Frage von Psychoorc, 191

im Arbeitsverhältniss Krankgeschrieben/krankengeld, was kommt wenn der krankengeld bezug endet?

Guten tag zusammen,

Kurzer umriss meiner Situation....

Ich bin M 31 Jahre alt und seit November 2015 Krankgeschrieben und somit im krankengeld bezug, aber noch bei meinem arbeitgeber beschäftigt. Der grund der krankheit: Ulna-Minus Variante, Sl-band ruptur sowie eine TFCC Läsion des Linken Handgelenks.

-Bin 2x am handgelenk Operiert worden, beim ersten mal wurde eine SL-band plastik sowie 2 drähte zur stabilisierung und einwachsung der plastik und eine TFCC-Glättung gemacht.

-OP 2, die drähte haben nicht genug stabilisiert, somit wurde noch die daumen Sehne gespalten und um Skaphoid und Lunatum geflochten.

Jetzt bin ich noch ~14 wochen garnicht brauchbar wegen heilung und gips, danach wird aber auch noch reha folgen wie lange die gehen wird steht in den sternen.

Mit der sache wurde mir schon gesagt das ich in meinem Beruf nicht mehr arbeiten kann. Daraufhin habe ich einen Antrag für Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben bei der Rentenversicherung gestellt, Umschulung habe ich vorgeschlagen und wird geprüft, aber wir wissen alle das dauert noch, da ich auch noch auf den op bericht warten muss, den die haben wollen.

Nun Mal die Frage, was passiert jetzt wenn sich das alles noch bis November hinzieht ? wer zahlt dann mein Gehalts-Ausfall ? kommt ALG I oder II ?

Mit freundlichen Grüßen Psycho

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Konrad Huber, 75

Hallo Psychoorc,

Sie schreiben:

im Arbeitsverhältniss Krankgeschrieben/krankengeld, was kommt wenn der krankengeld bezug endet?

Antwort:

So wie Sie Ihre Situation beschreiben, ist derzeit überhaupt nicht absehbar, wie sich Ihre derzeitigen, gesundheitlichen Handykaps letztendlich entwickeln! 

Ob da ein Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben im jetzigen Stadium Sinn macht, darf stark bezweifelt werden!

Grundsätzlich haben Sie einen Gesamtanspruch auf Krankengeld von maximal 78 Wochen!

Meist warten die Krankenkassen aber nicht einfach 78 Wochen ab und zahlen so einfach das Krankengeld, sondern oft kommen die KK bereits nach einigen Monaten, je nach KK, auf die betroffenen Leistungsbezieher zu und fordern per Fristsetzung entweder einen Antrag auf REHA oder aber einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente!

Dann folgt in der Regel das ALG 1, welches ebenfalls zeitlich und individuell befristet ist!  Fragen Sie bei der Agentur für Arbeit nach der Höhe des ALG 1 und nach der individuellen Dauer!

Die zeitliche Begrenzung des ALG 1 kann in der Regel nur mit einem laufenden Verfahren auf Erwerbsminderungsrente ausgedehnt werden!

Achten Sie also von Anfang an darauf, daß Sie da in keine finanzielle Notlage geraten!

Was die Erwerbsminderungsrenten anbelangt, diese werden ohnehin überwiegend zeitlich befristet bewilligt, in der Regel je Bewilligung maximal 3 Jahre! Hat sich in diesem Zeitraum die gesundheitliche Sitaution gebessert, fällt ggf. die Erwerbsminderungsrente weg. Ist keine Besserung in Sicht, muß rechtzeitig ein Antrag auf Weitergewährung bei der DRV eingereicht werden!

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232616/publica...

Stichwort: "Nahtlosigkeitsregelung!"

Da Sie im weiteren Verlauf ggf. mit mehreren, verschiedenen Sozialversicherungsträgern zu tun haben werden, von denen jeder seine eigene Suppe kocht, sollten Sie sich von Anfang an einen kompetenten Rechtsbeistand wie den VDK an die Seite holen!

http://www.vdk.de/deutschland/pages/mitgliedschaft/64026/rechtsberatung

Außerdem einen Antrag auf Schwerbehinderung zusammen mit dem Rechtsbeistand beim zuständigen Versorgungsamt einreichen, sollten die gesundheitlichen Schäden länger wie 6 Monate anhalten!

http://www.vdk.de/deutschland/pages/themen/behinderung/9196/der_schwerbehinderte...

http://www.versorgungsmedizinische-grundsaetze.de/GdS-Tabelle.html

Bringen Sie in jedem Fall Ihre eigene Krankenakte konsequent auf Vordermann, damit Sie für alle Eventualitäten gewappnet sind!

http://www.erwerbsminderungsrente.biz/ihre-hausaufgaben/fruehrente-beantragen-un...

https://www.youtube.com/user/hubkon/videos

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Antwort
von HalloRossi, 68

Du bekommst bist April17 Krankengeld, danach Alg1 im
Sinne der Nathlosikkeitsregelung

Kommentar von Psychoorc ,

Vielen dank, für die kurze aber hilfreiche antwort

Kommentar von HalloRossi ,

Aber du bekommst auch Einladungen vom Fallmanger. Etwa 2-3 Monate nach dem Antrag auf Teilhabe bekommst du schon die ersten Gespräche. Meist gehen ja Umschulungen zum 1.8/1.9 los! So solltest du das Zeitlich einplanen ( also 2017! ) während der Umschulung erhältst du Verletztengeld!

Antwort
von Borowiecki, 84

War dein Krankheit ein Arbeitsunfall folge oder Berufs Krankheit ?

Kommentar von Psychoorc ,

Weder noch, ist angeboren und durch schmerzen im handgelenk per Zufall entdeckt

Kommentar von Borowiecki ,

Dann so lange du krank bist bekommst du Geld von Krankenkasse . Da nach wenn du Einspruch hast alg 1 und Behinderung von versichere ( weis aber noch genau muss du selber sich erkündigen ) Umschulung kosten muss in dem Fall Arbeitsagentur ( wenn alg1) übernehmen oder Grundsicherung Amt wenn Harz IV . Frage noch mal nach wegen Behinderten Rente

Kommentar von Psychoorc ,

bisher war noch nie die rede von irgendetwas in richtung behinderung...
antrag bei der rentenversicherung läuft ja in bezug auf umschulung aber die lassen sich zeit, brauchen dann dies und jenes und dann wird bewilligt aber was genau weiß keiner und dann gehts doch nicht. jetzt brauchen se wieder was anderes bis sich irgendwas entscheidet und das geht so seit dezember.

aber das war ja im grunde meine frage....was kommt nach dem krankengeld?

hab ich trotz krankengeldbezugs anspruch auf alg1? durchgehend arbeiten geh ich seit 5 Jahren

Kommentar von Borowiecki ,

Wenn du durch 5 Jahre gearbeitet hast ist natürlich auch Anspruch auf alg 1

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