Frage von LostAsAlice, 67

Ist das normal, oder brauche ich Hilfe?

Also, ich weiß die Frage ist blöd und viele werden mir empfehlen zum Psychologen zu gehen, aber vielleicht kennt das ja jemand, also stelle ich die Frage erst einmal hier. Also, das Problem ist wie folgend: Ich sehe keinen Sinn im Leben und ich verstehe nicht, wieso ich gewisse Dinge machen soll, wenn ich sowieso sterbe. Meine Mutter nennt mich eben nicht normal, weil ich so denke, dass nichts einen Sinn hat, weil wir sowieso sterben. Außerdem hat sie mich neulich gefragt, was meine Wünsche sind, auch, wenn sie nicht erfüllbar sind. Daraufhin antwortete ich, ich hätte keine Wünsche, denn die lassen dich Hoffen, aber wenn du Hoffnung hast, dann aber enttäuscht wirst, ist das sehr schade. Also, ich mache mir nie Hoffnung, denn ich habe Angst enttäuscht zu werden. Meine Frage nun, ich bin 14, ist das normal, so zu denken, in meinem Alter. Meine Mutter sagt mir andauernd, ich sei zu jung, um mich damit zu beschäftigen und den Sinn des Lebens in diesem Alter herauszufinden. Ist das nun wirklich nicht normal?? Außerdem, wie soll ich leben, wenn ich mir Gedanken über den Sinn des Lebens mache, mir aber niemand helfen kann, weil ich ja angeblich zu jung dafür bin

Antwort
von Kneggge, 17

Sobald du anfängst über den sinn des Lebens länger nach zudenken gehst du daran kaputt. Ich habe das selbe Problem gehabt. Ich bin jeden Abend ins Bett gegangen mit dem Gedanken "was soll das alles?". Such dir ein Hobby oder eine Dauer-Beschäftigung. Irgendwas womit du dich bestenfalls dein Leben lang beschäftigen kannst. Das ist aber nicht leicht. Und du musst immer wenn du wieder daran denkst dir selber sagen das es eigentlich nicht bringt nur eine Sekunde darüber nachzudenken. Und die Aussage das du zu jung bist ist eine Ausrede dafür das sie selber keine Antwort auf den Sinn des Lebens haben. 

Kommentar von LostAsAlice ,

Und wie sieht so eine Beschäftigung zum Beispiel aus?? Ich kann mir nichts vorstellen, dass mich mein Leben lang von diesen Gedanken fernhält. Außerdem, wie soll ich das denn alleine schaffen, ich habe niemanden, der mich unterstützt. Bestenfalls werde ich noch als geisteskrank abgestempelt. Falls mich jemand trotzdem nicht so abstempeln sollte, kann ich mir schlecht vorstellen, dass diese Person mir zu helfen weiß. Ich denke schon seit drei Jahren so, wie soll ich dann in nur einem Tag dieses "Problem" beheben??

Kommentar von Kneggge ,

ich denke seid ungefähr sieben Jahren schon so. mein vorteil ist aber das ich menschen hab die mich von diesen Gedanken zum größten teil ablenken. ich hab Anfang dieses Jahres kapiert das ich so nicht weiter machen kann und wollte eine dauerhaft Ablenkung in meinem leben. bis jetzt hat ich immer nur Sachen die mal ne Woche gehalten haben aber bis jetzt noch nix gefunden. aber meine Geschichte tut hier nicht zur Sache.

eine Aufgabe zu haben ist vergleichbar mit dem sinn des Lebens. besser gesagt DEIN sinn des Lebens. ein sinn den nur du oder gegebenfalls auch du und deine freunde in ihrem leben haben. damit fällt dann nämlich die frage auf einen sinn weg. und bis du diesen sinn,Aufgabe,Beschäftigung oder Hobby gefunden hast, ist die suche nach so etwas dein sinn.

Antwort
von JayBeeEff, 18

Mach dir nicht so viele Gedanken über den Sinn des Lebens. Gestalte dein Leben selber. Es gibt keinen bestimmten Sinn warum wir existieren, aber wenn wir schonmal hier sind, dann warum nicht das Beste daraus machen?
Und habe keine Angst enttäuscht zu werden, denn mit der Einstellung wirst du nicht viel erreichen. Ein Ziel und Wünsche zu haben hilft einem ungemein sein Leben mit Sinn zu füllen und es ist etwas, dass einen weiter machen lässt und einen Motiviert. Du solltest immer an deine Wünsche glauben und auch hoffen ist nichts schlechtes.

Nochmal zu deiner Frage ob das schlimm ist bzw unnormal: Ich finde es nicht unnormal und vor allem in deinem Alter macht man sich über solche Sachen gedanken. Lass dir nicht sagen du seist zu jung, Denken darf man was man will und sollte man auch ^^

Antwort
von Prisonofmind1, 1

Nun, ich kann recht gut verstehen, wie du dich fühlst. Vor einiger Zeit war ich selbst in nahezu der gleichen Situation (sofern ich diese beurteilen kann, was ich selbstredent nur anhand der Informationen mache, die mir diese Frage liefert).

