In den Erzfeind verlieben?

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Das Ergebnis besteht aus 8 Abstimmungen

Warum nicht? 75%
Unter Umständen… 12%
Lass es besser. 12%

10 Antworten

Lass es besser.

Irgendwo hier habe ich gelesen, dass die beiden Protagonisten nicht ganz genau wissen, wer der (gemeinsame?) Feind ist.

Wann und wo immer eine Person in einer Erzählung Handelt, muss ihr Handeln ihrem Charakter entsprechen. Die Sach muss den "würde er/sie wirklich...-Test" bestehen. Ist z.B. er der absolute Überflieger, der an jeder Hand zehn Mädels haben kann, wird er eine "graue Maus" keines Blickes würdigen, und wenn sie noch so sehr nach ihm schmachten sollte.

Anders herum wäre es ebenso, und wenn sich nicht wenigstens einer der Charaktere dann sehr verändern würde, bliebe das weiter eine X-Bein-Geschichte. (In O-Bein-Geschichten kriegen sie sich nach Überwindung aller Widrigkeiten und/oder Beseitigung aller Vorbehalte am Ende doch noch)

Sich in seinen Erzfeind (Erz = Ober als Steigerungs-Silbe s. Wikipedia) zu verlieben, stinkt für mich nach Stockholm-Syndrom (s. Wikipedia) wirkt zumindest unglaubwürdig. Hassliebe oder One-Night-Stand um sie/ihn zu demütigen, oder bestenfalls bei Verbrüderung gegen einen gemeinsamen Widersacher, sich für kurz ineinander vergucken ja, aber nicht tiefgehend und für lange.

Wenn jemand einen anderen als Erzfeind betrachtet, dann würde er ihn unweigerlich auch stets mit negativen Atributen belegen, auch wenn das blindem Hass entspringen sollte. Das würde man entweder nur still für sich, oder auch offen im ganzen eigenen Bezeihungsumfeld machen. An dem lässt man einfach kein gutes Haar.

Damit erhält man für sich und die Seinen das bestehende Feindbild aufrecht. (psychologische Normalität bzw. Gruppendynamik) So jemanden kann man dann nicht "plötzlich lieb gewinnen". Damit verlöre man sein Gesicht vor den Anderen und/oder auch (nur) vor sich selbst. Damit würde die ganze bisherige Story auch unglaubwürdig. Der Leser würde sich betrogen fühlen.

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Kommentar von lillian92
25.06.2016, 00:18

Hui, danke für den langen Text :) Du bringst meine Bedenken ziemlich auf den Punkt – auch wenn Stockholm-Syndrom und "graue Maus und Überflieger" meilenweit an meinen Charakteren vorbeigehen – sie duelieren sich die ganze Geschichte hindurch auf Augenhöhe.

Wie gesagt, das Problem ist die Umstände unter denen sich meine beiden Idioten – sie sind immerhin selbst an ihrer Miesere schuld! – befinden.

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Warum nicht?

Problem ist nur, dass ich Angst habe, die Leser damit zu verschrecken/verstören/abzuschrecken.

Irgendjemandem wird immer irgendwas nicht gefallen. Mach es so, wie du für richtig hältst. Nur so kann es gut werden.

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Warum nicht?

Ist doch eine gute Idee :) solange es nicht so Klischee wird, wie in vielen anderen Büchern. Aber die Idee ist auf jeden Fall ausbaufähig.

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Kommentar von lillian92
24.06.2016, 14:56

Darf man fragen, was du als Klischee verstehen würdest? Ich weiß, dass die Idee nicht neu ist, aber was wäre genau der Verlauf, den du nicht lesen wollen würdest? :)

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Warum nicht?

Es hört sich gut an außerdem entsteht eine gewisse Spannung (->ist gut)        die alles spannender macht.

Wie willst du es den nennen

vll. werde ich es lesen

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Kommentar von lillian92
24.06.2016, 14:20

Danke für deine Meinung :)

Und das Projekt hat momentan den einfallslosen Titel "Tag 0". Ich warte noch auf die Eingebung (sollte hoffentlich während dem ausschreiben jetzt mal kommen).

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Warum nicht?

Klar, find ich gut, ich würde es lesen und mich dadurch nicht abschrecken lassen ;)

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Warum nicht?

Hört sich gut an^^

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Unter Umständen…

Das Prinzip dahinter hat schon in vielen Büchern funktioniert, daher ist das für mich nicht abschreckend sondern voraussehbar. LG

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Kommentar von lillian92
24.06.2016, 13:57

Vorraussehbar? Wie meinst du das? Weil ich die Vielleicht-Beziehung umbringe? Das Energien-Chaos passiert ja erst am Ende des 1. Teils.

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das ist eine sehr gute Idee, es baut Spannung auf und der Leser bekommt einen gelungenen Wendepunkt, wodurch das Buch länger im Gedächtnis bleibt. Super idee! Und Wenn die geschichte veröffentlicht wird, schick Mir bitte den namen😉 Nike0601

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klingt interessant. möglich ist es durchaus, kommt drauf an, ich kenne weder das buch, die handlung noch die charaktere. wenn es eine art "protagonist ist held eines volkes/einzige, die sie noch retten kann" ist, und der bösewicht auszuschalten gilt, dann ist es nicht sehr sinnvoll. kommt drauf an.

wird der böse dann gut? wie geht es weiter? durchaus interessanter ansatz, ich würds lesen. aber ich muss dazusagen, die idee ist nicht wirklich neu. nicht unbedingt vorhersehbar, aber doch im bereich dessen, was man erwarten könnte. also nicht "wow, mind blown, hätte ich NIE gedacht".

viel spaß beim schreiben und viel glück :)

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Kommentar von lillian92
24.06.2016, 14:17

Nein, ich will keine Volksheldin "die Prophezeihung hat's gesagt" oder "nur sie kann das, weil so und so" bauen. Ich spiele etwas mit den Begriffen gut und böse. Denn die Protagonistin und der Antagonist sind beide ziemlich auf dem Holzweg, was den eigentlichen Feind betrifft ;)

Ich weiß ja, dass die Idee nicht neu ist – die Bücher, die ich aber bisher gelesen habe, waren für mich immer etwas an den Haaren herbei gezogen.

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Warum nicht?

Auf jeden fall, aber ich würde dann noch so ein paar Vertrauensbrüche einbauen, das macht das ganze dann spannender!

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