Frage von CaroJani, 135

Immer auf die Eltern hören?

Hallo Leute,
Ich stehe vor einem Problem was mein 'Leben' angeht bzw. auch so ein wenig meine Zukunft. Ich bin im Ausland und soll hier eigentlich ein Jahr bleiben. Möchte nun aber gerne abbrechen und nach Hause, da ich merke dass es doch nichts für mich ist. Meine Eltern meinen ich solle durch ziehen und positiv denken und naja sowas halt alles, weil es ja auch meine Entscheidung war und ich einen Vertrag unterschrieben habe. Nun ist es so dass ich mich frage ob ich eher auf meine Eltern hören sollte oder einfach mal diese Entscheidung selber treffe. Es geht schließlich ansich mein Leben an und klar es sind meine Eltern und sie geben mir Ratschläge aber muss ich wirklich unbedingt das tun was sie für besser halten?
Liebe Grüße

Antwort
von flunky, 16

Du musst nicht auf deine Eltern hören, aber du solltest die Entscheidung auch nicht überstürzen.
Deine Eltern wollen nur das Beste für dich und erinnern sich bestimmt noch daran, wie sehr du dich auf dein Au Pair Jahr gefreut hast und wie überzeugt du von allem warst.
Darum lass dich darauf ein.
Es ist hart nicht gleich den Rückflug zu buchen, ich weiß. Ich war/bin in der selben Situation.
Haben deine Eltern mitbekommen, wie sehr du unter dem Heimweh leidest?
Nimm dir zwei Monate Zeit, um die Entscheidung zu treffen. Dann sollte dein Heimweh normalerweise weg sein, auch wenn du dir das nicht vorstellen kannst.
Auf jeden Fall wird deine Entscheidung die richtige für dich sein. Und das ist am wichtigsten.
Du setzt deine Grenzen selbst und entscheidest, wann es nicht mehr geht.

Rede aber am besten gleich mit deiner Gastfamilie darüber. Wenn du von ihrer Seite Unterstützung erhältst ist das Gold wert. Und wenn sie dich Heim schicken ist es auch nicht weiter schlimm. :)

Antwort
von MaggieundSue, 48

Sagt deinen Eltern, dass du für sie noch einen Monat durchsteht und danach entscheidest du, ob du es nun abrechne willst oder nicht.

Somit, gibst du nicht gleich auf und zeigst Deinen Eltern deinen guten willen und gleichzeitig kannst du in diesen Monat schauen, ob es wirklich nichts für dich ist und hast so nicht übereilt gehandelt.

Kommentar von CaroJani ,

Das ist echt der Beste Rat, danke. Ich werde jetzt denke ich erstmal schauen wie es mir so ergeht, und wenn es wirklich nicht passt breche ich ab. Ich finde es hat dann auch keinen Sinn mehr. Was soll ich mich dann weiter quälen?

Antwort
von Michisophie, 11

Du bist erst seit 1,5 Wochen dort. Am anfang geht es vielen so. Meine Cousine war auch in Amerika als Au Pair (Ich will auch nächstes Jahr). Die Kinder haben am anfang des Au Pair Jahres zu ihr gesagt das sie sie hassen. Sie hatte richtig heimweh und fühlte sich so unwohl.  Da sie aber einen starken willen hat hat sie durchgebissen und nicht gleich aufgeben.Nach ca. einen Monat hatt es ihr dann so gefallen! Sie hat Freunde gefunden und fühlte sich nicht mehr so alleine. 

Ich gebe dir den rat.. warte noch einige Zeit ab du kannst dann noch immer abbrechen. Den ich glaube du wirst es bereuen wen du es dann erst einmal abgebrochen hast.

Kommentar von CaroJani ,

Ja, das habe ich auch vor. Ich werde wohl erstmal ein oder wenn ich es schaffe zwei Monate durchziehen und dan abbrechen wenn ich es immer noch für nötig halte. Kann man ein Au Pair Jahr denn wirklich jederzeit abbrechen? Mal abgesehen davon was in dem Au Pair Vertrag steht. Ich bin mit keiner Organisation hier. Kann ich quasi jederzeit zu meiner Gastfamilie gehen und mit ihnen über meinen Abbruch sprechen und dass ich gehen möchte?

Kommentar von Michisophie ,

Naja was steht den in deinem Vertrag?  

