Frage von skn32, 87

Immer noch depressiv?

Hey :) Es ist so,dass ich im Frühjahr 2014 durch einen Suizid in meiner Familie in eine Depression gefallen bin.Ich konnte nichts essen,mir war durchgehend schlecht,ich habe 10 Kilo abgenommen(Ich war ungefähr 1,65 m und habe 40 kg gewogen. Jetzt bin ich 1,73m und wiege 50-51kg.) Ich sah schrecklich aus,wie ein Skelett.Ich habe mich schrecklich gefühlt,dick,ich wollte nicht mehr leben,habe mich verletzt. Dann bin ich in eine Tagesklinik für Kinder und Jugendliche gekommen,es war dort einfach nur schrecklich. Nach 5 Wochen habe ich gebettelt dort raus zu kommen,und sie haben mich tatsächlich entlassen. Danach habe ich eine ambulante Behandlung bis Oktober 2015 über mich ergehen lassen,,die mir tatsächlich geholfen hat. Ich habe mich wieder relativ wohl gefühlt.Doch habe ich manchmal noch diese Momente,in denen ich mit meinem Bauch(etc)total unzufrieden bin,und das Gefühl habe dick zu sein,obwohl ich laut Freunden die perfekte Figur habe.Ich fange dann an zu weinen,weil ich einfach fertig bin. Wieder zur Therapie möchte ich aber nicht.Es kommt auch vor dass ich Panikattackem bekomme. Meistens nur wenn ich in großen Menschenmengen bin.(U-Bahn,Bus,etc)Es hört sich lächerlich an,ich weiß,aber ich habe Angst dass mir schlecht wird und ich mich vor den Leuten übergebe.Ich weiß nicht woher diese Angst kommt.. Könnte es etwas mit der 'Essstörung' zu tun haben? Ich hoffe jedenfalls,dass 2016 alles besser wird. LG

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von Kleinlok, 49

Liebe skn32.

ich wünsche dir auch erst einmal, dass 2016 für dich ein gutes Jahr wird, in dem du mit deinen Ängsten, Zwängen und Panikattacken  besser zurecht kommt und vielleicht diese weitgehend überwindest!

Den Grundstein für eine nachhaltige Besserung könntest du mit der Therapie gelegt haben, drauf lässt deine Beschreibung schließen. Lass dich ncht schocken, wenn du Momente hast, in denen du das Gefühl hast, zu dick zu sein. Versuche auf die Aussage deiner Freunde zu vertrauen, dass du die perfekte Figur hättest. Jedes Gramm weniger könnte dann eigentich nur etwas weniger perfekt sein, warum also solltest du dich als Hungerhalken quälen?

Ich vermute, dass es da keine unmittelbar logischen Gründe für das vermutlich eher zwanghafte Faten gibt, nur kann der Antreib dafür sehr stark sein, so dass es den betroffenen Menschen sehr scher fällt, sich diesem zu entziehen. Hast du in deiner Therapie Möglichkeiten kennengelernt, wie du dich in Momenten, wo du den Antrieb/Zwang spürst weniger zu essen, ablenken kannst?

Das mit dem Suizid in eurer Fmile ist sehr traurig, So ein einschneidendes reignis gehört aufgearbeitet, die Trazerarbeit braucht aber Zeit ud Kraft. Eine Frage die ganz privat vielleicht für dich wichtig sein könnte, wäre die, wie eure Familie it diesem traurigen Ereignis umgeht?

Manchmal ist das ein Thema, über ds nicht gesprochen wird, was dann eine gemensame Aufarbeitung ausschließt. Je nachdem wie der einzelne damit umgeht, kann es zu einer dann privaten Aufrbeitung kommen oder nicht. Das fällt dann vermutlich aber schwer und im Rahmen der Famile kann es dann immer noch schwerfallen, damit konfrontet zu sein (nd sei e im Unterbewusstsein).

Habt ihr euch in der Therapie auchmit  diesen  tragischen Suizid befasst (?), der so wie du es beschreibst, eine zumindest auslösende Wirkung für deine Depressionen gehabt haben könnte.

