Frage von MariaSt, 69

"Im Zweifel für den Angeklagten" gilt das für jede Tat die vor Gericht verhandelt wird?

Antwort
von Interesierter, 44

Im Prinzip ja, wobei sich natürlich die Frage stellt, wie stark die Zweifel im Verhältnis zu den vorgelegten Beweisen und Indizien wiegen.

Dieses müsste im Einzelfall abgewogen werden.

Antwort
von Friedel1848, 10

Das gilt für jede Tat, die vor Gericht verhandelt wird. Wenn das Gericht Zweifel hat, dann muss sie den Angeklagten freisprechen. Ob das Gericht allerdings Zweifel hat, entscheidet es selbst, denn das Gericht entscheidet "nach seiner freien, aus dem Inbegriff der Verhandlung geschöpften Überzeugung", § 261 StPO.

Antwort
von Tragosso, 46

Das sollte zumindest so sein.

https://de.wikipedia.org/wiki/In\_dubio\_pro\_reo

Im Endeffekt entscheidet aber das Gericht, ob es überhaupt Zweifel hat.

Antwort
von Rockuser, 46

Ja, ohne ausreichende Beweise, kann man nicht Verurteilt werden.

Kommentar von Interesierter ,

Dabei würde ich mich nicht so sehr an dem Wort "Beweise" festhalten. Auch eine lückenlose Indizienkette reicht für eine Verurteilung aus.

Kommentar von Rockuser ,

Da hast Du recht. Indizien können auch ausreichen. Genau wie ein Geständnis.

Antwort
von MaxBohn, 45

Hallo,

Solange dem Beschuldigten die Tat nicht nachgewiesen werden kann, ist dieser von jeglicher Schuld freizusprechen. Das gilt für jede Tat, von Mord bis zur Erpressung oder Zuhälterei.

Antwort
von habakuk63, 37

Ja, auch für Mord, Entführung oder Vergewaltigung, selbst Kinderschänder.

Kommentar von Tragosso ,

Und das ist auch gut so.

Kommentar von habakuk63 ,

Meine Antwort beinhaltet keine Wertung. Wir leben in einem Rechtsstaat und ich möchte nirgendwo anders leben.

Antwort
von salsim5774, 52

Eigentlich schon.

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