Für normal kann man es abbrechen. Ich werde über Cultural Care nach Amerika gegen. Da müsste ich mir die Rückreise und alle Kosten die anfallen selber zahlen um abbrechen zu können. 

Aber ich bin mir zu 100% sicher das es dir gefallen wird und du am Ende dort bleiben wirst. 

Noch ein tipp, sprich mit deinen Gasteltern über dein Heimweh. Sie werden dir bestimmt helfen. Und vor allem ist es bei Heimweh der größte Fehler dich im Haus zu verstecken und zu weinen. Geh raus triff neue Leute genieße das Leben dort wo du gerade bist. Ich sag's dir, dein heimweh wird so schnell weg sein und du wirst gar nicht mehr daran denken heim zu wollen.  

Wo bist du den eigentlich genau? :)

Kommentar von CaroJani ,

Also in meinem Vertrag steht dass es halt einen Monat Kündigungsfrist gibt. Vermutlich der Zeitraum in dem meine Gastfamilie sich dann das neue Au Pair sucht und ich solange noch dort bin. Ansonsten ist halt auch noch das Problem mit der Sprachschule. Wenn meine Gasteltern erstmal das Geld überwiesen haben und ich dort ein oder zweimal war ist auch mega blöd oder?. Und außerdem merke ich auch, dass mir die Arbeit mit den Kids gar nicht mehr wirklich gefällt. Also ist es gar nicht mehr bloß das Heimweh sondern auch die Arbeit an sich. Und ich bin in den Niederlanden. Ich weiß, nicht weit weg und so. Aber eben trotzdem nicht daheim. Und dieser Gedanke dass es jetzt wirklich din ganzes Jahr sein soll macht mich so fertig.

Kommentar von Michisophie ,

Wen du selbst nicht gut gelaunt bist macht die Arbeit mir den Kindern natürlich auch keinen Spaß. Wen du mit Kindern Arbeitest solltest du gut gelaunt sein und sicher ist das mit Heimweh sehr schwer aber versuch es. Du wirst doch auch zuhause Stunden mit Kindern machen müssen oder nicht? Da hat es dir doch gefallen? Also mach das beste daraus, sobald du einmal neue Freunde gewonnen hast willst du wahrscheinlich erst gar nicht mehr Nachhause. Nimm dir noch Zeit und wen in deinem Vertrag steht das 1 Monat Kündigungsfrist ist kannst du egal ob die Sprachschule schon bezahlt ist oder nicht kündigen.  

Noch ein Beispiel von mir selbst. Ich ging in eine neue Schule mit Internat und was war.. Ich hatte so schlimmes heimweh und wollte (so wie du) nach nicht einmal 2 Wochen Nachhause und die Schule wechseln. Ich weinte und rief meine Eltern an, sicher haben sie mich verstanden irgendwo und sicher tat ich Ihnen leid... Aber sie blieben konsequent und ließen mich auf der Schule. Es war eine schwere Zeit das erste Monat aber es wurde immer besser und dan fühlte ich mich so wohl dort und würde es jetzt so bereuen wen ich nicht dort geblieben wäre.  

Zieh es durch! Du wirst auf dich selbst stolz sein! :)

Antwort
von realistir, 38

Du scheinst ja ein raffiniertes junges Ding zu sein. Du argumentierst zwar sehr gut zu deinem vermeintlichen Vorteil, aber das ist dann auch schon alles.

Gehst du mal gedanklich mit mir in deiner Lebensgeschichte zurück?
zurück in die Zeit, in der du mit Hilfe deiner Eltern den aufrechten Gang gelernt hast?

Wie oft bist du auf die Nase gefallen, hättest am liebsten einfach liegen bleiben wollen? Deine Eltern haben dich nicht liegen lassen, immer wieder auf deine Beine gestellt, mal länger am Händchen geführt, aber doch auch los lassen müssen, damit du selbstständig den aufrechten Gang lernst und kannst.

Jetzt bist du symbolisch wieder auf die Nase gefallen, fühlst dich so. Sollen wir dich nun liegen lassen, weil du älter geworden bist?

Verstehe doch einfach mal deine Eltern aus einer einfachen simplen Perspektive. Deine Eltern denken ähnlich wie ich. Wie ich denke, sage ich dir jetzt ;-)

Wer immer vor irgendwas sinngemäß davon laufen will, kommt nie irgendwo an. Muss ich es näher erklären? Es gibt so viele Prüfungen im Leben. Wer sinngemäß vor irgendwelchen Prüfungen davon läuft, hat was von seinem Leben?

