Identitätstheorie und Konkurenzztheorie einfach erklärt?

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1 Antwort

Die Identitätstheorie (eigentlich: "Identitäre Demokratietheotie") geht davon aus, dass eine Interesseneinheit zwischen Regierung und allen Regierten (also den Bürgern) möglich sei. Dass also die Entscheidungen der Regierung für jeden einzelnen Bürger gut wären, weil alle die gleichen Interessen besitzen würden. De facto bedeutet dies jedoch lediglich, dass der Vertreter der Theorie bestimmt, was für alle gut sei.

Beispiel: Die Regierung führt einen Mindestlohn ein. Ein Vertreter der Identitätstheorie, der dies gut findet, würde sagen, dass sei im Sinne aller, weshalb man da gar nicht drüber diskutieren müsse. Wer das anders sehe, sei verrückt. Er verabsolutiert dabei allerdings bloß seine Meinung und erklärt diese zu der des Volkes. 

Die Konkurrenztheorie geht dagegen davon aus, dass es unterschiedliche, gegensätzliche Interessen gibt und diese von der Regierung nicht alle vertreten werden können - sondern nur bestimmte Interessen.

Beispiel: Die Regierung führt einen Mindestlohn ein. Ein Vertreter der Konkurrenztheorie, der den Mindestlohn befürwortet, würde sagen, dass er glaube der Mindestlohn sei das Beste für die meisten Menschen - aber anerkennen, dass es Leute gibt, die das nicht glauben. Etwas weil dann mehr Unternehmen pleite gehen.

Die Identitätstheorie liegt allen Diktaturen zu Grunde, die Konkurrenztheorie der parlamentarischen Demokratie.

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