Frage von sgn18blk, 120

In Batterie-Hersteller-Aktien investieren. Ja oder nein?

Ich frage mich schon seit geraumer Zeit warum man dies nicht tun sollte.

Angenommen Elektroautos ersetzen in naher Zukunft unsere "normalen Autos". Wäre es dann nicht schlau in Batterie-Hersteller zu investieren? Oder gar in Lithium-Aktien? Elektroautos benötigen Batterien. Batterie-Hersteller-Aktien würden an Bedeutung gewinnen. Als Rohstoff wäre Lithium perfekt dafür geeignet. Theoretisch könnte man dann auch in Lithium-Aktien investieren.

Klar, ein gewisses Risiko besteht, weil man ja nicht weiß ob der Durchbruch von Elektroautos wirklich kommen wird. Aber allein die Annahme?

Man müsste nur investieren (wenn man auch genügend Kapital zur Verfügung hat) und abwarten.

Sehe ich das falsch, oder nicht? Hoffe, ein paar Experten können mich da ein bisschen aufklären. Danke ;-)

Antwort
von clemensw, 90

Das wäre eine sehr risikoreiche Anlagemöglichkeit.

Zum einen ist unklar, ob und wann E-Autos wirklich für eine breite Käuferschicht interessant werden (d.h. in Bezug auf Kosten, Reichweite, Unterhalt etc. mit Autos mit Verbrennungsmotor konkurrieren können).

Als nächstes ist unklar, welche Technologie für die Akkumulatoren zum Einsatz kommen wird: LiPo? LiFePO4? Aluminium-Ionen? Natrium-Schwefel-Akkus? Oder doch vielleicht Quanteneffekt-Supercaps?

Nachdem dies offen ist, ist auch vollkommen unklar, welcher Hersteller hier "die Nase vorn" hat bzw. welche Rohstoffe hier eingesetzt werden.

Das könnte also das Geschäft deines Lebens sein - wenn Du eine Glaskugel hast....

Antwort
von quanTim, 52

an sich ist es garrantiert nicht verkehrt. es ist eine technologie, mit zukunft.

allerdings muss es nciht sein, das bestehhende baterie hersteller oder automobielhersteller den durchbruch schaffen. es kann sein, das du auf das falsche unternehmen setzt, die konkurenz oder ein komplett unbekanntes unternehmen durchstartet undd adurch deine aktien komplett an wert verlieren.
vorrauszu ahnen welche firmen sich in zukunft durchsetzten ist unmöglich.

auf die rohstoffe zu setzten, welche für baterien benötigt werden ist da schon besser. allerdings ist die frage ob lithium da die beste wahl ist.
es kann auch sein das sich autos mit brennzelle surchsetzten. dann wirst du mit deinen lithiumaktien nicht reich.
ich denke auch, das die li-ionen akkus mit ihrer kapazität schon ziemlich am ende sind. wenn es einen unglaublichen durchbruch gibt, dann vermutlcih mit einer anderen art von akku. ob Li da eine rolle spiel weis ich nicht.

deinen weg zu wählen könnte erfolgreich sein, hat aber genau so große risiken wie jeder ander aktien handel auch

Antwort
von zalto, 55

Man muss bei solchen Überlegungen immer mit einrechnen: Wenn's tatsächlich mit großer Wahrscheinlichkeit so kommt, dann haben das andere Investoren auch schon längst erkannt. Diese Erkenntnis ist bei den entsprechenden Aktienkursen heute bereits eingepreist.

Richtig Gewinn machen kann man dann, wenn man etwas besser weiß - oder besser einschätzt - als die ganzen anderen Investoren. Das ist als Kleininvestor aber schwierig, wer hat schon seine eigenen Analysten?

Aber wenn Du Geld übrig hast und Dir sicher bist - versuch's ruhig. Mehr als 100% Deines Einsatzes kannst Du nicht verlieren - aber weit mehr als 100% Deines Einsatzes kannst Du gewinnen.

