Frage von NorthernLights1, 92

Immer mehr Kinder mit Diabethis Typ 1...sind die Mütter dran schuld?

Werden durch die falsche Lebens-/ ernährungsweise der mütter vor, während und nach ( milchpulver statt stillen ) ihrer schwangerschaft die Kinder vorgeschädigt oder erst mit den Jahren, durch vorgestzte falsche Nahrung ( zB zuckerhaltige Fertigprodukte ) ?

Antwort
von isebise50, 12

Kinder, die per Kaiserschnitt zur Welt kamen, haben ein mehr als doppelt so hohes Risiko für Typ 1 Diabetes als Kinder, die spontan entbunden wurden. Dies ergaben neueste Auswertungen der Langzeit-Studie BABYDIAB der Forschergruppe Diabetes der Technischen Universität München. Darin wurde der Einfluss von Umweltfaktoren auf die Entwicklung der Erkrankung bei 1.650 Kindern, deren Mutter oder Vater an Typ 1 Diabetes erkrankt ist, untersucht. Die Studienteilnehmer wurden von Geburt an durchschnittlich 11 Jahre lang beobachtet. Eine Erklärung sehen die Forscher in der Tatsache, dass eine Entbindung per Kaiserschnitt die Zusammensetzung der kindlichen Darmflora verändert und damit die Entwicklung von Autoimmunität begünstigt.

http://www.diabetesde.org/ueber_diabetes/was_ist_diabetes/diabetes_und_schwanger...

Der Kaiserschnitt ist eine sehr gute Alternative für Notfälle unter der
Geburt, wenn Gefahr für Mutter oder Kind besteht. Die WHO schätzt, dass
dies in etwa 10 bis 15 Prozent der Schwangerschaften zutrifft und hält
deshalb eine Kaiserschnittrate in dieser Höhe für vertretbar.

Anscheinend muss man Frauen nur lang genug einreden, dass sie nicht gebären können, denn in Deutschland schwankt die Kaiserschnittrate der einzelnen Kreise zwischen 17 und 51 Prozent (im Schnitt kommt also fast jedes dritte Kind per Kaiserschnitt auf die Welt).

Es ist aus heutiger Sicht immer noch nicht ganz zu überblicken, welche Folgen es haben kann, wenn man der Natur ins Handwerk pfuscht.

Expertenantwort
von Lirin, Community-Experte für Diabetes, 36

Nein!

Gerade Typ 1 kommt nicht so oft vor und hat absolut nichts mit der Ernährung zu tun! Er ist nicht so stark vererbbar und der Lebenswandel hat auch nichts mit seiner Entstehung zu tun.

Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung bei der der Körper - durch eine Störung in der Immunabwehr - die Betazellen der Bauchspeicheldrüse zerstört, so wie im Normalfall Vieren und Bakterien bekämpft werden.

Wovon du sprichst, ist Typ 2 Diabetes. Hier hängt sehr viel von der Ernährung, zu wenig Bewegung und Übergewicht ab. Außerdem ist Typ 2 stark vererblich, zumindest in der direkten Blutlinie.

Wenn also beide Elternteile und womöglich auch noch die Großeltern Typ 2 haben, dann steigt die Vererbungsrate auf über 30% und das ist natürlich enorm. Kommt dann noch ein ungesunder Lebenswandel hinzu, dann ist die Wahrscheinlichkeit an dem gleichen Diabetes wie der Rest der Familie zu erkranken schon echt hoch.

Ich hoffe, das beantwortet deine Frage!

Lg Lirin

Kommentar von NorthernLights1 ,

Immer mehr Kinder leiden an Diabetes

Etwa 30.000 Kinder in Deutschland leiden am Diabetes-Typ 1. "Uns erschreckt dabei besonders, dass die Zahl jedes Jahr etwa um vier Prozent zunimmt"

http://www.neuepresse.de/Nachrichten/Panorama/Uebersicht/Immer-mehr-Kinder-leide...

Antwort
von Cassiopeija, 30

Ursache des Typ-1-Diabetes ist fast immer eine Autoimmunreaktion. Das bedeutet: Die Abwehrzellen Immunsystems greifen die Insulin produzierenden Beta-Zellen im eigenen Körper an und zerstören sie. Die Beta-Zellen liegen (zusammen mit den Alpha-Zellen, die das Blutzucker erhöhende Hormon Glukagon herstellen) in der Bauchspeicheldrüse. Diese gibt die Hormone Insulin und Glukagon direkt ins Blut ab.

