Wolpertinger am 20.02.2008 um 18:44 Uhr
Also das man Wäsche auch bei konstanten minus graden draußen trocken kann weiß ich. Aber wieso funktioniert das?

Ja, es ist möglich, bei jeder Temperatur etwas zu trocknen, aber nicht bei jeder Luftfeuchtigkeit. Zum Trocknen/Verdunsten braucht ein einzelnes Wassermolekül in der Wäsche eine gewisse Bewegungsenergie (bzw. Temperatur) um dort herauszukommen. Diese liegt bei annähernd 100 Grad Celsius. So heiss ist es auch im Sommer nicht. Der Trick beim Trocknen ist, dass nicht alle Moleküle dieselbe Temperatur haben, sondern manche wärmer und manche kälter sind. Es verdunsten immer nur diejenigen Moleküle, die wärmer als 100 Grad sind und der Rest bleibt zurück. Deshalb wird die Wäsche beim Trocknen kalt. Im Winter funktioniert das genauso, nur gibt es dann sehr wenige Moleküle, die wärmer als 100 Grad sind und so verdunsten immer nur Wenige und es dauert daher länger. Aber der Winter hat einen Vorteil: In der Luft gibt es nicht so viel Feuchtigkeit, welche die Wäsche gleichzeitig wieder ein wenig nass machen könnte, daher hält sich der Nachteil in Grenzen.

Ich hänge bei der Witterung keine Wäsche raus. Die wird mit Sicherheit nicht trocken!
claude5 am 20. Februar 2008 18:47 Doch klar wird sie das... solange es nicht regnet oder schneit...
Wolpertinger am 20. Februar 2008 19:22 danke für eure Antwort.

Gerade sehr kalte Luft ist auch sehr trocken. Beispiel Gefrierbrand bei Lebensmitteln im Tiefkühler. Trocken Luft nimmt die Feuchtigkeit besser auf als Warme. Das klappt wunderbar, meine Mutter hat das immer gemacht und wir haben die gefrorenen Stücke dann zum auftauen einsammeln dürfen. So ne gefrorene lange Unterhose ist lustig....
Wolpertinger am 20. Februar 2008 19:22 Danke für deine Antwort.

Wasser verdunstet auch bei Minusgraden es dauert nur viel länger.
wj2000 am 20. Februar 2008 18:47 Richtig!
Wolpertinger am 20. Februar 2008 19:22 danke für die Antwort.

Auch bei kaltem Wetter verdunstet die Feuchtigkeit in der Wäsche. Wenn Du einen überdachten Ort hast (z.B. einen nicht geheizten Dachboden) könntest Du sie hängen lassen, bis sie ganz trocken ist. Dauert je nach Schleuderzahl Deiner Waschmaschine dann aber vielleicht eine Woche...
Wolpertinger am 20. Februar 2008 18:51 würde man das dann als Diffusion bezeichnen?
claude5 am 20. Februar 2008 19:01 Du stellst Fragen... das hab ich auch erst mal "wikipedien" müssen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Diffusion
Und: Der Artikel ist lang, selber lesen macht schlau ;-)
Wenn Du die Antwort hast, kannst Du mich bitte "aufklären"? Danke!
regideur am 20. Februar 2008 19:06 Diffusion ist ein Konzentrationsausgleich durch Teilchenbewegung. Im Umgekehrten würde das heißen: feuchte Luft und trockene Wäsche = die Wäsche wird feucht. So gesehen ist es Diffusion.
Wolpertinger am 20. Februar 2008 19:21 Danke für eure Antworten
Danke für deine Antwort.
Nun, das Trocknen ist zwar möglich wird aber nicht der wirkliche Grund sein, die Wäsche im Winter aufzuhängen. Vielmehr geht es um die antibakterielle Wirkung, die 24 Stunden Frost nach sich ziehen. Die Wäsche ist hinterher ziemlich keimfrei, fast wie Kochwäsche. Man kann also im Winter auch 40 Grad Wäsche richtig sauber bekommen, bzw. man kann bei der Waschtemperatur sparen. Die Bazillen erledigt man hinterher mit Frost.