Was kommt jetzt nachOlympia? Richtig, olympia für die behinderten Sportler.
Laufen die von etwas davon, oder versuchen die ihr Leben doch noch zu genießen, ihrem Leben einen Sinn zu geben? Die laufen nicht weg, die machen mit.

Warum halten diese Olympioniken diese Teilnahme für besser? Und du versuchst vor was genau zu flüchten?

Kommentar von CaroJani ,

Das ist ja schön und gut und sicher auch richtig, aber ob das jetzt so gut auf meine Situation zu übernehmen ist? Klar du und genauso auch meine Eltern haben schon Recht, immer 'weg zu laufen' wenns ungemütlich wird ist nicht die feine Art. Außerdem kommt man so im Leben auch nicht wirklich gut voran. Und es gibt im Leben immer Situationen durch die man sich kämpfen muss und durch die man durch muss. Aber es ist ein Auslandsjahr. Und dieses Jahr soll mir eigentlich etwas gutes und positive bringen. Und wenn es für mich nunmal nicht positiv ist und ich mich nicht wohlfühle, was macht es für einen Sinn unglücklich dieses Jahr durchzuziehen. Ich hätte es ja auch gar nicht erst machen müssen. Es ist ja etwas freiwilliges. Also wieso dann nicht auch abbrechen können?

Kommentar von realistir ,

Du, ich beiße nicht, mit mir kannst du über fast alles reden.

Zwar argumentierst du wieder sehr vernünftig, aber du redest mal wieder sinngemäß um den heißen Brei herum. Sagst nicht konkret warum du abbrechen möchtest.

Egal ob freiwillig oder nicht. Ich musste früher zur Bundeswehr, wäre da nie freiwillig hin gegangen. Und für mich war es dort oft eine Tortur, nur weglaufen konnte ich nicht, ich musste durchhalten bis zum letzten Tag meiner Wehrpflicht.

Ansonsten galt für mich nicht nur ein Spruch als Orientierung.
Erster Spruch lautet, versuche aus möglichst Allem das jeweils Beste zu machen. Zweiter Spruch, Jeder ist seines Glückes Schmied. Leider haben viele dieses Handwerk nicht gelernt und wollen es nicht lernen.

Sollten wir Zwei jetzt diskutieren wie man jeweils das Beste aus etwas zu machen versuchen sollte? Woran will man denn erkennen, was jeweils besser wäre?

Auf mein Beispiel Bundeswehrpflichtzeit bezogen, wäre es besser gewesen ich hätte jeden Tag geflucht, aufgemuckt usw.? Ich versuchte da trotzdem möglichst viel positives für mich raus zu holen. Und das gelang auch entsprechend. Ich konnte dort nicht nur den Führerschein für LKW machen, ich sorgte auch für andere gute Beschäftigungen ;-)

Ach, bevor ich es vergesse, noch was wichtiges.
Alles auf der Welt hat gleichzeitig und ohne Ausnahmen Vorteile und Nachteile! Erinnert sinngemäß an Einsteins Relativitätstheorie!
Es hängt nämlich immer nur von der persönlichen Sichtweise jeder Person ab, ob diese bevorzugt die Vorteile oder die Nachteile sieht, sehen will.

Wieso also siehst du nur Nachteile, keine ebenso vorhandenen Vorteile? Wieso versuchst du nicht aus möglichst Allem das jeweils Beste zu machen?

Weil du nicht in der Lage bist, etwas Besser zu sehen, also Vorteile zu sehen? Oder bist du das nur nicht gewöhnt, hast bisher nie versucht auch mal die Dinge aus anderer Perspektive zu sehen?

So, ich übertreibe jetzt mal spaßeshalber und frage, was wäre denn, wenn am Ende deines Lebens du gefragt werden würdest, was du aus deinem Leben gemacht hast.
Nehmen wir ferner an, du sagst, hmmm eigentlich nichts, und deswegen heißt es dann, okay dann musst du zurück, wirst nochmal als Samenzellen-Baby dorthin geschickt um es diesmal besser zu machen ;-)

Wäre das eine Option? Oder besser nicht ;-)
Kannst du nichts näheres sagen, warum du abbrechen willst?

