Frage von MaidenEllie, 78

Im "künstlichen Koma" = alles unter Kontrolle und kein Grund zur Sorge?

Hi Leute,

vielleicht habt ihr meine vorherigen 2 Fragen gelesen, es gibt nun eine Art Update dazu... Ich habe die letzten Tage kein Auge zu gemacht vor Sorge, aber heute habe ich mehr Informationen bekommen, die mich etwas beruhigt haben.

Ich würde trotzdem noch gerne die Meinung der Community wissen, vielleicht täusche ich mich auch mit meinen Vermutungen.

Also, wie ich erfahren habe, wurde meine Freundin vor einigen Tagen unterernährt und mit schwerer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert, worauf man sie anschließend in ein künstliches(!) Koma gelegt hat. Ich bin mir nicht ganz sicher, was das bedeutet, und in wie fern ihr das helfen wird, aber wenn ich mich richtig informiert habe, dann wird ein künstliches Koma im Gegensatz zum echten Koma zu 100% von den Ärzten herbeigerufen und kontrolliert und die Patienten werden dann wieder geweckt, sobald die Genesung vollendet ist? Also im Großen und Ganzen eine gute Sache?

Muss sie mit bleibenden Schäden rechnen? Wie kann sowas aussehen? (sie hatte 4,4 promille im Blut, aber sie war Alkohol gewöhnt)

Und wieso ist das Koma nötig, warum hat man sie nicht einfach ausnüchtern lassen?

Und kann ich sie besuchen gehen, obwohl ich kein Familienmitglied bin?

Danke für jede Information!

Ellie

Antwort
von mexp123, 42

Also ja das ist richtig, ein künstliches Koma wird hervorgerufen und dann kontrolliert überwacht, wenn der Körper gerade sehr schwach ist. So kann er Ressourcen sparen und in Ruhe genesen. Während sie im Koma ist, wird sie wohl auf der intensiv liegen, und da können meines Wissens nach nur Verwandte rein.
Sie werden sie bestimmt bald wieder "rausholen" und wenn sie dann nach ein paar Tagen Beobachtung verlegt wird auf eine normale Station freut sie sich bestimmt wenn du sie mal besuchst :)

Ob sie Schäden davon tragen wird kann dir vil nicht mal ihr Arzt sagen. 4,4 Promille ist aber nah an der schlussgrenze, wenn du weißt was ich mein. Und vor allem unterernährt hat der Körper gar nicht die Kraft, so ne Menge an Gift (was Alkohol ja ist) wieder abzubauen.
Es wird sicher etwas anders mit ihr sein und vielleicht muss sie eine Reha oder eine Kur machen danach, wo man sie dann wieder aufzubauen versucht. Hinter dem ganzen steckt ja auch nicht nur eine Nacht wo sie s dann mal übertrieben hat, sondern da stecken dann auch andere Probleme dahinter die behandelt werden müssen.

Aber sobald sie wieder Besuch bekommen darf solltest du auf jeden Fall für Sie da sein, damit wirst du ihr am meisten helfen können..

Antwort
von Ille1811, 31

Hallo!

Um dein 'Kopfkino' abzustellen, geh mal zu Al-Anon. Das ist eine Selbsthilfegemeinschaft für Angehörige und Freunde von Alkoholikern. Außerdem kannst du auch mal schauen, ob die Anonymen Alkoholiker bei dir in der Nähe  ein so-gennntes 'offenes Meeting' anbieten.

Normalerweise darf niemand, der nicht selbst betroffen ist, an den Meetings der Anonymen Alkoholiker teilnehmen. Aber die meisten Gruppen bieten einmal im Monat so ein 'offenes' Meeting an.

Schau einfach mal in die Gruppenfinder auf den Webseiten Al-Anon.de und Anonyme-Alkoholiker.de.

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