Frage von SmokingBrother, 88

In der Bewerbung Verweis auf Zeugnis?

Guten Morgen wehrte gutefrage-Community,

ich möchte mich auf eine Stelle zum Fachinformatiker - Anwendungsentwicklung bewerben. In dem Betrieb geht es zum großteil um Elektronik, Platinenherstellung usw.

Nun habe ich eine Ausbildung zum informations und kommunikationstechnischen Assistenten und besitze 4 Noten die bei dieser Stelle einen besonderen Wert haben müssten. Programmierung "1" sowie "2". Es sind zwei seperate Noten die 1. ist Praxis und die 2. ist Theorie. Elektronik "1" sowie "2". Genauso, Praxis und Theorie. Es ist zwar nicht für die Stelle notwendig doch da der Betrieb damit arbeitet bzw das seine Produkte sind , dachte ich mir das wäre einer Erwähnung wert. Betriebsgröße etwa 16 Personen.

Nun zu der Frage wie ich das in der Bewerbung formuliere. Ich dachte an in etwa sowas: "Wie Sie an meinem Zeugnis erkennen können besitze ich ein großes Interesse an der Programmierung sowie der Elektronik weshalb ich der Überzeugung bin gut in Ihr Team zu passen"

Doch das hört sich noch nicht ganz rund an.

Ich bedanke mich bereits im vorraus für alle hilfreichen Tipps und Anregungen.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort
von fremdgebinde, 67

"Meinen Benotungen in den Fächern Informatik und Elektronik, die im guten bis sehr guten Bereich liegen, können Sie entnehmen, dass ich großes Interesse an diesen Gebieten habe.
Deshalb bin ich der Überzeugung, in Ihrem Team eine kompetente Arbeitskraft darstellen zu können."
Klingt ganz gut, oder?

Expertenantwort
von judgehotfudge, Community-Experte für Bewerbung, 35

Hallo SmokingBrother,

die Noten gehören ins Zeugnis und nicht ins Anschreiben.

Antwort
von Swapy97, 12

"Wie Sie meinem Zeugnis der Abschlussklasse der [Schulname hier] entnehmen können, liegen meine Stärken vor allem in den Bereichen, die wichtig für Ihr Unternehmen sind."

Hängt dann auch davon ab, wie man weiter schreibt. Z. B. :

"Deshalb glaube ich, dass ich mich gut ins bestehende Arbeiterteam anpassen und integrieren kann, um somit besondere Ergebnisse vorzeigen zu können. "

Antwort
von Herb3472, 37

Ich würde schreiben: "wie Sie aus meinem Zeugnis ersehen können, habe ich großes Interesse an..." (solltest Du bereits praktische Erfahrungen in Leiterplattendesign mit Eagle haben, würde ich das ebenfalls erwähnen).

Antwort
von Ifm001, 21

Prinzipiell ist das machbar, würde ich aber nur in Zusammenhang mit praktischer Leistung machen. Gute Schulnoten sagen nichts über die Fähigkeit das erlernte auch umzusetzen. "Solo" kann das sogar zum Boomerang werden, weil der Eindruck entstehen kann, dass Du realitätsfern bist.

Kommentar von Ifm001 ,

Ach so ... noch was ... Deine Interessen sind für einen Arbeitgeber nur sekundär von Belang. Ihn interessieren deine Fähigkeiten. Darauf sollte ein Bewerbungsschreiben IMHO abzielen ... nicht nur bzgl. der Formulierung. Auch bzgl. des Nachdenkens, ob diese Leistung auch (nachweislich) abgeliefert werden kann oder sich in einer überschaubaren Anlernzeit erlernt werden kann.

Antwort
von blackforestlady, 34

Eigenlob stinkt, Noten sagen nichts über Deine Leistung aus. Also solltest Du auf solche Sätze generell verzichten und es nicht erwähnen. Der Personaler kann anhand der Zeugnisse Deine Leistung ersehen und sich selber darüber ein Bild machen, aber ob die dann weiter helfen konnen ist fraglich.

Kommentar von bbzzii ,

Eigenlob ist in einer Bewerbung und in einem Vorstellungsgespräch wichtig. Wurde uns zu mindestens in der schule gesagt. Man soll sich ja selbst gut verkaufen und schreiben Warum der Betrieb ausgerechnet mich nehmen soll von daher ist das mit den Noten gut. Und Noten sagen nichts über die Leistung aus? Glaubst du echt jemand der in diesem Gebiet Alles 6 hat, hat das Thema verstanden?

Kommentar von Ifm001 ,

Grundsätzlich Zustimmung. Nur dem letzten Satz möchte ich widersprechen. Es gibt reichlich Leute, die so viel Probleme mit dem schultheoretischen Vorgehen haben, aber alles kapiert haben und gut umsetzen können.

Kommentar von Michael339 ,

Natürlich ist Eigenlob wichtig, aber

1. Die Zeit des Personalers ist knapp und kostet Geld, Unnützes/Selbstverständliches weglassen!!

2. Der Personaler entnimmt die Noten dem Zeugnis und weiß selbst, wie er die zu werten hat.

3. Gerade unter dem Gesichtspunkt von 1 (Der Personaler erfasst im Schnelldurchgang den Inhalt von zig Bewerbungen; Wer aus dem Einheitsbrei ausbricht, bleibt am ehesten in Erinnerung) ist es wichtig, dass der Bewerber sich in kurzer Zeit bestens verkauft und das macht er nicht mit solchen Standardfloskeln (die liest der Personaler hundertfach). Eine Bewerbung ist halt wie eine Fernsehwerbung zu einem Produkt. Schon mal eine TV-Werbung von einem KFZ-Hersteller gesehen, die sagt, dass das Fahrzeug an jeder Achse zwei Räder hat und daher fahren kann (das wären die Noten im Zeugnis mit der Verknüpfung im Schreiben)?! Nein, das Unternehmen hebt die erwähnenswerten Unterschiede zu anderen Fahrzeugherstellern hervor, genau DIE Punkte, weshalb man jenes Fahrzeug wählen soll. Und genau das sollte die Bewerbung auch hergeben!

Im Übrigen sagen Noten in Deutschland nicht wirklich etwas aus. Schon mal erlebt, dass Freigeister bei Lehrern unbeliebt sind und daher schlecht benotet werden? Ich ja (aber nicht an mir). Selbst beim Studium ist von Land zu Land die Ausbildung und Benotung einfach zu unterschiedlich, so dass man an den Noten nichts ausmachen kann (eine 3 in einem bestimmten Bundesland kann mehr Wert sein als eine geschenkte 1 in einem anderen!)

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