Kommentar von clemensw ,

"Mehr als 100% Deines Einsatzes kannst Du nicht verlieren"

Du hast noch nie was von Hebeln wie CFDs gehört... da kannst Du ganz schnell weit mehr als deinen Einsatz verlieren.

Kommentar von Bevarian ,

;)))

Antwort
von fjf100, 36

GRUNDSÄTZLICH : "Aus Geld Geld machen",dieses System kann großflächig nicht funktionieren !!

Das wäre ja das Paradies auf Erden. In diesen Fall könnte man ja alle Produktionsanlagen stillegen und keiner müsste mehr arbeiten.

Im "Kapitalismus" ,"Den Letzten beißen du Hunde" 

Wenn nun ein Spekulant Millionen kassiert,dann ist auf der Gegenseite immer einer der "draufzahlt".

Die Großkapitalisten haben "Insiderinformationen" und wissen wann Kursverluste eintreten.

Deutschland ist nichts weiter als eine "Zockbude" und es haben schon sehr viele kleine Leute viel Geld verloren.

Erinnerung : Firma "Prokon" . Hat nur Geld für Windkraftanlagen eingesammelt und nichts produziert.

Folge : Firma ist pleite und 1 Milliarde Euro zum Teufel.

HINWEIS : Die Elektroautos sind viel zu teuer und somit unwirtschaftlich.

Wenn du ein Elektroauto für 20000 Euro bekommst,dann nur,weil andere Leute,die Fahrrad fahren, mit bezahlen müssen.

Wenn nun der Staat die Subventionen streichen würde,dann würden auf jeden Fall auch die Aktienkurse einbrechen.

Antwort
von mambero, 33

Früher oder später fahren alle elektrisch. Sieh mal Spanien an: mit einem Solarcarport brauchst du dich nicht mehr um den Sprit z.B. für den Weg in die Arbeit und nähere Umgebung zu kümmern.

Ebenso gibt es dort in manchen Städten in fast allen Parkhäusern kostenlos Strom für Elektrofahrzeuge (meist aus gespeichertem Zugbremsstrom).

Was lange dauert ist das Aufladen. Da wird es wohl dahingehen, dass man - ähnlich z.B. wie bei Getränkekästen oder Speditionspalletten - Austauschbaterien hat. D.h.: ran an die Tankstelle: leere Batterie raus, geladene rein und weiter. Schneller als Volltanken. Es muss natürlich Standards geben, sowohl was Größe und Leistung betrifft, als auch eine Überprüfungsmöglichkeit, ob die Batterie stark ist. Aber wenn das gewährleistet ist, kein Problem. Dann hast du "unbegrenzte" Reichweite.

Dabei können theoretisch die Batterien auch z.B. extra von Wind-/Solarkraft aufgeladen werden, ähnlich wie Ökosprit, nur Öko-Autostrom ggf. Aufpreis. Das wäre ja auch gut bzw. besser als jetzt allemal, wo das Öl auch meist aus Ländern kommt, die ziemlich unzivilisiert sind, um nicht was anderes zu sagen.

Antwort
von Nenkrich, 23

Ich kann dir garantieren dass Elektroautos in den nächsten 20 Jahren auf alle Fälle nicht die Fahrzeuge sind die am meisten auf den Straßen sind. Und dann denke ich nicht dass danach das Stromnetz endlich mal gut genug ist um das zu verkraften.

Es gibt relativ wenige Dinge die dafür sorgen dass deren Aktien steigen, da bei Akkus eigentlich nicht mehr viel optimiert werden kann. Allerdings gibt es viele Sachen die Aktie kurzfristig runter ziehen können beispielsweise explodierende Handy Akkus von diesem Hersteller. Dann investiere lieber in Apple oder Google bevor die etwas Neues raus bringen (am besten Wochen oder Monate) und verkaufe wenn sie das raus bringen weil die Aktie dann oft höher ist. Allerdings bedenke dass der Aktienhandel immer zum Verlust des kompletten eingesetzten Kapitals führen kann.

