Frage von Saskia211, 61

Im Mietvertrag bedarf die Haltung einer Katze die Zustimmung des Vermieters, nach Bitte um Zustimmung kam eine ablehnung, ist das rechtens?

Die Argumente waren, das ein Nachmieter mit Tierhaarallergien nicht in Frage kommen würde und somit seine Vermietung dieser Wohnung eingeschränkt wäre (wir besitzen einen Hasen was er ebenfalls weis und unsere Vormieterin hatte 4 Meerschweinchen). In unserem Brief zur Zustimmung gaben wir mit an das wir für sämtliche Schäden (von der Katze) die entstehen könnten aufkommen, dies wies er ebenfalls ab da man sich dort streitug werden könne, welche Schäden vom normalen Gebrauch wären und welche von der Katze. Lohnt es sich nun einen Anwalt einzuschalten? Letztendlich finde ich seine Begründungen schwachsinnig und einfallslos.. Um Hilfe wäre ich sehr erfreut

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Antwort
von ChristianLE, 47

Grundsätzlich kann ein Vermieter die Katzenhaltung nur aus gutem Grund ablehnen.

Die Tatsache, dass ein Nachmieter eine Katzenallergie haben könnte und die Wohnung nur erschwert vermietet werden kann, halte ich für unsinnig.

Ob man hier nun einen Anwalt einschalten sollte, ist eine andere Frage. Hier solltet Ihr bedenken, dass das Verhältnis zum Vermieter dann nachhaltig gestört ist.

Unabhängig davon: Um was für ein Haus handelt es sich? Zufällig um ein Zweifamilienhaus, welches der Vermieter ebenso bewohnt? Wenn ja, würde ich auf die Anschaffung einer Katze verzichten, da Euch der Vermieter hier grundlos nach § 573a BGB kündigen kann.

Antwort
von Kitharea, 47

Prinzipiell kann einem Niemand die Haltung eines Kleintieres verbieten ohne sehr gute Gründe - es gab vor ein paar Jahren ein Gerichtsurteil dazu wo eine alleinstehende Dame nur ihr Haustier hatte - keine Freunde oder Verwandte oder so. Der Vermieter musste das akzeptieren.
Nicht jeder Vertrag ist bindend - öffentliches Recht steht immer noch über Privatrecht. Soweit dazu.
Ob man sich diesen Streit antun will weiß ich nicht - kommt auf die Situation an. Wenn ich zb. eine Katze quasi übernehmen "sollte" als Teil einer Erbschaft oder so - wenn ich eine tiefere Bindung zu ihr habe warum auch immer - würde ich es mir vielleicht antun. Du musst halt abwägen ob es dir den Stress dagegen vorzugehen wert ist.

Kommentar von MiraAnui ,

Eine Katze zählt nicht zu den kleintieren...

Kommentar von Kitharea ,

Steht wo

Kommentar von Kitharea ,

Holla - seh grad dass im Mietrecht explizit nur jene als Kleintiere gelten die üblicherweise im Käfig oä. gehalten werden. Das wusst ich nicht. Dann frage ich mich wieso die Dame damals ihre Katze behalten durfte aber ok

Kommentar von ChristianLE ,

Dann frage ich mich wieso die Dame damals ihre Katze behalten durfte

Weil es kein guten Grund gab, die Katze zu verbieten. Letztendlich sind das ja immer Einzelfallentscheidungen. Wenn sich niemand von einer Katze gestört fühlt, kann das nicht verboten werden.

Antwort
von Charlybrown2802, 49

wenn das so im Mietvertrag steht, kannst du erst einmal nichts machen. den Anwalt zahlst du, und ob sich das lohnt

Antwort
von mneuer122, 49

Sobald der Vermieter einen Störfaktor in der Haustierhaltung sieht, darf er das verbieten.

Antwort
von Desox, 47

Du Mieter. Er Vermieter.

Die Wohnung gehört Ihm. Du darfst dort unter seinen Bedingungen die Vertraglich geregelt wurden wohnen. Wenn dort steht "Bedarf der Zustimmung" und du diese Zustimmung nicht bekommst ist er im Recht.

Er könnte auch als Grund nennen das er das nicht möchte weil seine Unterhose heute Rosa ist.

Kommentar von ChristianLE ,

Und wenn im Mietvertrag steht, der Mieter soll als Nebenleistung jede Woche das Auto des Vermieters putzen, muss er das dann auch machen?

Nicht jede vertragliche Vereinbarung ist rechtskonform. In dem Fall ist diese, bzw. die Argumentation unwirksam.

Kommentar von DarthMario72 ,

Er könnte auch als Grund nennen das er das nicht möchte weil seine Unterhose heute Rosa ist.

Nein, er muss das plausibel begründen.

Antwort
von Supergirl40, 61

Sage zu dem Vermieter das du die Katze ins Tierheim bringst und nehme sie heimlich mit in die Wohnung

Kommentar von ChristianLE ,

toller Tipp...eine unerlaubte Katzenhaltung kann eine fristlose Kündigung des Mietverhältnisses nach sich ziehen.

Kommentar von Kitharea ,

Gegen diese Kündigung kannst ganz gelassen vorgehen.

Kommentar von ChristianLE ,

Gegen diese Kündigung kannst ganz gelassen vorgehen.

Warum? Nennst Du bitte auch deine Rechtsquelle hierfür?

Eine unerlaubte Tierhaltung stellt grundsätzlich erst einmal einen Vertragsverstoß dar, der - unabhängig eines unrechtmäßigen Verbots - mietrechtlich geahndet werden kann.

Oder anders: Selbst wenn das Verbot nicht rechtens ist, muss der Mieter auf Zustimmung klagen und kann nicht einfach ein Haustier halten.

Antwort
von Kandahar, 39

Es steht explizit so im Mietvertrag. Da kann euch ein Anwalt auch nicht helfen.

Kommentar von ChristianLE ,

Da kann euch ein Anwalt auch nicht helfen.

Warum nicht? Eine Verweigerung der Katzenhaltung kann nur aus gutem Grund erfolgen. Den sehe ich hier nicht

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