Kommentar von CaroJani ,

Du willst wissen warum ich abbrechen will? Alles klar.
Ich habe zunächst schreckliches Heimweh. Heule jeden Morgen und ärgere mich, dass ich dieses Au Pair Jahr überhaupt begonnen habe. Ich fühle mich hier nicht wohl. Jeden Morgen wenn ich zu der Familie gehe habe ich das Gefühl sie mögen mich gar nicht, wollen, dass ein anderes Au Pair hier ist. Dann die Arbeit mit den Kindern. (Ja, ich weiß. Als Au Pair müsste man doch vorher wissen ob man mit Kindern arbeiten will oder nicht. Das kann doch nicht erst dann kommen wenn man das Jahr schon angetreten is, blabla) Die Arbeit macht mir einfach keinen wirklichen Spaß. Ich hatte vor Grundschullehramt zu studieren, wenn ich dieses Jahr 'geschafft' habe. Tja, das will ich nun auf keinen Fall mehr tun.
Dann der Gedanke, dass ich erst in einem Jahr wieder zu Hause sein werde nimmt mir immer fast den Atem. Ein Jahr bis ich mal meine Familie wieder sehe, da denke ich mir ständig wieso ich eigentlich ein ganzes Jahr mache. Und dann kommen eben noch so Sachen wie die fremde Umgebung, die fremde Sprache, die fremden Gewohnheiten hinzu. Klar, das ist bei einem Auslandsjahr normal, daran muss man sich gewöhnen. Aber alles in allem habe ich nicht den Glauben daran, das Ganze ein Jahr lang durch zu ziehen. Diese lange Zeit bereitet mir enorme Schwierigkeiten.

Kommentar von realistir ,

zunächst mal Danke für deine nähere Erklärung.

Hmmm, jetzt merke ich, ich habe da so ein typisch männliches Problem. Als Denkmann kann ich mit Gefühlen nichts anfangen.

Gefühle sind für mich so was diffuses, nicht greifbares. Ebenso kann man sich Gefühle auch regelrecht einbilden. Bestätigt dieses Gefühl das man Placeboeffekt nennt.

Wieso also gehst du davon aus, die Eltern mögen dich nicht? Sinngemäße Einbildung oder rührt das aus deinem Wunschdenken, dort abzuhauen?

Apropos abhauen. Wir haben noch garnicht über das Projekt Aupair als solches gesprochen. Wer ist denn Träger, Ausrichter, Ansprechpartner für Aupair? Wie ist so ein Projekt organisiert, nach welchen Regeln läuft das ab und gibt es da keinen Ansprechpartner mehr, wenn es angelaufen ist?

Wir hatten bei der Bundeswehr einen Wehrbeauftragten, also gab es jemanden mit dem man über dies und das reden konnte.

Ohh, du willst mit Kindern nichts mehr am Hut haben? bedeutet das auch, du willst kinderlos bleiben?

Zurück zum anderen Thema. Gibt es keine Probezeit bei solchen Projekten? Wie heißt denn die Aupair Organisation bei der du sinngemäß unter Vertrag kamst?

Und was würdest du tun wollen, wenn dir die Flucht gelinge?
Ein Jahr abwarten und den Schmerz vergehen lassen, dürfte auch keine Lösung sein.

Ich muss vorsichtig sein, was mir so alles durch meinen Kopf geht ;-)
Ich will dich und deine Persönlichkeit ja akzeptieren usw.
Merke aber, wenn ich mir dies und das bedenke, wie ich in unschöne Gedankenkonstrukte geraten kann.

Hatte mich gerade eben gefragt, ob sich jemand sinngemäß in eine Art Depression reinsteigern kann. Nicht dass ich dir sowas unterstellen wollte, ich betrachte es nur aus mögliches Risiko und versuche Lösungen zu finden.

Theoretisch besteht ein Risiko, weil du mehr weglaufen willst, aber noch kein besseres Ziel vor Augen hast, anstreben willst. Das macht mir, und wohl deinen Eltern Sorgen.

Ich ertappte mich oben dabei, dir Unterstützung leisten zu wollen beim abbrechen von dem Projekt. Deswegen fragte ich nach dem Namen des Aupair Organisators.

Darf ich auch mal andere Fragen stellen? Wie du dich selbst siehst, bezüglich Selbstwertgefühl, Selbstsicherheit und weitere Dinge die mit Selbst- anfangen?

