Frage von wolkenfrei2015, 41

Im welchen Maß sind Probearbeiten okay?

Ich bin derzeit auf der Suche nach einer beruflichen Nebentätigkeit (Büro) und ich war letzte Woche bei einem Anwalt gewesen, weil ich mich in dem Gebiet mit Phonodiktat (auch wenn ich aus familären Gründen eine längere Auszeit hatte) wieder was dazu verdienen möchte, Probe schreiben müssen. Das ging dann sogar ganze 3 Stunden und er hat mir erst mal ein paar Akten gegeben zum Schreiben. Eine Angestellte hat mich in das neue Programm kurz eingeführt (ändert sich auch ständig), aber hat geklappt.

Nun hab ich aber auch in Erfahrung bringen können, das er die ganze Woche wohl noch Bewerber hatte zum Probe schreiben. Ist das eigentlich so in Ordnung? Weil im Grunde braucht er die ja nicht zu bezahlen und hat dann aber fertige Briefe liegen.. Ich habe kein Problem damit, um einen Job zu bekommen, aber er wollte sich jetzt am Freitag melden, aber war natürlich nichts weiter. Davon gehe ich auch aus, das es nix wird.

Auf was sollte man bei solchen Dingen überhaupt achten, wenn sowas noch mal ist? Ausgenutzt werden möchte ich auch nicht auf lau. Einmal war ich auch einen halben Tag im Altenheim da zum Reinschauen und hinterher kam dann ne Absage. Aber Hauptsache sie hatten mal einen der für umsonst da war. Sind das gewisse Fallen, die die AG gerne machen, um so billige Kräfte zu bedienen?

Antwort
von wolkenfrei2015, 25

Nachtrag im übrigen hat er kein einziges Gespräch geführt, als ich ankam sollte ich gleich anfangen. Und er hat sich dann zu seinen Mandanten verzogen. Dies Verhalten fand ich auch nicht besonders in Ordnung.  

Antwort
von konstanze85, 19

Sicher gibt es diejenigen, die die Leute dann ausnutzen, aber dagegen kann man nur in geringem Ausmaß etwas tun. Man kann eigentlich nur darauf achten, dass das Probearbeiten eine gewisse Zeit nicht überschreitet und dass man bei der Probearbeit keine Arbeiten übernimmt, die nicht zum Zuständigkeitsbereich für die ausgeschriebene Stelle gehören.

Habe gerade vor ein paar Tagen von einer Freundin, die sich als Bürokauffrau beworben hat, gehört, dass der Chef wolte, dass sie in den ersten 3 Monaten ihrer Probezeit jeweils mehrere Wochen in allen Abteilungen des Unternehmens arbeitet. Ok, in diesem Fall wäre es bezahlte Arbeit, aber als Bürokauffrau muss man nun wirklich nicht Monate lang Wäsche waschen, bügeln, in der Produktion arbeiten etc.

Kommentar von wolkenfrei2015 ,

ähm wie bitte? Also das würde ich gar nicht erst machen wollen, auch wenn ich einen Job suche. Sowas sollte ja nicht wirklich dazu gedacht sein, das man ausgenutzt wird, auch in jeder Branche gibt es schwarze Schafe. Ich weiß ja das ich das kann und wenn ich erst mal wieder drin bin, klappt das natürlich auch. Zeugnisse wollte er im übrigen auch keine sehen, mein Lebenslauf hat ihn auch nicht mal die Bohne interessiert. Ist ja schön und gut wenn er auch auf das Arbeitsverhalten drauf achtet, aber ich war ja nicht wirklich vorbereitet, weil es eigentlich ein Gespräch werden sollte, zudem es nicht wirklich gekommen ist und ich nur am Rande mitbekommen habe, das die die ganze Woche haben Bewerber kommen lassen um für sich dann zu "arbeiten". Sowas sollte bei Anwälten eigentlich nicht der Fall sein, da ich schon aushilfsweise öfter bei Anwälten tätig gewesen bin, aber immer ordentlich bezahlt wurde. Bin gespannt wie lange der noch die Anzeige drin  hat. Behalte ich mal im Auge. 

