Frage von dieangeklagte, 61

In der Anklageschrift sind 2 Beweismittel gennant, was haben diese zu beduten?

Einmal steht da Einlassung des Angeschuldigten. (/was bedeutet das)

und dann halt Zeugen: Nur der name Des Opfers.

Das sind doch nicht wirklich beweise ??????? und sind es die einzigen Beweise wenn du die dort stehen oder dürfen die auch beweise vorenthalten und nicht mit in die Anklageschrift beziehen????

Expertenantwort
von uni1234, Community-Experte für Recht, 7

Die Aussage eines Zeugen ist selbstverständlich ein Beweis. Inwieweit dieser Beweis für eine Verurteilung ausreicht ist eine völlig andere Frage. Die Beteiligten werden sich in der Hauptverhandlung anhören was der Geschädigte zu sagen hat und wie glaubhaft die Aussage ist.

Einlassung des Angeschuldigten ist die "Aussage" des Angeklagten, entweder in der Hauptverhandlung oder bereits bei der Polizei. Die "Einlassung des Angeschuldigten" wird standardmäßig in der Anklage als Beweis angeführt, unabhängig davon was er sagen wird bzw. gesagt hat. Im Übrigen hast Du Recht; die Einlassung ist kein "wirklicher" Beweis im Sinne der StPO.

Beweise können auch in der Hauptverhandlung noch neu eingeführt werden, z.B. wenn die Aussage des Zeugen noch nicht ausreicht um den Richter zu überzeugen oder wenn der Zeuge noch andere Personen benennt, die zur Aufklärung des Sachverhalts beitragen können.

Antwort
von Bitterkraut, 36

Die "Einlassung des Angeschuldigeten" sind deine eigenen Aussagen

Die Aussage des Zeugen ist ein weiteres Beweismittel, auf das sich der Staatsanwalt stüzten kann. In der Anklageschrift werden die Beweismittel genannt, aber nicht in Form der Aussage selbst. Die wird dann vor Gericht gemacht - oder, wenn du bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft ausgesagt hast, auch vorgehalten und/oder verlesen.

Antwort
von Schnoofy, 45

Das sind doch nicht wirklich beweise

Wie würdest Du den Zeugenaussagen sonst bezeichnen?

Wenn die Zeugen bei ihrer Aussagen nicht den Eindruck vermitteln unglaubwürdig zu sein oder sich in Widersprüche zu verwickeln sind das starke Beweismittel.

Kommentar von dieangeklagte ,

ich kann genau so gut glaubwürdig aussagen. Wäre aber kein Beweis sondern Aussage gegen Aussage.

Kommentar von Bitterkraut ,

Du hast ja offenbar schon ausgesagt. 

Kommentar von dieangeklagte ,

Nein.

Kommentar von Schnoofy ,

Aussage gegen Aussage oder Aussage gegen Aussagen?

Kommentar von onomant ,

Glaubwürdige Aussage gegen unglaubwürdige^^

Kommentar von dieangeklagte ,

Aussage gegen Aussage.

Kommentar von AalFred2 ,

Dann beurteilt der Richter die Glaubwürdigkeit.

Kommentar von Schnoofy ,

Nun hat das Gericht aber noch einen ganz kleinen Vorteil:

Du darfst lügen, ein Zeuge muss die Wahrheit sagen.

Wem würdest Du also glauben?

Kommentar von AalFred2 ,

Das ist relativ egal. So lange auch die Aussage des Angeklagten glaubwürdig ist, wird das nichts mit einer Verurteilung.

Kommentar von LouPing ,

Hey dieangeklagte 

Unter "Einlassung des Angeschuldigten" verstehe ich ein Zugeständnis des Angeklagten zur Tat. 

Das vor Gericht nun bestreiten zu wollen halte ich für aussichtslos, das Gericht lässt sich sehr ungern vorführen. Unter Umständen kann sich das ungünstig auf das Urteil auswirken.

Einsicht und Reue hingegen können sich durchaus für den Angeklagten lohnen. 

Antwort
von Repwf, 41

"...Einlassung des Angeschuldigten..." --- würde ich deuten mit "er hat es schon zugegeben" ?!?

Kommentar von uni1234 ,

Jein. Dann würde üblicherweise die Formulierung "geständige Einlassung" verwendet werden. Einlassung des Angeschuldigten kann dagegen alles sein, vom Geständnis bis zum Abstreiten der Tat.

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