Frage von Ramsdorfer, 20

Ich zahle als Rentner den allgemeinen Beitragssatz in meiner GKV. Nomal wäre der ermäßigte Satz gültig. Warum muß ich den höheren Beitragsatz zahlen?

Der allgemeine Satz ist gültig für Krankengeldanspruch nach der Lohnfortzahlung des Arbeitgebers. Als Rentner werde ich nie Krankengeld bekommen. Demnach werde ich mit dem höheren Krankenkassenbeitrag betrogen.

Antwort
von DerSchopenhauer, 10

Weil das in § 247 SGB-V festgelegt:

"Für Versicherungspflichtige findet für die Bemessung der Beiträge aus Renten der gesetzlichen Rentenversicherung der allgemeine Beitragssatz nach § 241 Anwendung."

§ 243 regelt den ermäßigten Beitragssatz.

Dieser gilt aber nur für Personen, die kraft Gesetzes (gem. § 44 Abs. 2 SGB-V) oder durch Satzung vom Krankengeld ausgeschlossen sind.

Das Krankengeld ist eine Lohnersatzleistung für den Wegfall der Lohnfortzahlung (nach 6 Wochen).

Als Rentner ist man aber nicht kraft Gesetzes vom Krankengeld ausgeschlossen, sondern erhält kein Krankengeld mehr, weil man nicht aus einer Lohnfortzahlung fallen kann, da man nicht beschäftigt ist - die Rente wird im Krankheitsfall unbeschränkt weitergezahlt.

Also nicht die Unmöglichkeit des Bezuges von Krankengeldes als solches ist entscheidend für den ermäßigten Beitragssatz sondern die Zugehörigkeit zu einer der Personen, die von vorneherein gesetzlich nach § 44 Abs. 2 SGB-V oder satzungsgemäß von der Krankengeldzahlung ausgeschlossen sind.

Antwort
von teutonix1, 14

Geh doch mit deinem Rentenbescheid mal zur Verbraucherberatung. Vielleicht haben die einen Tipp.

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