Frage von Meine5teTasse, 19

In der Bewerbung nach der Vergütung fragen?

Hallo an alle,

ich bewerbe mich um einen Nebenjob. Also nichts besonderes. Leider waren in der Anzeige keine Informationen zu Arbeitsumfang, -einteilung und -vergütung. Nach einem Telefonat meinte die Dame, dass sie das leider nicht beantworten kann und die entsprechende Person beschäftigt war. Ich solle doch einfach eine Bewerbung schreiben und meine Fragen dort stellen. Nun gut, also nach dem Arbeitsumfang und deren -einteilung zu fragen finde ich ja noch ok aber nach der Bezahlung? Eigentlich möchte ich den Nebenjob ohnehin nicht wegen dem Geld machen sondern ich möchte in der Branche Fuß fassen. Aber nachdem der Arbeitsort in einer anderen Stadt ist, möchte ich doch ganz gerne, dass es sich finanziell wenigstens etwas lohnt. :)

Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Arbeit, 18

Schick doch erst einmal eine Bewerbung und frag nach den Wochenstunden.

Wenn die Bewerbung überzeugt und Du zu einem Gespräch eingeladen wirst, solltest Du dort alle offenen Fragen klären (auch die nach dem Stundenlohn). Wenn Du mit den Bedingungen dann zufrieden bist und der AG Dich einstellen möchte, steht dem ja dann nichts mehr im Weg.

Du solltest nur aufpassen, dass im Arbeitsvertrag dann auch alles so wie vereinbart festgehalten ist. Lied Dir den Vertrag auf alle Fälle in Ruhe durch (nimm ihn mit heim) und bei offenen Fragen, sprichst Du den AG vor Unterzeichnung des Vertragsan. Eventuell muss dann auch noch etwas schriftlich geändert werden.

Auf alle Fälle solltest Du Dich nicht auf mündliche Zusagen verlassen. Manch AG hält sich später nicht daran.

Expertenantwort
von judgehotfudge, Community-Experte für Arbeit & Bewerbung, 5

Hallo Meine5teTasse,

in der schriftlichen Bewerbung solltest Du nach gar nichts fragen, sondern Werbung für Dich machen!

Viele Fragen kann man im Vorfeld einer schriftlichen Bewerbung telefonisch oder persönlich klären, aber die Frage nach der Bezahlung solltest Du Dir lieber für ein eventuelles Vorstellungsgespräch aufheben.

Bei Aushilfsjobs empfehle ich generell, vorab den Betrieb persönlich zu besuchen und sich nach Beschäftigungsmöglichkeiten zu erkundigen. Wichtig ist dabei aber, dass Du mit der Geschäftsführung bzw. Filialleitung - oder, falls vorhanden, Personalabteilung - sprichst und Dich nicht von einem Angestellten mit dem Hinweis auf eine schriftliche Bewerbung abwimmeln lässt.

Dann hast Du schon mal den Vorteil des ersten persönlichen Eindrucks, und im besten Fall brauchst Du vielleicht gar keine schriftliche Bewerbung.

Falls doch, machst Du so im Bewerbungsverfahren schon mal die ersten Punkte in Sachen Initiative und Kontaktfreudigkeit, und darüber hinaus hast Du dann einen ersten Kontakt, weißt, an wen Du schreiben musst, kannst Dich im Anschreiben darauf beziehen und bist dann für denjenigen schon nicht mehr total fremd. Und für alle Deine Fragen, die Du schon vor der schriftlichen Bewerbung klären möchtest, hast Du damit auch die Gelegenheit.

Aber auch im negativen Fall, falls es also dort keine Beschäftigungsmöglichkeit für Dich gibt oder es Dir dort nicht gefällt, hättest Du einen Vorteil, und zwar könntest Du Dir Zeit und Kosten für die schriftliche Bewerbung sparen.

Solltest Du eine schriftliche Bewerbung brauchen, kannst Du gerne erstmal einen Entwurf hier einstellen (bitte vollständig und anonymisiert!) und um Verbesserungsvorschläge bitten. Anregungen findest Du z. B. hier: karrierebibel.de/dossier-bewerbungsschreiben-das-gehort-ins-anschreiben/

Antwort
von Tuehpi, 19

Man arbeitet ja nicht aus Spaß an der Freude, sondern in der Regel des Geldes wegen. Das man also wissen möchte wie viel man verdient ist jetzt nicht so unüblich. 

Aber im Bewerbungsschreiben danach zu Fragen ist durchaus unüblich. Üblich wäre eine Gehaltsvorstellung anzugeben, vor allem wenn danach in der Ausschreibung gefragt wurde. 

Ich würde mich einfach Bewerben und das Vorstellungsgespräch als Forum für diese Frage nutzen. Das Vorstellungsgespräch ist ja nicht einzig dafür gedacht das sich der Arbeitgeber ein Bild seines zukünftigen Arbeitnehmers machen kann, sondern auch anders herum. 

Antwort
von nurlinkehaende, 17

Warum sollte die Frage nach dem Geld nicht ok sein?

Der Arbeitgeber fragt, was er bekommt und Du fragst, was Du bekommst oder sagst, was Du haben möchtest.

Geschäfte funktionieren nur wenn beide Seiten ein Geschäft damit machen.

Kommentar von Yingfei ,

Korrekt!

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