Kommentar von konstanze85 ,

Ja, kannst Du glauben. Begründung des Chefs war: Sie sollen ja alle Bereiche unseres Unternehmens kennenlernen, um später im Büro alles richtig zusammenfügen zu können und zu wissen wovon sie sprechen:

Sie hat auch sofort abgelehnt.

So wie Du Deinen Probetag beschreibst, war es auch reines Ausnutzen. Hat sich null für Deine Unterlagen interessiert und das angekündigte Gespräch gab es nicht mal, stattdessen Arbeit. Nein, dafür sollte man sich echt zu schade sein.

Zumal ich mich generell bei Probearbeiten immer nach dem Warum frage, denn wozu gibt es denn bitte die PRobezeit? Und dass man seinen Beruf kann, das belegen doch Abschlüsse und Zeugnisse/Referenzen.

Ärger Dich nicht. Einfach die schwarzen Schafe umgehen und falls Dir das nochmal passiert gleih sagen: Halt, Stop, so war das nicht verainbart, ich ziehe meine Bewerbung zurück.



Kommentar von wolkenfrei2015 ,

ja so werde ich es in Zukunft auch machen, ich musste mich an dem Tag auch noch abhetzen, ist ja nicht gleich alles um die  nächste Ecke und mich schick und fertig machen ist ja eben nun mal eine Kanzlei. Und Altenheim ist auch nicht gleich Altenheim. Bei einem wäre ich am liebsten direkt wieder rückwärts raus. Bezüglich Praktikum hat gleich ja gesagt, aber das sah eh schon nicht so gut aus (hatte dann im Internet auch gefunden, das die kurz vor einer Schließung stehen, sagt dann schon alles) und suchten dann Praktikanten. Haus gezeigt - Fehlanzeige. Man sucht zwar Arbeit, aber es sollte ja noch im Rahmen des üblichen bleiben. Die Stellen hab ich mir auch komplett alle selber gesucht ohne andere Hilfe. Wenn mir das ganze zu suspekt oder unseriös rüber kommt, rufe ich dann noch mal an und sage ich habe mich auch schon für was anderes entschieden. Man kann ja nicht sagen, mir gefällt es da nicht. Und ein Vorstellungsgespräch  erwartet man ja eigentlich zumindest egal welche Branche das ist.  

Kommentar von konstanze85 ,

Ja kann ich gut verstehen. Ich habe auch schon sehr seltsame gespräche gehabt und angebote bekommen. Am besten einen din a 4 bogen mit anforderungen haben, dann möchten sie noch dass man flexibel einsetzbar ist, am besten nicht über 30, aber schon mit erwachsenen kindern und natürlich mindestens 10 jahre berufserfahrung in allen bereichen und darüber hinaus. Und superwoman bekommt dafür dann einen appel und ein ei hahaha. Am besten 8,50/stunde hihi

Nee also sowas hab ich auch nie gemacht. Man sollte sich auch nicht verheiten lassen. Dafür sollten wir uns auch zu schade sein. 

Ach ärger dich nicht, du wirst schon das richtige finden. Und ein paar nulpen müssen ja auch dabei sein, sonst kann man sich an dem guten job auch nicht so recht erfreuen:)

Kommentar von wolkenfrei2015 ,

das stimmt 450 Euro Job das ist ja auch fast im Grunde genommen nix weil mir dann auch bei den Abzügen nicht viel über bleibt. Bin ja auch schon über 40 flexibel bin ich nicht wirklich ohne Führerschein. Habe allerdings keine Kinder, trotzdem klappt das nach der langen Auszeit wie ich schon schrieb, nicht auf Anhieb und ich möchte gerne wieder ins Büro zurück. Mit meinen Ausbildungsberuf kann ich auch nix mehr anfangen, den gibt es so in der Art auch nicht mehr. Hab ich mir damals leider aufschwatzen  lassen, wo ich aber sehr gut verdient hatte bei Gericht. 

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