Antwort
von Pauli010, 16

Hallo,

Deine Frage gliedert sich in 2 Bereiche:

Aktien-Erwerb und Akku-Technologie.

Kurz, prägnant und sinngebend hat Havenari die Antwort erteilt.

Die Ausgabe von Aktien dient prinzipiell der möglichen Kapitalaufstockung bei Finanzbedarf (zwecks weiterer Abdeckung von Entwicklungsprojekten, Ausweitung der Produktion) - doch leider werden Aktien genutzt, um Machtpositionen auszubauen, auch um unliebsamen Wettbewerb auszuschalten. Dies kann man täglich mehrmals verfolgen.

Was die Entwicklung und Herstellung von 'neuen' Batterien betrifft -

Seit 100 Jahren forscht man, man forscht weiter. Wo ist der durchschlagende Erfolg?

Und falls man 'die Idee' hat - sie wird geheim gehalten. Jedenfalls wird der sehr lukrative Markt oligarchisch aufgeteilt; für Privatleute ist eine Investition in diesen Sektor die falsche Spielwiese.

Antwort
von DieMilly, 57

Ich meine mich zu erinnern, dass z.B. Tesla Motors ihre eigenen Batterien entwickelt hat und verwendet. Wer sagt also, dass überhaupt Batterien Hersteller etwas damit zu tun haben werden? Du weißt ja auch nicht, in welchen Hersteller du investieren könntest.

Kommentar von mambero ,

Früher oder später wird es ja einige Standardbatterien geben. Da ist der Hersteller egal. Und ach was Tesla oder Nestle in Batterien oder Kafeekapseln investierten. Entweder sie machen den Markt auf, oder es kauft keiner Elektroautos/Expressomaschinen.

Antwort
von MrSLOT, 31

Ist leider vereinfacht hergeleitet: in diesem Markt ist dermaßen viel in Bewegung und beinahe unbegrenzte Investitionsmittel verfügbar, da kann praktisch jede Woche irgendwo der nächste große Schritt im industriell praktikablem Maßstab sich durchsetzt, wie damals von Nickel Metallhydrid auf Lithium. Desweiteren ist es ein sehr Resourcenhungriges Buisness wofür man einen gestärkten Rücken einer mächtigen Regierung genießen muss die idealerweise natürlich selbst über nennenswerte Lieferfähigkeiten verfügt. Gerade Rohstoffe sind eine tägliche Unkostante und tendieren in unsicherem politischen Umfeld mit steigenden Preisen am Spotmarkt, dann köchelt noch jeder sein Süppchen im Strafzölleb usw. Ich rate dringend ab in diesen Sektor zu investieren wie sowieso überhaupt: einzig in die Wertschöpfungskette von Gold und Diamanten kann man meiner Meinung nach beruhigt investieren. Da momentan Lithium ein großer Faktor ist und China erheblichen Druck auf die Preise machen kann und wie bewiesen kein Problem hat in ganzen Industriesektoren mit Dumpingmethodiken den internationalen Wettbewerb an den Rand des Ruins zu treiben (siehe Solarpanals). Dann haben auch noch viele der weltweit einflussreichsten Akkumulatoren-Herstellern in Regionen ihren Sitz mit desolater Sicht in die Zukunft. Bis 2020 wird der Umstand eintreten das Japan mehr Zinsen Zahlen muss als Einnahmen verbuchen kann. Ds Land ist derart dem Untergang geweiht: es ist nur noch eine Frage welcher Dominostein im Weltwährzngssystem als erstes fällt

