Frage von stalljunge, 99

In Arbeiterklasse bleiben?

Hi, Warum kommen so viele Hauptschüler aus der Arbeiterklasse und bleiben oder werden auch Arbeiter? Ist das gewollt so? Oder gerecht? Ist die hauptschule die schule für die unterschicht und für die malocher?

Antwort
von krabbulus04, 25

Das passiert ganz unbewusst, die Eltern kennen es nicht anders und machen es genauso wie es ihre Eltern. Sie haben es nie gelernt wie wichtig eine gute Schulbildung ist und kriegen demnach auch nicht so viel Unterstützung wie z.B. Gymnasiasten. Ein anderer Punkt ist die Denkweise Gymnasiasten lernen z.B. viel mehr sich eine eigene, vor allem plausible Meinung zu machen und das wirkt sich auf die Berufswahl aus.

Ich hoffe ich habe alles nötige geantwortet.

Kommentar von stalljunge ,

Ich bin auch Hauptschüler und werde Arbeiter...

Kommentar von dressurreiter ,

So ist es!

Antwort
von Schnoofy, 25

Ich weiß nicht wie Du dazu kommst, der Gesellschaft in Deutschland dieses "Klassendenken" anzuheften.

Unser Schulsystem ist in den letzten Jahrzehnten immer durchlässiger geworden und jeder hat zumindest die Chance etwas aus seinem Leben zu machen.

Einzige Voraussetzung:

Man muss es wollen - und zwar mit aller Konsequenz.

Kommentar von stalljunge ,

Stimmt es denn nicht das Hauptschüler Arbeiter werden sollen?

Kommentar von Schnoofy ,

Nein, warum sollte das so sein.

Kommentar von Girschdien ,

Jeder Hauptschüler hat, sofern die Noten und die Motivation stimmen, die Möglichkeit, auf direktem oder dem zweiten Bildungsweg weitere Schulabschlüsse zu erwerben. In meinem Bekanntenkreis sind mindestens zwei ehemalige Hauptschüler mit Studienabschluss.

Kommentar von stalljunge ,

Wofür gibt es dann die hauptschule? 

Kommentar von huegelchen ,

Weil es nicht nur Gymnasien geben kann.

Kommentar von stalljunge ,

Warum? Es gibt auch nur Gesamtschule

Kommentar von SirKermit ,

"Ich weiß nicht wie Du dazu kommst, der Gesellschaft in Deutschland dieses "Klassendenken" anzuheften."

Lassen wir das mit dem Klassendenken mal außen vor, aber die wichtigste Zeit oder eine der wichtigsten ist die im Elternhaus in den ersten Lebensjahren. Dort findet aus meiner Sicht ein Prägung statt, die die Schule oder der Schüler selber nur schwer durchbrechen kann, ob wir das nun gut finden oder eben auch nicht.

Der Staat selber kann nur das ermöglichen, was ihm erlaubt ist. Die Schule ist schon deutlich durchlässiger als früher. Was aus meiner Sicht in der hiesigen Gesellschaft über Bord gegangen ist, ist die Akzeptanz und der Respekt vor den Menschen, die kein Abi haben. Das macht die Sache echt kompliziert.

Wir sind nun mal mit sehr unterschiedlichen Fähigkeiten ausgestattet. Auch benötigen nicht alle Jobs einen Doktorgrad. Unsere Arbeitswelt wird sich schon in der Zukunft verändern und viele einfache Jobs für weniger qualifizierte Menschen (meist einfachere Montagearbeiten) werden möglicherweise wegfallen, aber dennoch: wer reinigt unsere verstopften Toiletten oder fährt den Müll weg?

Kommentar von dressurreiter ,

Und wer putzt die Reitstiefel?

Kommentar von Schnoofy ,

Ich hab kein' Stiefelknecht im Haus, der Geruch zieht mir die Schuhe aus.

Kommentar von Mistress321 ,

Dafür gibt es inzwischen auch schon längst Maschinen:)

Kommentar von stalljunge ,

Sind das nicht gute Hauptschüler jobs?

Kommentar von dressurreiter ,

Mistress321 , klar gibt es Maschinen, aber das ist nicht das gleiche. Schlechte Arbeit kann man bei einem Stalljungen gleich mit der Gerte korrigieren, die Maschine man. Ich nur ausstellen.

Antwort
von Mistress321, 13

Jeder hat die Chance. Nur fehlt es bei vielen am Willen oder an den geistigen Fähigkeiten.

Und dass in einfachen Haushalten oder gar den sog. "bildungsfernen" Schichten das Thema Bildung meist ein Fremdwort ist, dürfte auch bekannt sein.

Staat und Gesellschaft können die Möglichkeiten nur anbieten und niemand dazu zwingen.

Kommentar von stalljunge ,

Und für die Leute gibt es die hauptschule? 

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