Imperialismus erklären (Geschichte)?

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4 Antworten

Hi,-

Begriffsursprung - lateinisch: Imperium = "Befehlsgewalt" und imperare = „herrschen“. Beides zusammengenommen ergibt: "beherrschen".

Aus der Grammatik kennt der eine oder andere ja auch vielleicht noch den "Imperativ" = Befehlsform.

Ist die Politik eines Staates in ihren Aussenbeziehungen und -interessen in dieser Weise organisiert so kann man es nicht kürzer sagen als mit Wiki:
"..... bezeichnet man das Bestreben eines Staatswesens bzw. seiner politischen Führung, in anderen Ländern oder bei anderen Völkern wirtschaftlichen und politischen Einfluss zu erlangen, bis hin zu deren Unterwerfung und zur Eingliederung in den eigenen Machtbereich. Typischerweise geht das damit einher, eine ungleiche wirtschaftliche, kulturelle oder territoriale Beziehung aufzubauen und aufrechtzuerhalten."

Ich füge hinzu, dass dies in vielen Fällen militärische Optionen mit einschließt oder eingeschlossen hat.

Zudem kann man i. d. R. feststellen, dass diese Systematik einhergeht mit Begründungsmustern die entweder:
a) einem ethikbefreiten "Machiavellismus" folgen, in welchem der Mächtige eben nur der Mächtige ist und entsprechend pragmatisch handelt oder
b) national-chauvinistisch-rassistischen Überlegenheitsansprüche formulieren.

Die "Ameisencommunity" solcher Staatswesen weißt zu großen Teilen i. d. R. eine dumpfe Psycho-Mischung von beiden auf und trägt alles fleißig mit solange es "was bringt".

Es gibt aber auch noch eine Variante c). Hierbei erklärt sich der Täter zum Opfer und konstruiert daraus die Notwendigkeit, sich gegen eine (potentielle) Bedrohung (präventiv) verteidigen und diese durch Dominanz kontrollieren zu müssen. Das beläßt dann die "Ameisencommunity" im seeligen Zustand der Unschuld.

Ich denke das ist so in groben Zügen die wesentliche Erklärung zum Begriff "Imperialismus".

Ach nee!!! Da gibts doch noch Variante d) - den guten Übervater, der weiß was gut für alle ist weil er ja viel weiter entwickelt ist (also doch auch ein bischen von b)) und deshalb durch wohlwollende Dominanz die "Unterentwickelten" mit "Entwicklungshilfe" zum Licht führt - auch wenn die das nicht wollen (weil sie es eben wegen ihrer Unterentwicklung (noch) nicht verstehen)... :-D

Gruß

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Ich versuche es mal: Ein imperialister Staat versucht seine Machtgrenzen über andere Staaten hinaus ständig zu erweitern. Das "Imperium Romanum" ist ein solches Beispiel. Rom hat durch seine Legionen eine militärische Dominanz besessen und rund um das Mittelmeer einen Staat nach dem anderen unterworfen oder durch militärische Bündnisverträge zu Vasallenstaaten gemacht.

Auch kann man andere Länder wirtschaftlich von sich selbst abhängig machen z.B. durch Verträge über bestimmte Lieferquoten an das eigene Land zu von dem bestimmten Preisen.

Anderes Beispiel: England, Frankreich und auch Deutschland haben in aller Welt Kolonien gegründet und sie für ihre Zwecke ausgenutzt und die Rohstoffe aus diesen Ländern für ihre eigene Wirtschaft ins Mutterland importiert. Sie haben die Menschen in Afrika, Asien und Südamerika für ihre Zwecke ausgebeutet. Ich glaube, das könnte man grob als Imperialismus bezeichnen. L.G.


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Quasi Straßenraub, nur mit Ländern und Nationen.

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