Frage von derliker1, 49

im kindergarten gibt es ja für jedes kind eine mappe wie sieht es in der mappe aus und wie sieht es mit ,,behinderten'' kindern wegen schule aus?

Antwort
von silberwind58, 36

Die Mappe ist eine Piktagenda! Ja meine Tochter war auch im KIndergarten und ist in eine Lernbehindertenschule gegangen! Das war kein Nachteil,nein,Sie hat wirklich was gelernt!Oder hast Du geglaubt,behinderte ;Menschen brauchen keine Schule?

Kommentar von derliker1 ,

Erst mal danke für die antwort. klar brauchen behinderte kinder schule keine frage. Meinst du vielleicht Pictogenda weil bei piktagenda find ich nichts

Antwort
von KariYagamie, 11

Also diese ,,Mappe" heißt Portfolio. Da wird alles von den Kindern, während ihrer Kindergarten Zeit dokumentiert. Fotos bei Veranstaltungen, gemalte Bilder, Texte usw. Diese ist ausschließlich für die Kinder

Zusätzlich gibt für die Eltern noch eine Dokumentation, wo wichtige Informationen über das Kind während der Kindergarten Zeit beobachtet worden.

Kinder mit einer körperlichen oder geistlichen Beeinträchtigung besuchen ebenfalls Schulen. Es gibt extra Schulen für körperlich und geistig beeinträchtigte Kinder, dort lernen sie auf einem der ihren entwichlungsentsprechendem Niveau und sind dort in Klassen mit gleichen Kindern.

Kommentar von derliker1 ,

Danke weißt du vielleicht was in dieser dokumentation für die eltern drin steht?

Kommentar von KariYagamie ,

Alles mögliche! Grundsätzlich werden im Kindergarten die Kinder mit Hilfe von Beobachtungsbögen beobachtet, da gibt es ganz viele verschiedene Formen. Wir benutzen die Basik - Beobachtungsbögen. Dieser basiert z.b. nur auf Sprache! Vorher haben wir den Gelsenkirchener Beobachtungsbogen benutzt. Dort stehen alle Informationen drin, was das Kind schon kann, was es in dem Alter können sollte in den verschiedenen Bereichen.

Antwort
von Pramidenzelle, 32

Na ja, das ist von Bundesland zu Bundesland und oft auch noch von Kindergarten zu Kindergarten verschieden.
Wieso setzt du das Wort "behindert" in Anführungszeichen? Es gibt seeehr viele Arten von Behinderungen, und wie es da im Einzelfall mit der Schulfähigkeit aussieht, kann selbst bei zwei Leuten mit der gleichen Diagnose völlig unterschiedlich sein.

Kommentar von derliker1 ,

okey ja ich wusste jetzt nicht so genau ob ich behindert schreiben soll weil manche bekommen es vielleicht in den falschen hals aber trotzdem vielen dank

Kommentar von GroupieNo1 ,

Nein man schreibt nicht behindert sondern Kinder oder Menschen mit einer Behinderung oder einer Beeinträchtigung. Sie sind nicht behindert, sie haben eine Behinderung.

Kommentar von Pramidenzelle ,

Na ja, das kann man so oder so sehen - gerade im Englischen Sprachraum gibt es immer Mal wieder riesige Diskussionen darüber, ob man erst die Identität, oder erst den Menschen nennen sollte.
Ich persönlich gehöre zu denjenigen, die lieber als behinderte Menschen bezeichnet werden. (Es gibt den wunderschönen Spruch: Weil des offen lässt, ob ich behindert bin, oder bloß von anderen behindert werde.)
Meines Wissens ist das für unterschiedliche Diagnosen durchaus unterschiedlich, z.B. in der Gehörlosengemeinde wird die Identität als sehr wichtig betrachtet.
Für mich als Autistin sieht es so aus, dass es mich ohne Autismus überhaupt nicht geben würde. Klar macht eine Diagnose nicht alles aus, was ich bin, aber es ist eben ein wichtiger Bestandteil von mir, und wenn man den einfach wegnehmen würde, wäre meine Persönlichkeit nicht mehr da.

Ich kann es nicht beweisen, aber ich habe das Gefühl, dass es eben sehr stark von der Art der Behinderung, davon, ob sie angeboren oder später dazu gekommen ist und von der einzelnen Person selbst abhängt, wie man lieber bezeichnet werden möchte.
Von daher kann man das nicht pauschalisieren, wieherum man das nun besser sagen oder schreiben sollte. Im konkreten Fall kann man die Leute einfach fragen bzw aufpassen, was sie selbst sagen.

Mir jedenfalls stoßen die Anführungszeichen eher sauer auf, als beide Bezeichnungen, weil Anführungszeichen, wenn sie nicht gerade zitieren, sehr leicht so wirken, als würden sie etwas in Frage stellen - für mich ließt sich das (überspitzt formuliert) ein bisschen wie:
Diese "sogenannten, behinderten Kinder" deren Eltern Sonderrechte und Erleichterungen wollen, nur weil sie es nicht auch die Reihe bekommen, sie zu erziehen ...

Allerdings weiß ich ja, dass es in den meisten Fällen gar nicht so gemeint ist, und frage einfach nach, statt mich drüber aufzuregen.

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