Ich war damals 14 Jahre alt und auf dem besten Weg ins 15. Jahr, als mich ähnliche Gedanken und Gefühle plagten, wie sie dich nun heimsuchen. Das Problem mit dem Sinn des Lebens ist, dass man - je länger man sich damit auseinander setze - in eine Art Gedankenspirale verfällt, aus der einen Ausweg zu finde nicht leicht ist. Mit einfachen Worten, man wird immer betrübter und betrübter (Ähnliches ist festzustellen, wenn man sich mit Politik oder dem Weltgeschehen im Allgemeinen auseinandersetzt). Aber das wirklich Tolle ist, dass der Ausweg aus besagter Spirale durch Gedanken nicht erreichbar zu sein scheint, so zumindest meine Erfahrungen. Einen Sinn rein theoretisch zu ergründen, war mir schlicht unmöglich und dieser Fakt trieb micht immer weiter die sinnbildliche Spirale hinab.

Ich kann - mit diesem im vorherigen Absatz beschriebenen Wissen - nur dazu raten, eine Beschäftigung zu finden, die dich diesen Zustand vergessen lässt. Es ist dabei nicht wichtig, was es ist, sondern dass es ist. Ich zum Beispiel habe angefangen zu Programmieren, Filme und Serien zu schauen, Bücher zu lesen und vor allem, in tiefster Nacht spazieren zu gehen. Alles Dinge, die mir Freude bereiten und die Zeit für sich in Anspruch nehmen, die ich ansonsten in besagter Spirale verbracht hätte. Das Problem selbst konnte ich nur ausblenden, aber nie so wirklich beheben. Ich würde dir natürlich gern den perfekten Weg nennen, wie du Gegenteiliges erreichen kannst, aber dieser ist mir selbst leider nicht bekannt.

Was ich dir raten kann, ist, aus diesen Gedanken heraus kein Entschlüsse zu fassen, die du später vielleicht einmal bereuen könntest. Denke daher, bevor du etwas - sagen wir einmal "Dummes" - tust, daran, dass du besagte Dummheit eventuell einmal bereuen könntest. Und vor allem, dass gewisse Dinge für immer bleiben, auch wenn du sie gar nicht mehr haben möchtest. Besagte Dummheiten und ihre Resultate könntest du zu tiefst bereuen.

Ansonsten kann ich dir nur viel Glück wünschen, und vor allem auch einen Weg, der dir als der Richtige erscheint (was natürlich nicht der Meinige sein muss).

MfG,

Prisonofmind1

Antwort
von Kandahar, 23

Deine Mutter hat Lebenserfahrung und sie hat Recht. Sie war auch mal so jung wie du und sie hat sich vielleicht stellenweise genau so gefühlt. So wie wir alle.

Die Pubertät ist ein schwieriges Alter, aber auch die schönste Zeit des Lebens, wenn man sie sich nicht mit so dunklen Gedanken verdirbt.

Mach dir im Moment noch keine Gedanken über den Sinn des Lebens, dafür bist du einfach noch zu jung. Genieße deine Jugend, der Sinn des Lebens wird sich dir von ganz alleine erschließen, ohne dass du dir darüber jetzt den Kopf zerbrichst.

Im Leben kommt es meistens anders als man denkt! Du hast noch so viele Jahre vor dir, bevor du stirbst. Willst du dir bis dahin ständig den Kopf zerbrechen und dir dein Leben damit verderben? Das Schöne verpassen? Enttäuschungen gehören zum Leben, aber daraus muss man lernen und nicht verzweifeln.

Das sagt dir eine Frau, die deine Großmutter sein könnte.

Kommentar von LostAsAlice ,

Vielen Dank für Ihre Antwort, aber ich kann nicht plötzlich aufhören so zu denken. Ich wüsste nicht einmal, wie ich damit anfangen sollte, da ich nicht wirklich eine Motivation habe. Zwar habe ich die Musik, die mich nie enttäuscht, aber ich glaube, das hilft nicht wirklich. Manchmal möchte ich auch gar nicht so denken, aber ich bin oft alleine und da kommen mir schon mal solche Gedanken. Ich habe das Gefühl, dass das mit der Enttäuschung und Hoffnung etwas mit meiner Vergangenheit zu tun hat, beziehungsweise mit der Gegenwart, da ich früher, so wie heute sehr oft enttäuscht wurde oder werde. Mit meiner Mutter möchte ich aber nicht genauer darüber sprechen, denn ich fühle nicht dieses Mutter-Tochter Band, das doch jeder hat. Aber trotzdem noch einmal vielen Dank für diese ausführliche Antwort.

Kommentar von Kandahar ,

Ich sehe, dass du sehr strukturiert schreiben kannst und dich auch sehr gut ausdrücken kannst.

Warum fängst du nicht an zu schreiben?

Auf diesem Weg könntest du ein Talent, welches du Zweifelsfrei hast, ausbauen und wenn es nur für dich ist.

Wäre das für dich ein Sinn fürs´ Erste?

Kommentar von LostAsAlice ,

Um ehrlich zu sein, möchte ich gerne Autorin werden oder zumindest als Hobby nebenbei Autorin sein. Vor ein paar Monaten ist mir eine sehr gute Idee für ein Buch gekommen, aber ich weiß noch nicht, wie ich das Buch schreiben soll, da es sehr anstrengend wäre, alles per Hand zu schreiben. Das könnte vielleicht eine gute Idee sein und ich finde toll, dass Sie mir das vorschlagen, da ich ja wirklich gerne schreibe. Wirklich, vielen Dank, dass sie mir das vorgeschlagen haben.

Antwort
von christina3456, 25

Ich bin genauso, ich kann dir nicht genau sagen ob das normal ist aber jetzt weißt du schon mal dass du nicht die einzige bist ^^

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