Ich bin 37 Jahre, mein Papa ist 1982 an Krebs gestorben. Heute noch, nach 26 Jahren, leide ich sehr darunter. Wenn ich an seinem Grab stehe, erzähle ich mit ihm und muss meist auch weinen.Es tut weh! In meiner neuen Wohnung habe ich jetzt ein Foto von ihm aufgehängt, doch jedesmal, wenn ich hinschaue, bin ich den Tränen nah. Ich vermisse ihn einfach so sehr!!! Ist das normal nach so vielen Jahren??? Sollte ich mir evtl. professionelle Hilfe suchen??? Hat jemand vielleicht auch so ein Problem?

Das ist durchaus möglich. Ich rate dir allerdings zu einer professionellen Trauerbegleitung oder therapeutischer Hilfe.
Sofaschalter am 4. Dezember 2008 21:26 DH zurück :)
trauerarbeit dauert mal länger und mal kürzer aber nach so langer zeit: ich würde professionelle hilfe in anspruch nehmen. es wird dir sicher helfen, darüber zu reden und es zu verarbeiten. ich wünsche dir alles erdenklich gute !
Eselin am 4. Dezember 2008 21:18 DH

Ich würde mir auf jeden Fall professionelle Hilfe suchen. Wenn du den Verlust bis heute nicht verarbeitet hast, schaffst du es wahrscheinlich auch in Zukunft nicht alleine. Du warst noch ein Kind, als er gestorben ist. Es tut mir leid, das du soviel Kummer hast. Liebe Grüße
Eselin am 4. Dezember 2008 21:19 DH

Meiner 1981 durch einen Unfall. Ich konnte auch sehr schlecht loslassen. Gespräche mit einem Psychologen haben mir sehr geholfen. Ich wünsch Dir den richtigen Gesprächspartner und viel Erfolg!
Wohin kann ich mich wenden? Habe absolut keine Ahnung?
Kristall08 am 4. Dezember 2008 21:01 Dein Hausarzt kann Dich überweisen und kennt mit Sicherheit auch Psychologen in der Nähe.

Vielleicht hilft es Dir, dich mit gleich betroffenen auzutauschen. Dafür würde ich Dir diese Seite empfehlen http://www.krebs-kompass.org/cms/

Ich denke du solltest dir eine Selbsthilfegruppe für Trauerarbeit in deiner Stadt suchen!
Als zweite Möglichkeit möchte ich dir ein Buch empfehlen und zwar: Der Himmel ist nur einen Schritt entfernt von Paul Meek. Ich bin z.Z. selbst am lesen dieses Buches, weil meine Mama schon seit Februar ihren letzten Weg geht. Vielleicht hilft es dir!

Liebes irmchen1, gerade jetzt in dieser Zeit empfindet man oft besonders schmerzlich den Verlust eines geliebten Menschen. Vielleicht solltest Du Dich einer Trauergruppe anschliessen, um dort den Trauerprozess zu bearbeiten und vielleicht zum Abschluss zu bringen. Manche Wunden heilen nie, aber Verluste und gerade auch der Tod gehören zum Leben und wir haben auch Möglichkeiten, soetwas zu verarbeiten. Liebe Grüsse lottekestner
Eselin am 4. Dezember 2008 21:20 DH

Nach 26 Jahren, da ist noch irgendetwas offen. Eine Therapie wäre gut. Mein Vater ist vor zwei Jahren gestorben. Bei mir kommt es in Wellen. Besonders zu typischen Familienanlässen (Geburtatage/Ostern/Weihnachten) fehlt er mir.
Bild/er:

Es wird niemals aufhören zu schmerzen.Man muss als Mensch damit Leben.Man hat keine andere Chance.
Teddytante am 4. Dezember 2008 21:59 So sehe ich das auch,denn mir geht es auch so.Liebe Menschen fehlen immer und wenn sie auch noch so alt geworden sind, es ist immer zu früh

denke schon, daß das normal ist. Mein Opa ist auch schon sehr lange tod und da gehts mir ähnlich. Prof. Hilfe kann sicher gut sein.
Ich kann das gut verstehen so jung ein geliebten Menschen verlieren, ist sehr hart und auch ich kann kein Foto aufstellen von meiner Mutter weil es mir einfach zu weh tut.Aber ich denke es kann nicht schaden sich Hilfe zu suchen.

Du scheinst den Tod immer noch nicht verarbeitet zu haben, und ich glaube es wäre nicht die schlechteste Entscheidung Dir profesionelle Hilfe zu holen. 26 Jahre sind eine lange Zeit!

also du musst dir langsam eingestehen das es leider so ist wie es ist....vlt wäre es wirklich besser mal eine therapie zumachen damit du mit dem tod besser umgehen kannst.....er soll in deinem herzen bleiben aber nicht dein leben bestimmen.....