Ich hatte damals zur Bundeswehrzeit viel positives in Sachen Selbstvertrauen, Selbstsicherheit usw. Konnte vielleicht deswegen solange wie nötig etliches positiv für mich gestalten. War also nicht nur Befehlsempfänger geblieben ;-)

Kommentar von CaroJani ,

Danke erstmal für deine Zeit, die du mir und meinem Problem schenkst.
Nun ist es so, ich bin hier in den Niederlanden gar nicht mit irgendeiner Organisation oder sonstigem. Ich habe meine Gastfamilie über eine Internetseite gefunden. Einen Vertrag habe ich nur mit meiner Gastfamilie. Naja und dazu kommen dann eben so Sachen wie eine Auslandsversicherung und so etwas. Das heißt einen wirklichen Ansprechpartner habe ich dieser Sache leider nicht. Ich regele also alles selbst. Abgesehen von meinen Eltern vielleicht, da ich ja aber volljährig bin auch nicht wirklich.
Ich bin mir ehrlich gesagt fast immer sicherer dass ich dieses 'Abenteuer'/ 'Experiment' kein ganzes Jahr durchhalte. Die Fragen sind nun für mich noch: Wie lange halte ich es noch durch, wie lange sollte ich es erstmal durch halten (da ich nun erst 1,5 Wochen hier bin...), wann sage ich es am Besten meiner Gastfamilie da ich hier auch für eine Sprachschule angemeldet bin und diese dann kündigten müsste etc.

Kommentar von realistir ,

Sehe es doch mal so ;-)

Wieso kannst du mit mir, einem völlig Fremden so frei über dein Problem reden, aber mit deiner Gastfamilie versuchst du es erst garnicht. Oder hast du es versucht und die blieben stur, boten dir nicht ähnliche Lösungen an wie Eltern oder andere Erwachsene?

Wäre ich ein Teil deiner Gastfamilie, könntest du mit mir so sprechen wie wir es hier tun, und versuchen gemeinsam praktikable Lösungen zu suchen, zu finden. Ich vermute mal, das ginge mit deiner Gastfamilie auch.

Versuche doch mal das Gespräch zu suchen und Ihnen zu erzählen was deine Probleme sind. Sofern sich deine Probleme nur auf diverses mit den Eltern oder deren Kinder bezieht, dürften die Eltern ja auch ein Interesse an guter Zusammenarbeit haben, und ihrerseits bemüht sein.

Du bist hier aber wieder mal nur darauf aus, weg zu kommen, keine Gespräche, keine Lösungen mit den Teilhabern zu suchen bzw zu versuchen.

So was ähnliches erlebte ich unlängst bei einer 17 jährigen, die sinngemäß einige Aufstände machte, weil sie mit allen möglichen Mitteln das Elternhaus verlassen will. Vernünftig reden mit ihr, konnten weder die Eltern noch Bekannte.

Ich versuchte zu hinterfragen, welche Aufstände denn zu erwarten wären, wenn sie aus dem Elternhaus raus ist, dann aber merkt, auch das Leben sonstwo ist kein Zuckerschlecken.

Antwort auf meine Frage, lasst mich doch einfach nur in Ruhe.
Hmmm, kann ich, ich gehöre nur zum Bekanntenkreis.

Gibt es vielleicht zufällig irgendwelche Parallelen, oder was würdest du diesbezüglich vor schlagen, überlegen, raten?