Die genauen Hintergründe der Autoimmunreaktion sind nicht bekannt. Eine gewisse Rolle spielen Erbanlagen. Doch längst nicht jeder, der ein Elternteil mit Typ-1-Diabetes hat, erkrankt auch selbst. Das Risiko beträgt nur wenige Prozent. Sind beide Eltern betroffen, steigt es auf ca. 20%. Väter scheinen dabei häufiger einen Typ-1-Diabetes an ihre Nachkommen weiterzugeben. Man vermutet, dass möglicherweise bestimmte Umweltfaktoren (etwa frühzeitiger Kontakt mit Kuhmilch) oder Virusinfektionen (in Verdacht sind insbesondere sogenannte Enteroviren) die Entstehung eines Typ-1-Diabetes fördern.

Es hat also nur sehr wenig mit der Ernährung zu tun und eigentlich gar nichts mit der Ernährung der Mutter während der Schwangeschaft.

Antwort
von MiaKrawczyk, 18

Definitiv nein.

Beim Typ-1-Diabetes liegt eine Autoimmunreaktion zugrunde.

Der Typ-1-Diabetes wird durch eine Autoimmunreaktion verursacht. Dabei werden die insulinproduzierenden Betazellen in den Langerhans-Inseln der Bauchspeicheldrüse durch die eigene Immunabwehr zerstört, weil sie als „fremd“ betrachtet werden. Bei diesem Typ besteht kein Zusammenhang zwischen Essverhalten/Gewicht und dem Diabetes.

Ich bin selbst Medizinstudentin und zum heutigen Zeitpunkt, kennt die Medizin definitiv keinen belegbaren Auslöser für diese Fehlfunktion des Körpers! Natürlich gibt es unzählige Theorien. Genauso wie es unzählige Studien zu diesem Thema in jedem Land der Erde gibt. Aber keiner konnte darin einen Trigger (Auslöser) nachweisen.

Und die "massenhafte Zunahme" des Diabetes trifft sowieso auf den Typ-2-Diabetes zu, nämlich 90 bis 95 Prozent aller Diabetiker!

LG Mia

Kommentar von NorthernLights1 ,

In dem Bericht ging es aber um die Zunahme von Typ 1. Die Zunahme der  Autoimmunreaktion muss doch ein Grund haben bzw in irgendwelchem Zusammenhang mit neuzeitlichen Veränderungen ( umwelt, Ernährung, usw ) stehen.

Kommentar von MiaKrawczyk ,

An NorthernLights1:

Ja. Auch beim Diabetes-Typ-1 ist eine Zunahme zu verzeichnen. Diese ist aber verschwindend gering, wenn man sich die Zahlen des Typ-2-Diabetes ansieht.

Und natürlich hast du Recht. Bis zum heutigen Tage gibt es aber keine befriedigende Antwort auf diese Frage. Es ist genauso wie mit der Zunahme von Krebserkrankungen. Es gibt so viele Theorien wie es Wissenschaftler und Ärzte gibt. Aber keine befriedigenden Antworten.

Würde es diese geben, wären wir der Heilung schon sehr nahe.

LG Mia

Antwort
von GroupieNo1, 40

Einer der Gründe liegt wohl darin, dass wenige, gerade junge Mütter, noch selber kochen. Oder eben gesund kochen. Es wir eine Tüte Maggi Fix für... Gekauft und über die Nudeln gemacht oder sonst was. Wenn man überlegt, was da an Zucker und E Stoffen alles deine ist. Ketchup = Zucker, johgurt = Zucker (warum kann man Kindern denn keinen Natur johgurt geben und da eine Erdbeere ranschneiden oder pürieren?) warum gibt es eher zwei Portionen Nudeln, statt ein Salat vorher und ein Stück Obst nachher? Warum müssen die Kinder Saft trinken? Tee und Wasser tun es auch?

Und dann muss man den Körper verstehen. Der Körper schüttet Insulin aus, um den Zucker auf zuspalten. In der Regel braucht der Körper so Ca 4 Stunden um eine Mahlzeit zu verwerten, den Zucker für sich zu gewinnen. Isst man vorher wieder etwas ist muss der Körper weiter und weiter Insulin produzieren. Und da geht eine Fehlernährung schon los im Baby alter. Warum sollten Zeiten eingehalten werden beim trinken? (Egal ob stillen oder Flasche) die Kinder dürfen trinken wann sie wollen. Also muss der Körper permanent Insulin ausschütten. Früher gab es meist feste Zeiten, alle 4 Stunden war nicht unüblich. Da wurde das Kind, nur weil es mal kurz den Kopf wegdreht nicht gleich von der Brust genommen sondern es sollte trinken. Es wurde mit wiegen überprüft ob es denn wirklich genug getrunken hat, wenn nicht wurde wieder angelegt. So gab es keine 1-1,5 Stunden Abstände und der Körper könnte Unruhe seine Mahlzeit verarbeiten. Heute wird permanent Insulin ausgeschüttet und auf Dauer führt auch das zu Diabetes. Und da ist egal ob Flasche oder Brust.

