Frage von Blueboy1996, 13

Im Motivationsschreiben Zeugnisnoten "rausreden"?

Also, ich habe vor ein Motivationsschreiben in meine Ausbildungsbewerbung einzufügen, aber weiß nun nicht, ob es sinnvoll ist bzw. klug, wenn ich erwähne, dass ich eventuell nicht mit meinen Noten überzeugen kann, aber dafür eher im praktischen Bereich. Kann man das so schreiben? Also es soll halt nicht so klingen, dass ich meine schlechten Noten rausreden möchte, sondern eher das ich im Praktischen besser bin, als in der Theorie.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von judgehotfudge, Community-Experte für Ausbildung, 7

Hallo Blueboy1996,

nein, das ist keine gute Idee.

  1. Ein Motivationsschreiben nur dann, wenn es ausdrücklich gewünscht wird!
  2. Im Anschreiben (und auch im Motivationsschreiben) keine Entschuldigungen, Rechtfertigungen etc., sondern nur Positives!
  3. Jedem Schulabgänger mit unterdurchschnittlichen Noten rate ich, bei Bewerbungen den ersten Kontakt nach Möglichkeit persönlich oder zumindest telefonisch herzustellen. Wenn man keine guten Noten vorzuweisen hat, muss man eben auf anderem Wege überzeugen, z. B. durch persönliches Auftreten.Nimm mit den in Frage kommenden Ausbildungsbetrieben am besten persönlich (oder bei großen Unternehmen telefonisch) Kontakt auf und bringe so in Erfahrung, ob dort überhaupt ausgebildet wird und ob es für Dich passen könnte. Falls Du dann noch eine schriftliche Bewerbung brauchst, solltest Du darauf große Sorgfalt verwenden (erste Arbeitsprobe!) und jemanden um Rat fragen, der sich damit auskennt.Durch den persönlichen Zugang machst Du im Bewerbungsverfahren schon mal die ersten Punkte in Sachen Initiative und Kontaktfreudigkeit, und darüber hinaus hast Du dann einen ersten Kontakt, weißt, an wen Du schreiben musst, kannst Dich im Anschreibendarauf beziehen und bist dann für denjenigen schon nicht mehr total fremd. Und falls Du irgendwelche Fragen hast, die Du schon vor der schriftlichen Bewerbung klären möchtest, hast Du damit auch die Gelegenheit dazu.Aber auch im negativen Fall, falls es also dort keine Ausbildungsmöglichkeit für Dich gibt oder Du kein Interesse mehr daran hast, nachdem Du dort warst, hättest Du einen Vorteil, und zwar könntest Du Dir Zeit und Kosten für die schriftliche Bewerbung sparen.Falls Du eine schriftliche Bewerbung brauchst, stellst Du am bestenerstmal Deinen Entwurf hier ein (bitte vollständig und anonymisiert) und fragst nach Verbesserungsmöglichkeiten. Erfahrungsgemäß gibt es immer noch was zu verbessern. Anregungen findest Du z. B. hier: karrierebibel.de/bewerbung-fuer-ausbildung/
Antwort
von safur, 11

Lass es weg.

Schreib mehr im praktischen Teil. Schreib mehr im CV.

Dann kann man das ggf. tolerieren

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