Kommentar von CaroJani ,

Ich denke dass du das Problem das ich habe nicht unbedingt auf deine Bekannte übertragen kannst. Das Problem was ich habe liegt denke ich an keinem anderen als mir selbst. Ich komme nicht damit klar im Ausland zu sein. Ich weiß gar nicht wirklich wie ich es beschreiben soll. Mein Problem ist nicht zwingend weg von meinen Eltern zu sein, naja gut eigentlich doch. Ich habe ein Problem damit. Allerdings resultiert das Problem auch aus der Tatsache dass ich im Ausland bin und hier mit keinem reden kann, mich nicht verständigen kann, nicht mal in den Supermarkt gehen kann ohne Verständnisprobleme. Jetzt nach dem Abitur hätte ich ja gar nicht ins Ausland gehen müssen. Ich hätte auch einfach zu Hause bleiben können, ein Jahr Pause oder eben direkt studieren. Da hätte ja dann auch keiner was gesagt. Ich habe kein Problem damit für kürzere Zeit im Ausland zu sein oder für längere Zeit weg von zu Hause, dann aber eben nur wenn ich innerhalb Deutschlands bleibe und vielleicht jetzt nicht grade an die komplett andere Ecke als dort wo ich her komme. Aber damit ein ganzes Jahr im Ausland verbringen 'zu müssen', damit habe ich, was ich jetzt merke, eben doch ein Problem. Also warum das Problem nicht beheben?
Und um zu deiner Bekannten zu kommen, ich sehe da keinerlei Parallelen. Wo denn? Wenn ich richtig verstanden habe möchte sie von zu Hause ausziehem und ist total störrisch? Und sie glaubt dass überall anders außer zu Hause das Leben viel 'chilliger', 'cooler' und einfacher wäre? Ja dann soll sie es doch probieren. Und wenn sie auf die Schnauze fällt und es nicht geregelt bekommt, es ihr nicht so gefällt wie sie es sich erhofft hatte wird sie doch merke dass es blöd war und dann sollte sie die Chance bekommen zurück kommen zu können.
Und warum ich es dir so offen schildern kann, meiner Gastfamilie aber bisher nicht liegt an meiner Persönlichkeit. Zurückhaltend, schüchtern, möchte es wenn möglich allen Recht machen. Da kommt das Problem. Ich habe Angst ihnen Auge in Auge die Nachricht zu erzählen. Angst vor ihrer Reaktion, ihren Worten. Und dann suche ich die Schuld bei mir selbst. Dass ich mich doch für dieses Jahr entschieden habe und die Gastfamilie nun mal ein Au Pair braucht. Dazu kommen die Gedanken an meine Eltern. Werden die arg enttäuscht sein? Was mache ich dann überhaupt das Jahr über?...
Dann kommt aber eben irgendwo auch schon wieder dieser Gedanke von 'mein Leben' und 'ich muss in meinem Leben glücklich sein' und 'die Gastfamilie wird schon wen anderes finden' und 'ich will einfach nach Hause dann kann mir der Rest ja fast egal sein' etc. Dir dies alles zu schildern fällt mir nicht schwer. Dich betrifft das alles nicht, du bist Außenstehender und kannst dir zu dem Thema neutral eine Meinung bilden.

Kommentar von realistir ,

Ich wollte das Problem nicht auf die bekannte übertragen, sondern eher hinterfragen ob es da eventuelle Zwänge auf Gefühls- oder Gedankenbasis gibt.

Die Bekannte wird mit dem Jugendamt konfroniert werden, die hören sich Gründe usw an, entscheiden dann ob sie sowas unterstützen wollen oder nicht. Einfach wird das nicht für sie, das merkt sie demnächst schon. Ob die aber merkt welchen Aufwand sie für Andere macht und nicht mal vernünftig begründen kann warum sie unbedingt weg will, bleibt fraglich. Kann sein dass es von einem Zwang zum nächsten kommt und wieder einige sich damit konfrontiert sehen müssen.

Och nee, zurückhaltend und schüchtern wirkst du nicht auf mich.
Okay, ich bin zwar ein Außenstehender und versuche neutral zu bleiben. Das würde ich auch als Teil der Gastfamilie sein wollen. Deswegen verstehe ich deine bedenken nicht ganz vor deinen gedanklichen Argumenten und Vermeidungstrategien.

Kannst du mir erklären, warum meist Frauen es jedem Recht machen und nur ja nirgends anecken wollen? Oder ist das nur bei der schüchternen Clientel so und sucht nur dieses Clientel meist die Schuld bei sich?

Hmm, du hast Abi, also brauche ich dir weder was von Mengenlehre noch was von Prozentrechnung zu sagen ;-) Gehen wir nur mal hypothetisch von Dir und mir aus, egal aus welcher Beziehungssicht.

Wir sind zusammen zwei Leute, bilden sinngemäß ein Ganzes.
Neutral betrachtet hat jeder von uns 50 Prozent Anteile und ich möchte auch nicht 80 % Sprachanteile haben, es sollte möglichst ausgewogen sein. Selbst wenn ich mal über die Stränge schlagen würde, du kämest kaum zu Wort, würde ein ich habe auch was zu sagen von dir reichen.

Für mich würde sich keine Schuldfrage stellen, sondern eher, wie lösen wir einen Punkt, der als zu lösen empfunden wird. Egal von wem. Wir leben Gott sei Dank in einem Land in dem es Gleichberechtigung gibt, geben soll.