Ich wünche dir wie gesagt bzw. geschrieben, dass du in 21016 in einem guten Sinne weiterkommst, denke bitte auch daran, dass du dafür sicher einiges tun knnst und da wieter am Ball beiben solltest. So wie du es beschreibst könnte es sein, dass du da schon gute Fortschritte gemacht hast, aber es immer noch was für dich zu tun gibt, um freier und unbeschwerter leben zu können. Sehe das mal als eine Chance :-)

Liebe Grüße, Thomas

Kommentar von skn32 ,

Danke für diese ausführliche Antwort :-) Ich spreche nicht gerne mit meinen Eltern darüber,da ich es nicht ertragen kann sie weinen zu sehen. Ich glaube auch,dass ich diejenige bin,die am besten gelernt hat mit dem Suizid meiner Schwester umzugehen.(Jedenfalls nach der Therapie) Mit dem Suizid habe ich mich mit der Therapeutin befasst,aber sie hat mich eher wie ein Kind behandelt.(Ich bin für mein Alter etwas reifer,so blöd das auch klingt.) Also hat sie nicht wirklich direkt darüber mit mir gesprochen,nur ganz am Anfang man gefragt ob ich denn sauer auf meine Schwester wäre,was ich nicht war. Ich habe in der Therapie nicht gelernt mich abzulenken,da ich die Panikattacken nie erwähnt habe,da ich dachte sie sind bald vorbei.

Kommentar von Kleinlok ,

Das deine Schwester und damit sich ein dir und deiner Famile sehr nahestehender Mensch sich umgebracht hat, ist besonders tragisch. Dass du da nicht gerne mit deinen Eltern darüber redest, weil die dann weinen müssen, kann ich verstehen.  Andererseits braucht die Trauer Zeit und Raum. Wir können sie in aller Regel nicht einfach in eine Ecke abschieben und so tun, als ob wäre nicht wirklich was passiert.

Trauern ist anstrengend und kann besonders in unserer Gesellschaft sehr schwerfallen, die mehr auf Spaß, Sensation und Leistung gepolt ist und öffentlich mit allem, was da abweicht, nicht gut umehen kann (meine private Meinung). Das kann bedueten, das trauernde Menschen sich in ihrer Trauer bzw. ihrem nicht trauern können allein gelassen fühlen und dass dieser schwierige Zustand dann zu weiteren pychischen Beeinträchtigungen führen kann. Das muss nicht so sein, aber die Gefahr ist denke ich schon gegegen.

Vielleicht bist du in die Depression gefallen, weil du damals keinen Weg erkennen konntest, deiner Trauer den Raum zu geben, den die braucht?

Leider scheint in deiner Therapie dieses wichtige Thema nicht den ganzen Stellenwert gefunden haben, den es verdient hätte. Als Kind/Jugendlicher trauert man genauso, wenn nicht noch intensiver als Erwachsene. Das kann dann in unerer "Erwachsenenwelt" zu dem Problem führen, dass man sich unverstanden und mit seinen Problemen alleine fühlen kann. Das kann dann zu pychischen Störunen Anlass geben.

Wenn du immer noch unter Panikattacken leidest, dannn scheinen die nicht kurzzeitiger Natur zu sein. Warum magst du nicht mehr therapeutisch was mchen? Vielleicht gibt es da ja doch noch Bedarf?

Vielleicht wäre eie Selbsthilfegruppe was für dich- da du noch aber jung bist- vielleicht unter Anleitung?

Liebe Grüße, Thomas

Kommentar von skn32 ,

Ich möchte nicht wieder zur Therapie,weil es einfach nur langweilig war,und ich jedesmal das Gefühl hatte gleich einzuschlafen. Und trotzdem hat es komischerweise geholfen. Ich bezweifle,dass es hier in diesem Ort(wohl eher Kaff genannt.) eine Selbsthilfe Gruppe für Jugendliche gibt. 

Kommentar von Kleinlok ,

Das ist zwar schade, wenn deine Therapie,für dich langweilig
war. Aber wie du schreibst: es hat dir trotzdem komischerweise geholfen!

Das liegt vielleicht daran, dass eine effiziente Hilfe wie eine wirksame Medizin ist: schmeckt bitter, aber hilft.

Vielleicht wäre ein/e andere/r Therepeut/in für dich dann besser geeignet?

Wenn es in deinem Ort keine Selbsthilfe Gruppe für Jugendliche
geben sollte, gibt es sowas vielleicht in einer etws größeren Nachbarstadt? Vielleicht können dir die Leute vom Jugendamt da Tipps geben?

Liebe Grüße, Thomas

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