ich wurde nach 25 jahren aus gesundheitlichen gründen fristgemäß gekündigt,da es angeblich keine arbeit für mich gibt habe ich anspruch auf eine abfindung?

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4 Antworten

Lass Dich nicht so abspeisen und geh so schnell wie möglich zum Anwalt. Du musst eine Dir zumutbare Arbeit bekommen, die auch für Dich erreichbar sein muss.

Abfindung ist zwar ganz nett, bringt aber nicht unbedingt was, wenn Du anschließend arbeitslos bist und noch einige Jahre bis zur Rente haben solltest.

Eine Abfindung ist kein Muss, beträgt aber maximal bei Dir 12 1/2 Monatseinkommen. Beispiel: Du hast bisher 2000 Euro verdient, dann bekommst Du nach 25 Jahren 25.000 Euro, hört sich zwar viel an, ist es aber nicht unbedingt.

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Kommentar von Familiengerd
01.04.2016, 00:00

Eine Abfindung ist kein Muss, beträgt aber maximal bei Dir 12 1/2 Monatseinkommen.

Wie kommst Du zu dieser Aussage?

Solltest Du Dich auf das Kündigungsschutzgesetz KSchG beziehen wollen (§ 10 "Höhe der Abfindung"), so sind dort

erstens Abfindungen bis zu 18 Monatsverdiensten vorgesehen - je nach Alter und Dauer der Betriebszugehörigkeit - und bezieht sich

zweitens diese Regelung nur auf die Höhe von Abfindungen, die vom Gericht zugesprochen werden.

Für frei verhandelte Abfindungen gibt es keine Begrenzungen.

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<auch der Änderungskündigung kannste (musste) widersprechen, wenn sie dir nicht zumutbar ist. Allerdings ne Lohnabsenkung gilt schon als zumutbar, nur andere Umstände nicht.

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Kommentar von Familiengerd
31.03.2016, 20:48

Allerdings ne Lohnabsenkung gilt schon als zumutbar, nur andere Umstände nicht.

Das ist völlig falsch!

Änderungskündigungen werden von den Arbeitsgerichten nur dann bestätigt, wenn eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses überhaupt nur noch unter den geänderten Bedingungen möglich sein sollte.

Eine Änderungskündigung lediglich zum Zweck der Lohnabsenkung (also zum Geldsparen für für den Arbeitgeber, ohne dass es dafür eine dringende betriebliche Notwendigkeit - also z.B. zur akuten Existenzsicherung des Betriebs) wird von den Arbeitsgerichten regelmäßig verworfen!

Übrigens gilt auch hier, was ich zu Deiner anderen Antwort zum Unsinn "Widerspruch gegen die Kündigung" gesagt habe.

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Kommentar von Maximilian112
31.03.2016, 22:28

Und ganz nebenbei: Bitte die deutsche Sprache nicht so in den Dreck ziehen. Das ist ja grausam.

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es betrifft meine frau geb 1962. es istt ein sehr großer betrieb .anwalt wurde von der gerwerkschaft  eingeschaltet

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Kommentar von EgonL
31.03.2016, 20:33

OK und DANKE für deine prompte Antwort. Ich drücke deiner Frau dann beide Daumen. Der RA wird es schon richten.

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1. du widersprichst der Kündigung SFORT schriftlich und lässt dir evt. den Empfang bestätigen. In den Widerspruch schreibst du am Schluss rein: Gleichzeitig biete ich meine Arbeitskraft in vollem Umfang wie bisher auch nach dem ...Kündigungsdatum....an.

2. Gehste zur Gewerkschaft oder, wenn keine da ist, zum Fachanwalt für Arbeitsrecht. Der soll ne Kündigungsschutzklage einreichen. Das mindeste, was de erreichst ist ne Abfindung von 1/2 Monatsnetto*Jahre Betriebsgehörigkeit.

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Kommentar von Familiengerd
31.03.2016, 20:43

Frage: Was soll denn ein "Widerspruch" gegen eine Kündigung bringen??

Antwort: Absolut nichts!!

Das einzige rechtliche Mittel gegen eine (tatsächlich oder vermeintlich ungerechtfertigte) Kündigung ist die Klage beim Arbeitsgericht!

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