Kommentar von kunibertwahllos ,

ich hol schon mal die Chips

Antwort
von BTyker99, 23

Der Markt ist vermutlich dennoch risikoreich. Tesla hat ja zusammen mit Panasonic riesige Produktionsanlagen für Batterien errichtet, die bei Bedarf erweitert werden können. Auf der anderen Seite der Welt, z.B. in China, wäre es aber denkbar, innerhalb kurzer Zeit auch enome Mengen an Batterien herstellen zu können. Durch den Preisdruck könnte Tesla dann wieder Probleme bekommen, seine Batterien auch an andere Autohersteller verkaufen zu können. Außerdem wird auch sehr viel Grundlagenforschung betrieben: Was wäre, wenn ein neuer Batterietyp entwickelt würde, der die bisherigen ersetzen würde? Könnte man dann die alten Produktionsanlagen auf den neuen Typ umfunktionieren?

Neben Tesla sprechen auch andere Autohersteller davon, selbst Batterien herstellen zu wollen. Soweit ich mich erinnere z.B. Mercedes - aber so wirklich festgelegt scheinen die Strategien nicht zu sein...

Kommentar von MrSLOT ,

Ist bereits wieder Geschichte, siehe limotive Joint-Venture mit der RAG

Antwort
von xavers1, 32

wenn es so einfach wäre, dann wärs einfach. Hat man schon so oft gehört: das ist die Zukunft, investieren! Dann kam was Anderes und alle waren pleite. Im Zweifelsfalle immer mich fragen, was ich mache, und dann das Gegenteil machen. Ich kaufe im Moment kein Gold, kein Heizöl und ich verkaufe meine Siemensaktien noch nicht. Aber einen neuen Fernseher hab ich gekauft.

Kommentar von MrSLOT ,

Siemens? Wieso denn ausgerechnet Siemens? Egal wie es mit Europa weitergeht: die Bluechips in D werden immer ehr auf der Verliererseite sein. Nur mal so zum Spaß: schreib Dir den Goldpreis von heute auf und schau in einem Jahr nochmal vorbei

Antwort
von xXNachtschatten, 12

Ich hab von einer Erfindung gehört, bei der wird ein Handy quasi von einem Benzinmotor angetrieben. Autotelefon heisst das. Aber ich glaube man darf damit nur in Eckkneipen telefonieren. Achnee, man darf während der Fahrt nicht telefonieren, und in der Garage sollte man nicht telefonieren. Ach keine Ahnung, ich wuerd gern jemand anrufen und fahre deshalb erstmal an die Tanke.

Antwort
von blubber77, 57

Coole Idee. Prinzipiell ist es tatsächlich so, dass Batterien-Hersteller für E-Autos u.U. rosige Zeiten vor sich haben. Hier zu nennen ist z.B. die Batterie-Sparte von Tesla (Autohersteller). Auch VW und andere überlegen sich bzw. planen, eigenen Batterie-Hersteller aufzubauen. Lithium-Aktien allerdings gibts nicht, Aktien gehören immer zu einer bestimmten Firma. Aber man kann an der Rohstoffbörse auf Lithium spekulieren, das schon. 

Antwort
von teafferman, 15

Ok. Und warum schließt Mercedes ihr entsprechendes deutsches Werk?

Die Antwort darauf findest Du womöglich bei Futuremag. 

Fertige Pläne für Elektroautos haben alle deutschen Automobil-Hersteller seit mindestens 40 Jahren in ihren Schubladen. Was glaubst Du wohl, warum die da immer noch drin liegen?

Gehe mal zu youtube und gebe da in die Suchmaske ein

doku die elektroauto-lüge

doku städte der zukunft

doku logistik der zukunft

doku transportwege der zukunft

Bei den Besonderheiten der Börse bin ich damit noch nicht. Aber darauf wurdest Du ja schon verwiesen. 

Antwort
von Havenari, 21

Deine Frage beginnt mit "angenommen" - und genau da begibt man sich ins Reich der Spekulation. Damit kann man reich werden oder auch arm.

Arm ist weitaus wahrscheinlicher.

Antwort
von berndcleve, 22

Das siehst du falsch, weil die Zukunft schon eingepreist ist.

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