diese "Regel"

Kommentar von DukeSWT ,

Synkretismus, also Religionsvermischung widerspricht der Bibel. Also ist das für ihn als Gläubigen Christen keine Option.

Kommentar von Dummie42 ,

Ach bla. Sowohl das Christentum als auch der Islam sind durch und durch synkretistische Religionen.

Antwort
von Almalexian, 83

Glaub was du möchtest. Wenn du Elemente von Islam und Christentum interessant und richtig findest dann ist das weder falsch noch richtig, es ist schlicht deine persönliche Auffassung.

Antwort
von Kars036, 56

Also ein Muslim bist du schonmal nicht

Antwort
von anniegirl80, 20

Du bist auf dem Weg, Christ zu werden - und das unabhängig davon was auf dem Papier steht. Immerhin bist du schon davon überzeugt dass Jesus der Sohn Gottes ist!

Aber Jesus ist noch mehr. Glaubst du auch daran dass er für deine Sünden gestorben ist am Kreuz, und dass er am dritten Tag wiederauferstanden ist? Denn auch das unterscheidet die Moslems von den Christen. Zusätzlich, dass man nicht unzählige Regeln einhalten muss, um vielleicht möglicherweise einmal ins Paradies zu kommen.

Du kannst dich auch einmal auf folgender Website umschauen: www.gottkennen.de

Antwort
von Dummie42, 26

"ich bete was mir auf dem Herzen liegt ich liebe das Christentum und ja

ich glaub daran das Jesus Sohn Gottes ist deswegen gehe ich auch gerne

zur Kirche"

Oh doch, du bist im Herzen Christ. Fehlt halt noch die Taufe, um das offiziell zu machen.

Antwort
von Schwizz, 41

Schön das du Christ wirst:), du gehst den richtigen Weg:).Falls du einen Tipp von mir willst ,würde ich in eine Evangelische Freikirche gehen und lieber nicht in eine Katholische hat viele Gründe.

Bei Fragen bin ich offen ;)

Lg

Kommentar von Waldfrosch10 ,

So welche Gründe denn konkret  hat dies denn ,nicht in  eine Katholische Kirche zu gehen ?

Weil es nicht deiner Doktrin entspricht ? 

Kommentar von Schwizz ,

1.Die Anbetung von Maria 2.zu traditionell und nicht im puls der zeit 3.Zu wenig Attraktiv für Junge (wie bei Punkt 2) 4.Verehrung "Heilliger" manchmal sogr Anbetung 5.Haben eine Papst,obwohl Jesus keinen Stellvertreter auf Erden braucht

Antwort
von newcomer, 83

sieh das einfach so. Allah und der Christengott ist gleiche Person also betest du immer zum richtigen Gott

Kommentar von DukeSWT ,

Mein Gott hat einen Sohn, der für die Sünden der Menschen gestorben und auferstanden ist, Allah nicht. Deine Theorie ist unlogisch.

Kommentar von newcomer ,

auf diesen Kommentar hab ich sozusagen gewartet :-)
Mal angenommen du betest zu deinen Gott aber der andere Gott hat es vernommen. Fangen dann beide Götter zu streiten an weil deine Bitte den falschen Gott getroffen hat ?
Dann wären sie ständig im Streit um jedes Gebet zuordnen zu können.
Ich bleibe bei der Aussage dass es nur einen Gott gibt den die Menschen aber verschiedene Namen gegeben haben.
Auch Allah könnte einen oder mehrere Kinder haben von denen er aber seinen Anhängern nichts gesagt hat weil er es nicht für notwendig hält und es ihnen auch nicht wirklich was angeht.
Ausserdem sind wir alle Gottes Kinder.
Wenn nun Allah keine Kinder also seine Anhänger hätte würden die alle verstoßen werden

Kommentar von DukeSWT ,

Es gibt nur einen Gott. Alles andere sind Götzen, laut Bibel "Luft", die gibt es gar nicht. Und Allah ist so ein Götze.

Kommentar von Meatwad ,

Es gibt nur einen Gott.

Lustig. Sagt irgendwie jeder von seinem fiktiven Freund. Hättest du zur Zeit der alten Griechen gewohnt, du wärst mit Begeisterung in deren Tempel gerannt.