Kommentar von Lirin ,

Hallo!

Das ist ja alles richtig aber leider trifft das nicht auf Typ 1 zu! Wie du in meinem Beitrag lesen kannst trifft es auf Typ 2 zu.

Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung und man kann ihn leider unter garkeinen Umständen verhindern!

Bitte antworte nur, wenn du wirklich Bescheid weißt!

Gruß Lirin

Kommentar von NorthernLights1 ,

@Lirin

Ich meine wirklich Typ 1 ! Von irgendwo her muss er doch kommen und nur vererbung schließe ich aus ..

Es müssen veränderung gekommen sein, die Typ1 begünstigt haben und ich sehe ziemlich viele zusammenhänge zu unserer Nahrung .

Immer mehr Kinder leiden an Diabetes

Etwa 30.000 Kinder in Deutschland leiden am Diabetes-Typ 1. "Uns erschreckt dabei besonders, dass die Zahl jedes Jahr etwa um vier Prozent zunimmt"

http://www.neuepresse.de/Nachrichten/Panorama/Uebersicht/Immer-mehr-Kinder-leide...

Kommentar von Artus01 ,

Wie aus Deinem verlinkten Artikel hervorgeht weiß die Medizin noch längst nicht was der Auslöser für den Typ 1 ist, selbst bei Typ 2 ist man da längst nicht sicher.

Erst wenn diese Rätsel gelöst sind, ist vielleicht mal eine Heilung möglich. Bis dahin kann man eben nur mit den bekannten Mitteln behandeln, immerhin ist wenigstens das in den letzten gut 20 Jahren besser geworden.

Kommentar von Lirin ,

Wie bereits gesagt, Typ 1 hat absolut nichts mit falscher Ernährung zu tun, das ist Typ 2.

Und ja, es gibt immer mehr Diabetiker, Typ1 und Typ 2, weil er natürlich stark weitervererbt wird oder bei Typ 2 schlechte Gewohnheiten, oft in der Familie, dazu führen, dass er ausbricht.

Trotzdem ist es nicht sicher, dass er auch ausbricht. Würde er immer ausbrechen, gäbe es noch viel mehr Typ 1!

Antwort
von zeytiin, 46

Ja zum Teil  so 50%.. Aber nicht ganz das kommt auch auf die Gene an

Kommentar von NorthernLights1 ,

aber warum wird es von jahr zu jahr immer mehr und bleibt nicht wie früher konstant ?

Kommentar von zeytiin ,

Also soll ich mal ehrlich sagen die Mütter heutzutage achten nicht was sie essen sie essen und essen und werden fett wie keine Ahnung was ... 1 warum so viele kinde rübergweichtig oder sehr leicht zunehmen .. Ohne Sinn der Frauen Körper versorgt immer zu erst das Kind er ist ausgelägt einfach darauf ... 2 , so viele Stimmen nicht das ist der größte Fehler einfach das imunsystem des Kindes ist so geschwächt 3 Kindern wird es verbietet Süßigkeiten zu essen wieso ? Kinder Logik ist so was ich nicht darf das will ich unbedingt ..  

Kommentar von NorthernLights1 ,

das stimmt...viele achten gar nicht, was sie gerade essen. Hauptsache es schmeckt, ist schön bunt und riecht gut..was wirklich drin ist, interessiert sie nicht bzw verstehen sie es nicht. Und solche falsche ernährung plus falsche Erziehung geben sie an ihre Kinder weiter :/

Kommentar von zeytiin ,

Ja das verstehe ich ehrlich gesagt auch nicht ..  Ich mein man hat ja auch eine Mutter oder es gibt extra Bücher normaler weise will man doch nur das beste fürs Kind das schlimmste find ich ja was noch schlimmer ist wen die Mutter trinkt auch wen es nur ein Glas Wein ist oder raucht ( wen sie weis das sie schwnager ist )   Wen Sies nicht weis ok passiert aber dann direkt aufhören

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