Frage von BeginBeganBegun, 15

Im Leben einen Neuanfang?

Es gibt viele Dinge die ich an meinem Leben und an mir ändern möchte. Wie kann man sich motivieren es zu erreichen und durchzuziehen? Aber sagt sagt ihr nur weil man ihr in seinem Ort momentan keine Freunde hat und die Familie auch sich garnicht wirklich für einem interessiert und in der Vergangenheit schlecht mit einem umgegangen worden ist trotzdem bei seinem Heimatort bleiben und seine Vorhaben dort erfüllen und nicht deshalb in eine neue Stadt?Ich finde eine Stadt schön die ist 5 Stunden von meiner Familie entfernt und da wäre ich wirklich komplett alleine...Das wäre doch irgendwie Flucht oder?weil ich eigentlich auch hier in einer schönen Stadt wohne nur ich bis jetzt ich bin 20 Jahre alt noch nie richtig gelebt habe..

Antwort
von verquert, 12

Vor nun ca. 8 Jahren habe ich einen "Neustart" (eher ein "Start in das Leben"?) gewagt. Ich wurde damals als "erwerbsunfähig" eingestuft, was ich gar nicht wollte. So habe ich mich umgesehen, umgehört und bin für meine berufliche Perspektive 500 km vom Ausgangsort weggezogen. Leider hat es nicht funktioniert, aber ich habe geglaubt, dass ich *hier* mehr Chancen hätte, als am Ausgangsort.

Hier habe ich viel ausprobiert. Ohne Freundschaften, weil ich diese nicht habe halten können, da ich mit der beruflichen Perspektivfindung sehr beschäftigt gewesen bin (noch immer bin). Freundschaften (eher wohl Bekanntschaften) lediglich über das Internet.

Ob ich das Gefühl habe "angekommen" zu sein!? - Nein. Zwar habe ich nach 7 Jahren eine Arbeitstätigkeit gefunden, wo ich mich einbringen kann - und meiner aktuellen Stabilität entspricht. Langfristig gesehen möchte ich dort nicht bleiben, weil ich *mehr* von mir - und dem Leben möchte. Aber ich habe das Gefühl, ein Level gefunden zu haben, worauf ich aufbauen kann. Das allein stärkt mich schon, diesen Weg weiterzugehen.

Warum ich das alles schreibe!?

Weil ich mir kaum vorstellen kann, dass es jemals ohne Unterstützung *leicht* werden wird. Es braucht dringend einen Plan, was einem wichtig ist. Nicht zu viele Punkte und zu Beginn auch eher die "überlebenswichtigen Punkte" wie Wohnung und Einkommen. Etwas realistisches. Das heißt, wenn Du Dich auf einen Beruf bewirbst, um Geld zu verdienen, Dir dieser Beruf aber gar nicht liegt, dann ist "Unglück" vorprogrammiert.

Eventuell ist es im Vorfeld möglich, sich in soziale Netzwerke umzusehen, ob es dort sympatische Menschen in Deiner "Wahlheimat" gibt. Um einen Bekanntenkreis aufzubauen. Eventuell kannst Du dort auch für einige Zeit unterkommen, um ein Praktikum in Deinem "Wahlberuf" zu absolvieren - ob es nicht nur arbeitstechnisch passt, sondern auch zwischenmenschlich.

Natürlich sollte aber auch auf die eigenen Grenzen aufgepasst werden. Und vielleicht sollte es auch vermieden werden, bei jemanden für 2-3 Wochen zu Wohnen. Auf der anderen Seite gibt es auch diese "Couchsurfer" offiziell. Also nicht in jedem Menschen ist von Gefahr auszugehen. Höre hier auf Dich und Deinen inneren Alarmzeichen und Grenzen. Es ist auch lediglich eine Grundidee, um eventuell 'den Einstieg' zu erleichtern.

"Flucht" ist es dann, wenn ohne zu überlegen und ohne Aussicht auf Besserung die 'Heimat' verlassen wird. "Flucht" hat etwas mit "Impulsivität" zu tun, mit Angst / Gefahr / Verzweiflung. So zumindest meine Interpretation.

Vielleicht schaffst Du es aber doch in Deiner Stadt Dein Leben zu verwirklichen. Auch hier wieder eventuell über Netzwerke. Vielleicht gibt es Spielgruppen oder andere Aktivitätsgruppen in Deiner Stadt, sodass Du neue Menschen kennenlernen kannst.

Ja... Du bist 20 Jahre.... höre auf Deine innere Stimme.
Sortiere, was sich in einer anderen Stadt ändern sollte.
Überlege, was Du in Deiner Stadt brauchst, damit Du bleiben magst.

Vielleicht finden sich so Wege.

Für Deinen Weg alles Gute für Dich.

von mir.

Expertenantwort
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 15

Eine (frühere) Bekannte von mir hat mit 18/19 Jahren einen solchen "Neuanfang" gewagt & zog in eine andere Stadt.. familiäre & persönliche Probleme sowie dass sie hier keine Ausbildung fand haben sie dazu überwogen. Ich hatte mit ihr zumindest in der Anfangszeit noch Kontakt, sie an Weihnachten vor 3 Jahren zum letzten Mal gesehen/gesprochen als sie ihre Eltern hier besucht hat & da hatte sie dort Fuß gefasst.. ihr hat es jedenfalls soviel ich damals verstehen konnte sehr viel gebracht, es hat ihr geholfen.. sicher ist es eine Art Flucht, aber wenn persönliche Umstände es erforderlich machen würden oder legitimieren würden solch einen Schritt zu sagen, kann es durchaus was bewirken!

Ich gebe dir noch den Rat, es einfach so durchzuziehen wie du es magst.. alles andere ist witzlos.. du lebst nur einmal & das eine Mal musst du so nutzen wie du es willst, wie es dir allein zusagt so gut es geht :)

Außerdem: Du bist jung, du hast noch alles vor dir..! Mach' es so wie du willst & denke an DICH --------> denn DU musst glücklich sein..!

Alles Gute :)

Antwort
von Feldspatz, 11

Ich finde nicht, dass es Flucht ist, sondern eine neue Erfahrung. Du musst dir bewusst sein, dass du dich alleine fühlen wirst..Aber vielleicht merkst du dann auch besser, was für dich Leben heisst. Wenn es dir nicht gefällt, kannst du wieder zurück kommen. Aber erfahren wie es da draussen ist kannst du nur, wenn du mutig einen Schritt machst und für dich selber die volle Verantwortung übernimmst.

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