Kommentar von Schwizz ,

@DukeSWT ,ganz richtig

Kommentar von newcomer ,

@DukeSWT mit so einer Anmerkung sollteste vorsichtig sein. Nehmen wir an dass Allah und der Christengott wirklich ein Wesen ist. Dann bezeichneste Gott als Götze

Antwort
von AlterHallunke, 21

Im Nachhinein ist es nur wichtig , dass du Gott bekennst und du dich dessen bewusst bist. Ob du jetzt Moslem oder Christ bist. Die alten Schriften wurden immer wieder von Menschenhand verändert. Es gibt Christen Juden Muslime usw. Aber alle glauben an das gleiche Licht will ich jetzt mal sagen. Man versteht von selber was gut ist und nicht. Früher war es ja auch anders als heute. Früher gab es nur handfertige Sachen. Die Menschen waren meist in kleinen Gemeinschaften. Heute kannst du nicht sagen ob der prophet mohammed die wahre Botschaft bekommen hat oder ob Jesus der Sohn Gottes ist. Nur das was wir als Gott bezeichnen weiß es. Geh in die Kirche , geh in die Moschee , geh in die Synagoge. Dies sind alles Gotteshäuser. Ungläubig sind nur diejenigen die weder Christ noch Jude noch Moslem noch die die Gott nicht anerkennen. Man muss sich überlegen , wo man hergekommen ist. Man kann sich nicht erinnern. Sei immer nett , helfe anderen Menschen , sei nicht zu eigensinnig und glaube an Gott , dann wirst du glücklich sein und naja vielleicht treffen wir uns ja mal oder auch nicht. Gedanken sind Gedanken . Je länger man darüber nachdenkt , desto mehr grübelt man , desto mehr sucht man Argumente wo keine sind und man verliert den Pfad. Wenn weitere Fragen auftreten sollten gerne fragen. Danke

Antwort
von Abbrandler, 62

Im Grunde ist es egal zum wem Du betest, denn alle Religionen glauben an eine höhere Macht - wie immer die auch heißen mag: Jesus, Gott, Buddah, Allah usw.  nur die vom Menschen gemachte Auslegung ist anders.

Zu diesem Vater kannst Du im Vertrauen immer beten - und Deine Sorgen und Nöte darbringen - er wir Dich hören ...

Da ist es völlig egal ob Du in einer Kirche, Moschee oder sonst wo bist. Beten ist Zwiesprache zwischen Dir und Gott!

Kommentar von AaronMose3 ,

 alle Religionen glauben an eine höhere Macht - wie immer die auch heißen mag: Jesus, Gott, Buddah,

Das ist nicht ganz richtig.

Buddha ist keine höhere Macht. Und Buddhisten glauben auch nicht an eine definierte, denkbare "höhere Macht"

Buddha war ein Mensch wie Du und Ich ;)

Das zeigt auch dieses Zitat sehr gut: 

Albert Einstein sagte: "Wenn es irgendeine Religion gibt, die den Ansprüchen moderner Wissenschaft gewachsen ist, heißt sie Buddhismus

Nur als Ergänzung, deines Kommentars ^^

Kommentar von AaronMose3 ,

Nicht zu vergessen, jeder von uns kann Buddha werden!

Buddha bezeichnet im Buddhismus einen Menschen, der Bodhi erfahren hat, und ist der Ehrenname des indischen Religionsstifters Siddhartha Gautama, auch „Buddha“ genannt, dessen Lehre die Weltreligion des Buddhismus begründet.

Kommentar von Abbrandler ,

O.k. das kann gut so sein, mit dem Buddismus kenne ich mich gar nicht  besonders aus...  Aber ich glaube Du weißt was ich damit gemeint habe :-)

Kommentar von AaronMose3 ,

Ja tue ich, es ist halt nur ein weit verbreitetes Irrtum. 

Besonders hier im Westen.

Buddha wird sehr gerne als ein Gott hingestellt, weil viele Menschen eigentlich nichts über den Buddhismus wissen und deshalb automatisch davon ausgehen er wäre einer.

Buddhismus -> Religion -> Buddha -> Gott.

Stimmt nur leider nicht. Deswegen habe ich das Ergänzt. ^^

Kommentar von scatha ,

Wenn man schon eine Analogie wollte, dann wäre Buddha ein Prophet.

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