Selbst vor Gericht gilt jeder Mensch solange als unschuldig, bis ein Urteil gefällt und begründet wird! Wieso du also dir selbst grundlos Schuld zusprichst, kann ich momentan nicht nachvollziehen. Ist nicht nur unlogisch und grundsätzlich falsch. Müsstest du nur einsehen ;-) Und so einen Unsinn aufgeben.

Lass es mich mal versuchen so dar zu stellen. Wenn irgendjemand schüchtern ist, und deswegen Anderen irgendwas pro forma unterstellt, sollte man das akzeptieren? Oder zugunsten des schüchternen zulassen, akzeptieren? Wie würde dann ein schüchterner Mensch jemals etwas ändern wollen, wenn vieles doch so bequem für schüchterne ist?

Sehe das jetzt nicht als Vorwurf, sondern als Anregung mal selbst drüber nach zu denken.

Ich war früher auch schüchtern. Bis mir das selbst auf den Nerv ging und ich mir sagte, nicht die Anderen sind das Problem, sondern deine Ausreden, deine Schüchternheit. Wer außer ich selbst, zwingt mich denn schüchtern zu sein? Warum riskiere ich nur ja nichts vermeintlich übles um in meiner Schüchternheit zu baden.

Als sagte ich mir einfach eines Tages, da muss ich durch. Jetzt ist mir egal wie das abläuft, was ich zu hören bekomme, ich mache die Klappe auf und sage was drei Erbsen für eine Brühe werden wird.

Es kam natürlich vor, dass ich aneckte, oder mir jemand zeigen wollte, hier bin ich Chef. Dann habe ich mich ruhig hingesetzt, überlegt. Wenn es Sinn gemacht hatte, dem sinngemäßen Chef dies und das zu sagen, was er/sie einfach unter den Tisch fallen ließ, sagte ich es. Wenn nicht und der/die eh nicht mein Chef war, war das Thema sowieso erledigt. Warum über ungelegte Eier aufregen?

Mir fiel gerade was ein. Stand auf, ein Griff ins richtige Regal und nun die Frage, an welche Adresse soll ich dir das Buch schicken ;-)
Kennst du Vera Birkenbihl? Deren Buch liegt nun vor mir.
Titel: Psycho-Logisch richtig verhandeln. Fragetechnik schnell trainiert und Kommunikation für Könner. Nun die Frage an dich, wäre solche Lektüre was sinnvolles für schüchterne Menschen, könnten die mit dem Buch ihre Schüchternheit ablegen?

Ich könnte mich ins Auto setzen zu Euch kommen und mit deinen Gastgebern sprechen, verhandeln. Habe schon einiges verhandelt.

Komisch, ich wohne hier auch im Ausland und kann außer guten Tag und tschüss nichts der Landessprache. Ich wüsste aber wo und wie ich fragen müsste, wenn ich Treffpunkte suchen wollte, wo sich Deutsche treffen. Hilflos und alleine fühlte ich mich bisher noch nirgendwo. Liegt es daran dass ich nicht schüchtern, oder ein Mann bin?

Also, soll ich kommen mit deinen Gastgebern reden, oder wie willst du in der Sache weiter verfahren?

Antwort
von FragenRatgeber, 71

Warum möchtest du denn genau abbrechen? Gibt es Hoffnung dass sich die Ursache für deinen Abbruch verbessern oder sogar beheben lässt?

Kommentar von Saisonarbeiterr ,

guck in ihre andren fragen

Antwort
von Peppi26, 42

Nach 1,5 Wochen solltest du definitiv noch nicht abbrechen! Natürlich versteh ich dich das du Heimweh hast,aber gib dem ganzen eine Chance und warte noch einpaar Wochen ab! Du lebst dich definitiv dort noch ein und dann wird es dir Spaß machen!

Kommentar von CaroJani ,

Ja, ich denke ich werde wirklich erstmal abwarten. Wenns mir jedoch in 2,3 oder 4 Wochen noch nichz besser geht denke ich wäre ein Abbruch die Beste Lösung.

Kommentar von Peppi26 ,

Ist doch ok aber dann hast du es probiert

Antwort
von howelljenkins, 48

nein, natuerlich musst du nicht grundsaetzlich machen, was deine eltern sagen. allerdings musst du dich fragen lassen, ob du reif genug bist, da ja die entscheidung, das auslandsjahr zu machen, auch deine war (und das ist ja anscheinend schief gelaufen).

Kommentar von CaroJani ,

Tja, dann merke ich eben dass ich noch nicht Reif genug bin. Dann ist das so.

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