Frage von Anfragerin, 61

Im Steuerrecht werden getrennt lebende Eheleute getrennt veranlagt. Im Rentenrecht wird die Trennung nicht berücksichtigt. Warum?

Antwort
von RudiRatlos67, 40

Im Steurrecht DARF man die Einzelveranlagung nur wählen, wenn das zu einer geringeren Steuerbelastung FÜR BEIDE PARTNER führt. Egal was man angekreutzt hat, führt das Finanzamt eine Günstigerprüfung durch.

Erst ab dem Zeitpunkt der Scheidung gibt es keine Möglichkeit der Zusammenveranlagung mehr. Auch die Steuerklassenwahl kann erst ab dem Zeitpunkt der Scheidung in I geändert werden.

In der Rentenversicherung wird ebenso bei Scheidung die Rentenverischerung berechnet.... In dem Fall allerdings bei der meist vorliegenden Zugewinngemeinschaft wird geprüft und addiert welche Rentenansprüche durch beide Partner während der Ehe erworben wurden, dieser Betrag wird durch beide geteilt und umgeschlüsselt. Der jenige der während der Zeit des Zugewinns die höheren Ansprüche erworben hat, muss dem Partner einen Versorgungsausgleich zahlen... Bedeutet: der Mann hat während der Ehe einen Rentenanspruch von 100 Euro erworben, die Frau nur 50 Euro.... sind insegesamt 150 Euro. In dem Fall muss der Mann 25 Euro Versorgungsausgleich an die Frau abtreten. (Übertragung von 25 Euro Rentenanspruch) 

Im Fall von Gütertrenneung oder anderen Eheverträgen gelten andere Grundlagen die Vertraglich und oder gerichtlich geregelt sind, bzw beantragt oder erstritten werden müssen.

Kommentar von Helmuthk ,

Einzelveranlagung dürfen Eheleute nur dann wählen, wenn sie das Ehegatten- Wahlrecht haben, wenn sie also nicht wenigstens 1 Tag zusammen gelebt haben.

Wenn sie aber das gesamte Jahr getrennt gelebt haben, und zwar aus privaten Gründen, dann haben sie diese Wahl nicht.

Sie werden auch nicht "getrennt" veranlagt. Sie werden wie unverheiratete Steuerbürger veranlagt, also sinngemäß nach Steuerklasse 1.

Und das gilt nicht erst bei der Scheidung.

Kommentar von RudiRatlos67 ,

OK, den ersten Teil habe ich verstanden.... Aber wie bitteschön wird man nach Steuerklasse I veranlagt?
Im Steuerrecht gibt es bei der Berechnung der Einkommensteuer keine Steuerklassen, sondern nur eine Grundtabelle und eine Splittingtabelle.
Der Einfluss der Steuerklasse endet mit der Entrichtung der vom Arbeitgeber zu zahlenden Einkommensteuer vom Bruttogehalt.

Kommentar von Helmuthk ,

Ich hatte geschrieben "sinngemäß".

Das heißt, der Lohnsteuerabzug erfolgt nach Steuerklasse 1.

Die Veranlagung wird natürlich nach der Grundtabelle durchgeführt.

Antwort
von Susanne464, 45

Was meinst Du mit nicht berücksichtigt, wenn man sich scheiden lässt, dann bekommt der der am wenigsten hat vom anderen den Rentenausgleich.

Oder meinst du wenn man nur so getrennt ist, dann ist man aber immer getrennt bei den Renten.

Antwort
von fortuneteller, 37

Das gilt auch fürs Sozialrecht. Ich habe den Eindruck

a. der Staat sucht sich immer das Beste für ihn aus

b. Diese Dinge sind nie koordiniert worden. Und als man dieWiderspüche sah, ließ man es so, weil es "gut" war.

Es liegt an uns, das zu ändern!!!

Kommentar von RudiRatlos67 ,

Unsinn.... Eine Trennung ist sehr wohl gereglt und der Staat hat nichts damit zu tun !!!

Kommentar von fortuneteller ,

wenn du mit jemandem zusammenlebst, wirst du steuerlich wie ein sigle behandelt. ist aber der partner dann arbeitslos, musst du für ihn kosten übernehmen --- so ist das!

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