Solange es dein Alltagsleben nicht belastet,trauer ruhig weiterhin,das gibt es oft!Stell eine Kerze vor sein Bild1Immer wenn du sie anmachst,gibt sie ein wenig Trost!Habe ich bei meiner Mamma die am 6 ein Jahr tot ist auch empfunden!

natürlich ist es schwierig einen nahestehenden Menschen zu verlieren, aber nach so einer langen Zeit sollte man darüber eig. hinweg sein. Versuch doch etwas zu finden, was dich ablenkt. Wenn du es trotz aller Bemühungen nicht schaffst, solltest du vllt doch mal nach professioneller Hilfe gucken
MfG Mibru

Liebes Irmchen. 'Dasgibtstrafe' hat es gesagt, und ich sehe das auch so, da ist auf jeden Fall noch etwas offen - nicht ausgesprochen - oder nicht erledigt. Auch nach so vielen Jahren ist es möglich, mit dem verstorbenen zu reden. Alles ist Energie und die findet ihren Weg. Vertrau darauf und sprich mit ihm. Und bitte ihn um Hilfe, ihn loslassen zu können. Aber Wollen musst du das natürlich schon. Dann seid ihr beide frei (!) in Liebe. Vergessen kann der Mensch nicht, so wirst du immer an ihn denken. Aber dieses Denken wird DICH nicht beherrschen - sondern DU beherrschst dann das Denken. Denk mal darüber nach. Viel Glück!
Hört sich so an, als hättest Du nicht richtig trauern können und damit den Teil des Lebens hinter Dir lassen können. Vielleicht brauchst du da ein bisschen hilfe, weil sich das jetzt natürlich nach so langer Zeit festgesetzt hat; du weißt ja nicht mehr, wie wirklich intensiv trauern geht, um abschließen zu können. Ein bisschen Hilfe und Unterstützung von jemanden ist sicherlich nicht falsch. Mit dazu gehört: Es muss Dir nicht peinlich sein, dass Du so trauerst und dass es Dir so weh tut. Was hat Dir dein Vater gegeben? Was hast Du von ihm? Wo lebt er weiter?
Ich war damals noch zu klein, um das alles richtig zu verstehen. Jetzt bin ich schon älter, als mein Papa es je war. Das wird einem dann erst richtig bewusst! Er war mein Ein und Alles damals!!!
Dann kannst Du das trauern doch noch nachholen! Dafür ist es nie zu spät!
es gibt 5 stufen der trauer. das unterbewußtsein entscheidet ob du die ein oder andere phase ausdehnst, dich daran festhältst und somit die trauer noch verlängerst. man kann es nicht abkürzen und die eine oder andere phase auslassen. du scheinst dich an dem gefühl festzuhalten. es ist keine schande und du bist kein schlechter mensch, wenn du los läßt. sei sauer das er dir genommen wurde, verleugne es, gesteh es dir ein, trauer. lese mal bei google nach was du dazu findest. dennoch hältst du dich an diesem gefühl fest, vielleicht weil du meinst du darfst dein leben nicht genießen - wie würde dein vater es sehen??? - 26Jahre!!! das hätte er nicht gewollt. dennoch hast du in all den jahren das sicher selber schon mal irgendwo gelesen. zum einen solltest du das foto abnehmen - du quälst dich damit. las die fotos im album. dann geh zur therapie - das mein ich nicht abwertend, denn wenn du es allein schaffen würdest, dann hätte es nicht 26 jahre gedauert. lebe, schenke ihm enkel, erinner dich, aber verlier dich nicht über die erinnerung. ich hab gesehen das dein eintrag schon länger her ist, aber vielleicht kann ich dir dennoch was gutes mit auf den weg geben. kopf hoch - er hätte nicht gewollt das du dich verlierst - du hast keine schuld - auch nicht wenn du lachst - auch nicht wenn du ihn mal vergisst - auch nicht wenn du deiner seele die abzulution gibst - er hat es schon längst getan
Weisst du vielleicht wo? Es belastet mich auch sehr!
es gibt Psychosomatische kliniken, die speziell Trauerarbeit anbieten
Dein Hausarzt kann Dich überweisen und Dir vielleicht sogar Adressen nennen.
Spreche erst mal deinen Hausarzt an, damit er dir eine Überweisung geben kann. So eine Therapie wird von der Krankenkasse bezahlt, wenn du eine Therapeuten zu Rate ziehst, der auf der Liste der Krankenkassen steht. Du kannst auch bei 2 Therapeuten einige Probesitzungen machen, bis du herausgefunden hast, wer am besten für dich ist.
DH